
Die Leistung stimmt schon seit geraumer Zeit, nun passen auch die Ergebnisse. Der TV Kalkum-Wittlaer befindet sich in der Bezirksliga auf der Überholspur. Am Sonntag setzte sich die Mannschaft von Navid Fazeli im Kellerduell bei Rhenania Hochdahl letztlich klar mit 3:0 durch und vergoldete damit die Punkte, die sie eine Woche zuvor beim spektakulären 5:4 über den SV Hösel eingefahren hatte.
Zusätzlicher Lohn für den zweiten Sieg in Folge ist ein Drei-Punkte-Polster auf Relegationsrang 15. Nicht nur deshalb zeigte sich Navid Fazeli nach dem Schlusspfiff in Hochdahl erleichtert. Der Coach des TVKW freute sich vielmehr darüber, dass seine Schützlinge nun auch den Ertrag für das Geleistete einfahren. Das sah in den ersten beiden Partien des Jahres gegen Sparta Bilk und den ASV Mettmann noch anders aus.
Auch gegen die beiden zur Spitzengruppe zählenden Konkurrenten hielt Wittlaer gut mit. In beiden Spielen führte die Fazeli-Elf sogar, stand am Ende aber mit leeren Händen da, was selbst die gegnerische Seite verwundere. „Ich kenne einige Leute aus Bilk und Mettmann. Die wussten im Nachhinein selbst nicht, wie sie die Spiele gewinnen konnten, wie sie mir im persönlichen Gespräch erzählten. Ich konnte das am Ende nicht mehr hören“, gab Wittlaers Coach Einblick in sein Seelenleben. Um dieses ist es inzwischen besser bestellt, weil nun eben auch wieder die Resultate stimmen.
Der spürbare Aufwärtstrend, der sich schon Ende des vergangenen Jahres andeutete, ist in den Augen des Trainers auf die entspanntere Personallage zurückzuführen. „Wir haben wieder mehr Alternativen zur Verfügung und eine tolle Trainingsbeteiligung. Die Jungs haben alle Bock und ziehen mit. Was daraus entstehen kann, sehen wir jetzt“, führt Fazeli aus.
Rechtzeitig vor dem Derby gegen den Lohausener SV ist der Motor des Tabellen-14. also auf Touren gekommen? Wird nun auch der nur noch vier Zähler besser positionierte Nachbar überrollt? Fazeli hält sich mit Kampfansagen vor dem Prestigeduell zurück. „So sehr ich mich auf dieses Spiel freue, werde ich mich nicht mit Prognosen aus dem Fenster lehnen“, sagt Wittlaers Trainer. Erfahrung macht schließlich klug.
„Es war in der Vergangenheit schon so, dass diese Derbys immer ihre ganz eigene Dynamik hatten, egal welches Team vorher wie platziert war. Das wird am Sonntag nicht anders sein.“ Das Hinspiel ging mit 1:0 an den LSV, blieb Fazeli aber auch aus einem anderen Grund in Erinnerung. „Das war eines der langweiligsten Derbys, das ich erlebt habe“, sagt der Übungsleiter, der zumindest in dieser Hinsicht dann doch einen Wunsch für Sonntag äußert. „Ich hoffe, dass das bei uns anders sein wird und wir richtig Stimmung auf der Anlage haben werden.“