
Bis Mitte April sah es für Gutenstetten in Sachen Klassenerhalt in der Landesliga Nordost eigentlich gut aus. Doch auf zwei Niederlagen folgte vor dem entscheidenden Spiel gegen den TSV Nürnberg-Buch eine Spielabsage gegen die SG Quelle Fürth.
"Das Problem war der Spielermangel. Einige Spieler waren nicht da – aus internen Gründen", sagt Stefan Marek, Sportlicher Leiter vom SV Gutenstetten nach der Spielabsage gegen die SG Quelle Fürth (Wertung: 0:2). Nun kam es zur Aussprache und der Verein schafft Klarheit über den weiteren Saisonverlauf. "Wir haben uns jetzt ruhig und sachlich verständigt und die Differenzen beiseitegeschoben. Es sind Fehler passiert, aber die Probleme sind erstmal bereinigt. Jetzt wollen wir die Runde gemeinsam zu Ende spielen. Alles andere wird intern besprochen."
Heißt: Einige Spieler, die zuletzt fehlten, kehren in den Kader zurück. "Man muss als Verein kurz- und langfristig denken. Elementar ist es, dass der Spielbetrieb läuft. Und mit dem Kader sieht es jetzt erstmal gut aus", so Marek.
Ausgerechnet jetzt, vor dem absoluten Kracher im Abstiegskampf der Landesliga Nordost. Am Sonntag gastiert Tabellennachbar Buch in Gutenstetten. Der Sieger hat den direkten Klassenerhalt so gut wie sicher. Dem Verlierer droht weiter die Relegation.
In Buch verfolgt man die Entwicklung beim kommenden Gegner genau, lässt sich aber von der Spielabsage nicht beirren. "Die Spielabsage hat keinen Einfluss auf unser Spiel. Wie man hört, wurde dort intern gesprochen", sagt Martin Siebentritt, Sportlicher Leiter der Bucher. "Wir lassen uns von den letzten Wochen in Gutenstetten nicht blenden. Die Vorzeichen standen dort schon mal schlecht, und dann haben sie gegen Ammerthal 5:1 gewonnen. Wir wissen, dass wir sie nicht unterschätzen dürfen."
Stattdessen vertraut man in Buch auf die eigene Stärke. Vier der letzten fünf Spiele gewann der TSV. Dazu kann Trainer Patrick Pollack wohl aus dem Vollen schöpfen. "Wir haben in den letzten Wochen viel Selbstbewusstsein gesammelt. Spätestens seit dem 4:0 gegen Forchheim wissen wir, dass wir was draufhaben und aktuell ein schwer zu schlagender Gegner sind. Die Jungs sind hochmotiviert, wir haben das rettende Ufer fest im Blick."
"Buch hat definitiv einen Lauf und eine Wucht. Aber: Für uns ist das Spiel extrem wichtig und wir werden alles in die Waagschale werfen", sagt Marek. "Es wird nicht einfach, aber wir wollen den direkten Klassenerhalt sportlich schaffen." Mit einem Sieg am Sonntag wäre das Ziel bereits in greifbarer Nähe. Buchs Siebentritt verspricht: "Spannung pur!"