
Zwar war für die Elf von Stephan Wild durchaus der erste Dreier drin, auf der anderen Seite hätte es jedoch auch die sechste Saisonniederlage setzen können. Alleine Kevin Eichhorn-Jeremias-Sohn war zu verdanken, dass am Ende der erste Punkt auf die Habenseite wanderte.
Die Wild-Elf kam blendend in die zweite Hälfte. Nach einem mustergültigen Angriff über Außen flankte Bergmann nach Innen. Leipold verschaffte sich mit einer Lauffinte Platz und köpfte zum 1:0 ein (48.). Wer nun aber dachte, dass die Führung den Hausherren Sicherheit gab, sah sich getäuscht. Denn die Gäste blieben spielerisch weiter gefällig und vor allem gefährlich. „Wir haben wieder einmal zu viele individuelle Fehler gemacht“, sagte Stephan Wild und hatte dabei die Szenen zum 1:1 und 1:2 vor Augen. Die Gäste drehten dabei nach dem gleichen Schema die Begegnung. Sie überspielten die linke Abwehrseite der Steinacher und waren infolgedessen frei vor Eichhorn-Jeremias-Sohn. Marc Hoffmann und Gäste-Kapitän Til Zarschler blieben cool und drehten so innerhalb von sieben Minuten die Partie (62./69.). In der Folgezeit konnten sich die Nullachter bei ihrem Torwart bedanken, dass der Rückstand nicht höher wurde. Der Steinacher Keeper sah sich noch weitere Male alleine einem Gästeangreifer gegenüber und behielt im Eins-gegen-Eins starke Nerven. Auf der Gegenseite bekamen die Hausherren einen Elfmeter zugesprochen. Jannik Träger wurde dabei gefoult und Philipp „Kaffee“ Heinz verwandelte nervenstark (73.). Es war bereits sein dritter Elfmeter in dieser Spielzeit. In der Schlussphase war es weiter ein wildes Spiel, in dem jede Mannschaft die Möglichkeit zum Siegtor hatte. Für die Nullachter war es Philipp Sell, der seinen Gegenspieler schon ausgespielt hatte, dann aber überhastet abschloss. „Wir müssen und können mit dem 2:2 leben. Es war ein Spiel, was wir verlieren aber auch gewinnen können. Es war ein kurzweiliges und teilweise wildes Spiel. Gospenroda war spielerisch eine richtig gute Mannschaft mit einem gefährlichen Umschaltspiel“, resümierte Steinachs Trainer Stephan Wild nach einer Begegnung, die gleich mehrfach auf Messers Schneide war.