2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Mit dem 3:1 gegen den FC Vorbach (in Blau) gelang dem VfB Rothenstadt (in Rot) geradezu ein Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Mit dem 3:1 gegen den FC Vorbach (in Blau) gelang dem VfB Rothenstadt (in Rot) geradezu ein Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt. – Foto: Dagmar Nachtigall

Auerbacher Remis lässt Spitzengruppe "kuschelig" zusammenrücken

Trabitz schließt nach Punkten auf, Grafenwöhr kommt bis auf drei Zähler an den ein Spiel weniger absolvierenden Primus heran +++ Rothenstadt und Haidenaab die Gewinner im Tabellenkeller

Am drittletzten Spieltag des Kalenderjahres ist die "Creme de la Creme" der Kreisliga Nord in der Tabelle enger zusammengerückt. Grund dafür ist das erste Heim-Unentschieden von Spitzenreiter SV 08 Auerbach (1./38 - 0:0 gegen Tremmersdorf) in der laufenden Saison, welches die ärgsten Verfolger der Bergstädter mit Freude zur Kenntnis genommen haben, konnten sie ihre Aufgaben doch erfolgreich lösen. "Vize" SpVgg Trabitz (2./38 - 3:2 gegen Kulmain) und auch die SV Grafenwöhr (3./35 - 5:2 gegen Kohlberg) fuhren den vollen Ertrag ein und schlossen zu den Maier-Schützlingen auf, beziehungsweise rückten bis auf drei Punkte an sie heran. Zu bemerken ist allerdings, dass für den Spitzenreiter noch die Nachholpartie (noch nicht terminiert) beim SV Kulmain aussteht, er also mit einem Spiel im Rückstand ist.

Hinab in die Tiefen des Klassements, da dürfen sich der ASV Haidenaab (10./17 - 2:1 in Kirchenthumbach) und der VfB Rothenstadt (9./19 - 3:1 gegen Vorbach) als die Gewinner des Spieltags aus dem Kreise der sorgenbehafteten Teams fühlen, konnten sie doch die so genannten "Sechs-Punkte-Duelle" gegen die direkte Konkurrenz für sich entscheiden und verschafften sich damit etwas Luft nach "unten". Ohne Zählbares blieben die beiden neben "Dumba" (13./9) auf den Abstiegsplätzen rangierenden Teams des SV Kohlberg (14./4 - 2:5 in Grafenwöhr) und des SC Eschenbach (12./10 - 0:3 in Reuth). Für die drei Letztgenannten bleibt die Lage also unverändert prekär.

"Big Points" für die einzige Mannschaft im Klassement aus dem Regierungsbezirk Oberfranken, das 2:1 erzeugte sicherlich ein Aufatmen beim ASV und seinen Fans. Zwei Treffer jeweils in der Anfangsphase eines jeden Spielabschnitts legten die Grundlage für den Dreier der Gäste, die sich insgesamt gesehen diesen auch verdienten. FuPa überlässt beiden Coaches den Spielverlauf ausführlich zusammenzufassen:

"Die hart umkämpften Partie ging leider nicht zu unseren Gunsten zu Ende. Zwei Geschenke unsererseits bringen Haidenaab in der Tabelle weiter nach vorne. Bereits nach wenigen Minuten mussten wir nach einem individuellen Fehler den 0:1-Rückstand hinnehmen. Mit der Zeit fanden wir immer besser in die Partie, konnten aber vor dem Seitenwechsel keine zwingende Chancen mehr herausspielen. Die zweite Halbzeit starte ähnlich, wie die erste. Kurz nach dem Wiederanpfiff konnte Haidenaab erneut mit unserem Zutun zum 0:2 nachlegen. Wir kämpften weiter und hatten auch die ein oder andere Torchance. Folgerichtig konnte Schnoy zum 1:2 Anschlusstreffer aus halbrechter Position abschließen. Leider konnten wir auch nach der Gelb-Roten Karte für den gegnerischen Stürmer nicht mehr nachlegen und mussten uns somit geschlagen geben", so SCK-Coach Andreas Freiberger.

"Eigentlich muss es 2:0 für uns stehen nach zehn Minuten, doch nahm der Schiedsrichter das vermeintliche zweite Tor zurück - vermutlich wegen eines Stürmerfouls. Aus meiner Sicht unverständlich. Leider ist es uns in Folge nicht gelungen, bis zur Pause das 2:0 zu machen, was wichtig und auch verdient gewesen wäre. Gleich nach dem Seitenwechsel haben wir im Anschluß an den schönsten Spielzug des Spiels auf 2:0 gestellt - unser Torschütze hat da sehr clever abgeschlossen. Ich dachte nun, dass nach dem Spielverlauf bis dahin - wir standen sehr gut in der Defensive - eigentlich die Messe schon gelesen ist, dann kassieren wir allerdings ein unglückliches Gegentor, als mein Innenverteidiger wegrutscht und unser Torwart den folgenden 25 Meter-Schuß passieren lässt - er hatte sich schon für einen Rückpass angeboten und konnte nicht mehr mittig ins Tor zurückkehren. Dann kommt noch die Zeitstrafe und eine sechsminütige Nachspielzeit, in der wir wohl weniger Ballbesitz hatten, aber insgesamt alles sehr kompakt wegverteidigen konnten. In den letzten Minuten, wo sich aufgrund des tiefen Platzes doch die Müdigkeit einstellte, haben wir bis auf ein paar Fernschüsse nichts mehr zugelassen. Am Ende steht ein verdienter Sieg, über die Wichtigkeit brauchen wir nicht diskutieren, er war eminent wichtig. Ich ganz persönlich war neben den drei Punkten vor allem auch über die Art und Weise, wie wir gewonnen haben, sehr erfreut. Da war Leidenschaft und Wille zu sehen, die ich vehement eingefordert hatte und mit denen wir unsere Ausfälle kompensieren konnten. Jetzt geht der Blick voraus, gegen Rothenstadt und Eschenbach wollen wir noch so viel wie möglich punkten, um zufriedener in die Winterpause gehen zu können", so Gästetrainer Michael Kaufmann.

Tore: 0:1 Pascal Steeger (4.), 0:2 Konstantin Riess (49.), 1:2 Louis Schnoy (59.) - Schiedsrichter: Dogukan Karabak - Zuschauer: 120 - Platzverweis: Gelb-Rot für Pascal Steeger (81./Haidenaab)

Auch wenn letztlich das "Salz in der Suppe" - nämlich die Tore fehlten, lieferten sich beide Teams auf schwerem Untergrund eine abwechslungsreiche Partie. Hatten sich vor der Pause die Spielanteile hüben wie drüben die Waage gehalten, übernahm der Tabellenführer nach etwa einer Stunde langsam das Kommando, eine Spielunterbrechung wegen einer Kopfverletzung eines Gästeakteurs stoppte den SVA dann aber in seinen Bemühungen. Am Ende stand ein 0:0-Unentschieden auf der Anzeigetafel, letztlich ein gerechtes Ergebnis.

"Es war das erwartete schwierige Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir uns weitestgehend neutralisiert. Sowohl Tremmersdorf, als auch wir hatten einen Pfostentreffer. Mitte der zweiten Halbzeit waren wir dran, das Spiel auf unsere Seite zu drehen, bis eine längere Unterbrechung unseren Spielfluss gestört hat. Danach hatten wir keine zwingenden Torchancen mehr. Mein Team hat sehr gut gekämpft, gerade aufgrund der dünn besetzten Bank und einigen nicht fitten Spielern war das keine Selbstverständlichkeit. Wir können mit dem Punkt ganz gut leben", so Daniel Maier, der Auerbacher Übungsleiter.

"In Auerbach sahen die Zuschauer auf dem schwer zu bespielenden Boden ein spannendes und umkämpftes Spiel, bei dem lediglich die Tore fehlten. In Halbzeit 1 hatten wir beim leider nicht geahndeten Foul des Auerbacher Torwarts an unseren Stürmer Jonas Frank - er spitzelt den Ball vorbei und hätte ihn noch ins leere Tor schieben brauchen - und beim Pfostentreffer von Patrick Dittner Pech. Doch auch Auerbach hatte vor allem bei Standardsituationen seine Möglichkeiten. Auch in Halbzeit 2 ging es hin und her, letztlich blieb es aber beim leistungsgerechten Unentschieden. Insgesamt war es wieder ein starker Auftritt unserer Jungs beim Tabellenführer. Wir freuen uns schon auf die Spiele am kommenden Wochenende", sagte Wolfgang Seitz, der erste Vorsitzende des FCT.

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: John Eckermann - Zuschauer: 250 - Platzverweis: Gelb-Rot für Jonas Freiberger (90.+5/Auerbach)

Knapp, aber verdient behielt die Baier-Elf in diesem Heimspiel die Oberhand und zog damit mit dem Primus aus Auerbach nach Punkten gleich. Nach Blitzstart für den Gast wendete Ludwig Tannhäuser mit seinen Saisontreffern 11 und 12 das Blatt, der erst 18jährige Aboubakari Kassoum sorgte schließlich für das letztlich entscheidende 3:1.

"In einem engagiert geführten Heimspiel sicherte sich unsere Mannschaft einen verdienten 3:2-Sieg. Die Partie begann denkbar schlecht: Bereits in der 1. Minute geriet unser Team durch einen individuellen Fehler überraschend mit 0:1 in Rückstand. Die Mannschaft zeigte jedoch Moral, übernahm schnell die Kontrolle, erspielte sich eine klare Feldüberlegenheit, sowie Chancen heraus. Ludwig Tannhäuser erzielte nach einer schönen Kombination in der 21. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich. Nach der Pause starteten wir entschlossen: Erneut war es Ludwig Tannhäuser, der in der 50. Minute eine herausgespielte Kombination mit der 2:1-Führung abschloss. Unsere Mannschaft blieb tonangebend und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Die vermeintliche Entscheidung fiel erst spät, als Abu in der 89. Minute auf 3:1 erhöhte. Der SV Kulmain nutzte in der Nachspielzeit einen weiteren Fehler zum 3:2-Anschlusstreffer, doch kurz darauf war Schluss. Der Sieg war aufgrund der Spielanteile und Chancen hochverdient und bringt uns wichtige Punkte im Rennen um die Spitze", so das Resümee von SpVgg-Trainer Thomas Baier.

"Ein verdienter Sieg von Trabitz, wenngleich wir bei ein wenig mehr Glück vielleicht ein Pünktchen hätten mitnehmen können. So haben wir beim Stand von 2:1 eine Riesenchance vergeben, hätten wir alleine vor dem einheimischen Torwart zum Ausgleich getroffen, dann wäre vielleicht noch etwas drin gewesen. So hat sich am Ende die größere Qualität durchgesetzt", sagte Gästecoach Oliver Drechsler.

Tore: 0:1 Julian Lautner (1.), 1:1 und 2:1 Ludwig Tannhäuser (23./51.), 3:1 Aboubakari Kassoum (89.), 3:2 Giovanni Brunner (90.+3) - Schiedsrichter: Andre Längert - Zuschauer: 250

Eine mehr als unglückliche Niederlage musste die Steinwaldelf an der Landesgrenze einstecken. Mit einer knappen, jedoch verdienten 1:0-Führung für Erbendorf ging es in die Kabinen, nach Wiederanpfiff verpassten es das Kommando übernehmende Gäste dann, einen oder zwei Treffer nachzulegen, um das "Ding" frühzeitig in ihre Richtung zu drehen. Dennoch schien Erbendorf schon in die Siegerstrasse eingebogen, ehe eine turbulente Schlußphase doch noch die Wende zugunsten der Grenzlandelf brachte. Ligatorjäger Sebastian Striegl glich per Freistoß aus (79.), danach vergab der Erbendorfer Michael Martetschläger die Möglichkeit auf eine erneute Führung, als er einen Strafstoß vergab (82.). Und als vieles schon auf ein Remis hindeute, stand Striegl nach einem Fehler von Gästekeeper Heisig da, wo ein Torjäger stehen muss und markierte den 2:1-Siegtreffer mit seinem 24. Saisontor.

"In den ersten 15 bis 20 Minuten mussten wir ins Spiel finden, da hat Erbendorf guten Druck nach vorne gemacht. Mitte Halbzeit 1 wurde unser Spiel dann besser und wir haben uns richtig gute Chancen herausgespielt, genau zu diesem Zeitpunkt kommt Erbendorf dann aber zum 0:1. Nach dem Wechsel besaßen die Gäste mehr Spielanteile, bei uns ging nicht wirklich was zusammen. Der Ausgleich per direktem Feistoss war dann natürlich goldwert. In der letzten Phase wurde es dann nochmal richtig aufregend. Ein verschossener Elfmeter seitens der Gäste, dann unser Führungstreffer durch einen Torwartpatzer und die letzten Minuten nochmals gigantischer Druck auf unsere Abwehr. Alles in allem eine kämpferische Mammutleistung in der uns Elias Werner - unser Torwart - zum einen im Spiel gehalten und zum anderen den Turnaround eingeläutet hat", so Eslarns Spielercoach Peter Rackl.

"Erste Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, mit einem Chancenplus für unsere Mannschaft. Das Tor kurz vor der Halbzeit kam demnach genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir kommen dann richtig gut aus der Halbzeitpause, verpassen es leider, das zweite Tor nachzulegen. Man muss aber schon erwähnen, das Eslarn bei Standards stets gefährlich war und wir dann leider das 1:1 nach einem schönen Freistoß hinnehmen mussten. Wir haben aktuell einfach richtig Scheiße am Stiefel, Lattentreffer, verschossener Elfmeter und dann kommt es auch noch richtig bitter. Wir bekommen durch einen individuellen Fehler dann auch noch das 2:1 in den Schlussminuten. So ein Spiel darfst du niemals verlieren! Extrem bitter, aber Mund abwischen und den vollen Fokus auf das Derby jetzt gegen Reuth nächste Woche legen", so Gästetrainer Benny Scheidler.

Tore: 0:1 Sandro Hösl (44.), 1:1 und 2:1 Sebastian Striegl (79./90.) - Schiedsrichter: Anthony Teichert - Zuschauer: 80

Den Wunsch, sich im ruhigen Fahrwasser des Klassements einzurichten, erfüllte sich der TSV mit dem 3:0-Erfolg gegen den abstiegsgefährdeten SC Eschenbach. Nach einem kurzen Schockmoment in der Anfangsphase - die Gäste trafen dabei nur den Pfosten - bestimmte der Gastgeber bei durch Nebel beeinträchtigen Sichtverhältnissen und tiefem Geläuf die Szenerie und durften nach dem 1:0 in der 32. Spielminute durch Justus Bader mit einer Führung den wärmenden Pausentee einnehmen. Alle guten Vorsätze der Gäste nach dem Seitenwechsel zerplatzten durch das schnelle 2:0 von Fabian Höcht in der 47. Spielminute dann wie eine Seifenblase. Bereits in der 61. Spielminute war die Messe dann gelesen, als Frank Eckl auf 3:0 stellen konnte.

"Ganz zu Beginn hätte die Partie bei einem Pfostenschlenzer von Eschenbach eine ganz andere Richtung einschlagen können. Danach war es aber ein starker Auftritt von uns, bei dem wir unser Spiel über weite Strecken durchziehen konnten und folglich auch dreimal zum Torerfolg kamen", so TSV-Coach Martin Bächer.

"Leider konnten wir in Reuth nicht punkten. Hilft nichts - nächste Woche steht das ungemein wichtige Derby gegen Kirchenthumbach an. Der Fokus richtet sich dementsprechend ganz auf dieses Spiel", sagte Gästetrainer Mo Dal.

Tore: 1:0 Julius Bader (32.), 2:0 Fabian Höcht (47.), 3:0 Frank Eckl (61.) - Schiedsrichter: Jürgen Becher - Zuschauer: 110

Im "Sechs-Punkte-Spiel" im Buhlen um den Klassenerhalt konnte der VfB Rothenstadt gegen einen Mitstreiter aus der hinteren Tabellenhälfte einen wichtigen Erfolg einfahren. In einer an Höhepunkten armen Auftaktphase nutzten die Gastgeber in der 30. Spielminute durch Alexander Funk die sich bietende Chance zum Führungstreffer. Danach kontrollierte der VfB das Geschehen, Eduard Lenz schraubte das Ergebnis noch vor dem Pausenpfiff auf 2:0.

Nach dem Pausentee ein unverändertes Bild. Rothenstadt machte weniger Fehler, agierte abgeklärter und erhöhte dann in der 62. Spielminute durch erneut Spielercoach Alexander Funk auf 3:0. Die Gäste aus Vorbach zeigten jedoch Moral, gaben nicht auf und kamen durch Nico Lautner kurz darauf zum Anschlußtreffer. Doch auch danach konnte der FCV nach vorne einfach zu wenige Akzente setzen, so brachte der VfB seinen Vorsprung letztlich sicher über die Zeit und tütete damit den dritten Sieg nacheinander ein, der ihm Luft nach unten verschafft.

"Das Spiel war anfangs von beiderseitigem Abtasten geprägt, mit nur wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Nach dem 1:0 konnten wir die Partie zunehmend kontrollieren. Auch wenn die Schlussphase noch einmal hektisch wurde, war es über die gesamten 90 Minuten ein verdienter dritter Sieg in Folge für uns", so VfB-Spielertrainer Manuel Funk.

"Ein gebrauchter Tag gegen einen clevereren Gegner. Zu viele Fehlpässe, oft nicht wach und handlungsschnell genug, oft den Schritt zu spät und gerade beim Spiel in die Tiefe total ungenau - von in der ersten Halbzeit etwa 15 Steckpässen durch die gegnerische Abwehr kam am Ende genau einer an. Das war deutlich zu schwach und damit erlitten wir eine verdiente Niederlage. Wir sind natürlich enttäuscht, aber wie sagt man so schön: Mund abputzen, weitermachen. Nächste Woche geht es ebenso wieder für 90 Minuten um drei Punkte und da müssen wir einfach ein anderes Gesicht zeigen", sagte Fabian Wiesnet vom Trainerteam des FCV.

Tore: 1:0 Alexander Funk (30.), 2:0 Eduard Lenz (35.), 3:0 Alexander Funk (62.), 3:1 Nico Lautner (71.) - Schiedsrichter: Sven Ertel - Zuschauer: 100

Ein hartes Stück Arbeit für den SVG, denn die Gäste hielten beim Tabellendritten lange gut mit. Dennoch gingen die Gastgeber gegen einen tief stehenden Gegner durch Jonas Ertl früh in Führung. Kohlberg versuchte in Folge über Konter zum Erfolg zu kommen, einer dieser schnellen Gegenzüge brachte ihnen durch Nico Kaube in der 18. Spielminute den Ausgleich. Danach ließ Grafenwöhr eine Vielzahl von Chancen ungenutzt und auch nach Wiederbeginn änderte sich das Bild nicht: Grafenwöhr rannte an, verschoss unter anderem auch einen Strafstoß, konnte aber dann durch Luca Reiß in der 63. Spielminute doch erneut in Führung gehen. Doch die Gäste blieben "widerspenstig", zeigten Moral und kamen durch Dominik Bredow wiederum zum Ausgleich. Danach allerdings drückte die SVG endgültig aufs Gaspedal und landete durch Treffer in der Schlußviertelstunde von Marcel Pfab, David Dobmann und Marcello Siemski doch noch den erwarteten klaren Heimsieg.

„Es war das erwartet schwere Spiel, genauso, wie ich es vorhergesehen hatte. Dabei machten wir uns das Leben selbst schwer, den wir hatten Chancen über Chancen. Am Ende hatten wir dennoch alles im Griff und haben uns dann auch durchgesetzt. Es war ein Arbeitssieg, Respekt nach Kohlberg, die alles gegeben haben", so SVG-Coach Bobby Bafra.

"Ich bin trotz der Niederlage gegen den Tabellendritten stolz auf die Mannschaft, wie sie die Vorgaben umgesetzt und Grafenwöhr damit das Leben schwer gemacht hat. Es war ein gutes Kreisligaspiel. Grafenwöhr war der klare Favorit, aber wir konnten sehr gut mithalten. Das Chancenplus ging klar auf das Konto des Favoriten. Aber mit welcher Leidenschaft, Kampf und mutigem Fussball nach vorne wir das heute gemacht haben, war gut. Es sind nur noch Einzelheiten, wo wir uns verbessern müssen. Heute lag es definitiv am Verhalten bei den Standardsituationen. Bis zum 2:2 war es ein ausgeglichenes Spiel, wir hatten sehr gute Umschaltaktionen, wo wir uns wohl das Überzahlspiel erarbeitet haben, aber leider nicht eiskalt verwerten konnten. Bin aber guter Dinge, dass wir spätestens nach der Winterpause unsere Punkte holen werden. Glückwunsch an Grafenwöhr zum hart erkämpften Sieg", so Gästetrainer Eugenio Wild.

Tore: 1:0 Jonas Ertl (9.), 1:1 Nico Kaube (18.), 2:1 Luca Reiß (63.), 2:2 Dominik Bredow (66.), 3:2 Marcel Pfab (74.), 4:2 David Dobmann (77.), 5:2 Marciello Siemski (87.) - Schiedsrichter: Lukas Kreuzer - Zuschauer: 80

Aufrufe: 010.11.2025, 12:00 Uhr
Werner SchaupertAutor