2026-04-29T13:32:52.058Z

Ligabericht

Auerbach holt sich die Schale, Trabitz geht relegieren

Ein 3:0 gegen Kirchenthumbach sichert der Maier-Crew die Meisterschaft, weil der Mitstreiter aus Trabitz gegen Reuth nicht über ein 2:2 hinauskommt +++ Teilnehmer an der Abstiegsrelegation stehen noch nicht fest

von Werner Schaupert · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Der SV 08 Auerbach kürt sich vorzeitig zum Meister der Kreisliga Nord und kehrt damit nach zwei Jahren wieder in die Bezirksliga zurück.
Der SV 08 Auerbach kürt sich vorzeitig zum Meister der Kreisliga Nord und kehrt damit nach zwei Jahren wieder in die Bezirksliga zurück. – Foto: Jürgen Masching

Eigentlich war erwartet worden, dass die Entscheidung, wer als Meister der Kreisliga Nord durchs Ziel geht, erst am letzten Spieltag fällt, da die beiden Kandidaten in Runde 25 auf eigenem Terrain antreten konnten. Doch während der SV 08 Auerbach (1./58 - 3:0 gegen Kirchenthumbach) seine Hausaufgabe standesgemäß löste, patzte die SpVgg Trabitz (2./55 - 2:2 gegen Reuth). Die Baier-Truppe könnte nun am letzten Spieltag wohl nach Punkten noch gleichziehen, doch der dann zu strapazierende direkte Vergleich würde zugunsten der Bergstädter den Ausschlag geben. So kehren die Auerbacher nach zwei Jahren wieder zurück in die Bezirksliga, die sie zum Ende der Saison 2023/24 verlassen hatten. Die Männer um den scheidenden Kapitän Johannes Renner versuchen nun über den Weg von Überstunden den Auerbachern zu folgen. In Runde 1 prallt man auf den Rangzweiten der Kreisliga Süd, entweder den TuS Rosenberg oder den 1. FC Rieden.

Oben ist also die Messe gelesen, die Frage hingegen, welche Vereine aus dem Tabellenkeller in die Abstiegsrelegation müssen, ist noch nicht beantwortet. Die schlechtesten Karten besitzt der SC Eschenbach (13./21 - 3:6 in Grafenwöhr), zwei Punkte mehr auf dem Konto hat der SC Kirchenthumbach (12./23 - 0:3 beim Meister in Auerbach), noch auf sicherem Untergrund rangiert der VfB Rothenstadt (11./24 - 0:3 gegen Erbendorf. Der letzte Spieltag wird hier Klarheit bringen, wenn Eschenbach auf Auerbach prallt, die Rothenstädter in Kulmain antreten und der SCK auf eigenem Terrain mit der SpVgg Trabitz die Klingen kreuzt.

Ein Spiel, in dem es einzig für die Gäste noch um etwas ging - sie legten den Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher - endete schließlich mit einem gerechten Remis. Nachdem der ASV zu Beginn der Schlußphase nach Rückstand das Blatt per Doppelschlag gewendet hatte, sah vieles nach einem Auswärtsdreier für die Oberfranken aus, ehe Johannes Beigler mit dem zweiten Kopfballtreffer des TSV nach einem Eckball noch eine fünfte Saisonheimniederlage für die Grenzlandelf abwenden konnte.

TSV-Coach Peter Rackl: "Ein klassisches Unentschieden bei unserem letzten Heimspiel, welches klar im Fokus von Adam Like stand. Adam wird den TSV am Ende der Saison nach elf Jahren verlassen. Der Eslarner Rekordspieler und -torschütze hätte sogar noch die Möglichkeit auf einen Treffer gehabt, hat den 11m aber an den Pfosten gesetzt. Unterm Strich ein schwaches KL-Spiel."

ASV-Vorstand Stephan Veigl: "Unter dem Strich ein leistungsgerechtes Unentschieden, bei dem Eslarn zwei Mal nach dem gleichen Muster traf, nämlich Eckball - Kopfball - Tor, da haben wir einfach schlecht verteidigt, waren zu passiv. Nach der Einwechslung von Offensivspielern nach etwa einer Stunde hat man schon gemerkt, dass wir den Druck nach vorne verstärken konnten. So kamen die beiden Treffer nicht überraschend, wenngleich Eslarn zuvor hätte auf 2:0 stellen können, aber einen Handelfmeter vergab. Letztendlich waren für uns heute drei Punkte drin, am Ende wurde es nur einer, den wir aber gerne mitnahmen. Nun wollen wir gegen Kohlberg mit einem Dreier eine Saison beenden, mit deren Verlauf wir dann unter dem Strich zufrieden sind."

Tore: 1:0 Ondrej Kral (50.), 1:1 Pascal Steeger (78.), 1:2 Christian Scherm (82.), 2:2 Johannes Beigler (89.) - Schiedsrichter: Andre Längert - Zuschauer: 100

Beim "Tag des offenen Tores" mit gleich zehn Einschlägen behielten die Gäste am Ende die Oberhand. Der SVK zeigte dabei eine mutige Vorstellung, holte bis zur Pause einen Zwei-Tore-Rückstand auf, kam noch auf 4:5 heran, ehe er für die Unwägbarkeiten in seiner Defensive doch bestraft wurde. Gemessen an den Einschußchancen hätte der Sieger auch Kohlberg heißen können.

SVK-Coach Eugenio Wild: "Wir haben gestern Tremmersdorf dominiert - sowohl spielerisch, als auch läuferisch. Sind ab der ersten Sekunde wieder voll dagewesen, hatten auch gleich einige Chancen, die wir machen müssen. Das einzige Problem gestern war, dass wir uns im Gegensatz zur Vorwoche individuelle Fehler geleistet und den Tremmersdorfern damit fünf Tore geschenkt haben, so darfst du nicht verteidigen. Wir sind immer wieder zurück gekommen mit gut herausgespielten Toren. Wille, Einstellung und Disziplin waren vorhanden und so haben wir auch gespielt. Bevor wir das 0:1 bekommen, kann es schon 2:0 für uns stehen. Über das gesamte Spiel hinweg hat sich durchgezogen, das wir das Spiel machten, uns Chance auf Chance erarbeiteten, dann kam ein langer Ball über die Außen - Fehler - Tor. Mit dem Heimdreier hat es deswegen leider nicht geklappt."

Florian Schnödt, Sportlicher Leiter der Gäste: "Ein wildes Spiel auf beiden Seiten, geprägt von teils sehr fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, die auch zu zwei Gegentoren führten. Trotz eines etwas fahrigen Starts zeigte unsere teils neu zusammengestellte Mannschaft Moral und setzte sich am Ende mit 6:4 in Kohlberg durch. Damit feiern wir den sechsten Sieg in Folge und spielen die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte. Nun wollen wir auch das letzte Spiel im Derby gegen den FC Vorbach erfolgreich gestalten."

Tore: 0:1 Jonas Frank (12.), 1:1 Philipp Ertl (27.), 1:2 Michael Diepold (30.), 1:3 Christofer Neukam (33.), 2:3 Dominik Bredow (39.), 3:3 Matthias Regner (43.), 3:4 Louis Kick (52./Eigentor), 3:5 Jonas Frank (71.), 4:5 Matthias Regner (83.), 4:6 Simon Seitz (90.+4) - Schiedsrichterin: Katharina Hofmann - Zuschauer: 120

Vor einer wie immer beeindruckenden Zuschauerkulisse legte der FC den Deckel auf den Klassenerhalt nach einer schwierigen Spielzeit und das in jeder Hinsicht verdient. Vom Anpfiff weg liessen die Tusek-Schützlinge keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger den Platz verlassen sollte. Am Ende waren Erleichterung und Freude groß, der Druck fiel ab, das Ticket für die kommende Saison in der Kreisliga war - aufgrund der anderen Ergebnisse auch vom verlierenden SVK - gelöst.

FCV-Coach Markus Tusek: "Es war ein hochverdienter Sieg meiner Mannschaft. Bis zur Halbzeit hatten wir mehrere klare Möglichkeiten zur Führung. Kurz vor der Halbzeit verschoss Nico Lautner sogar noch einen Foulelfmeter. Es hätte bereits zur Halbzeit mindestens 3:0 stehen können. Nach der Halbzeit kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, ohne gefährlich zu werden. Das 1:0 durch Dominik Lang nach Vorarbeit von Jonas Heindl war die Befreiung. Kurz darauf erzielte Jonas Heindl nach Vorarbeit von Haroun Kahouli das verdiente 2:0. Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude keine Grenzen. Der FCV bleibt über dem Strich und hat es sich auch verdient, nächste Saison in der Kreisliga zu spielen. Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft und ich bin sehr stolz darauf!"

Gästetrainer Oliver Drechsler: "Mehr als hochverdienter Sieg für Vorbach, der FC muss schon zur Halbzeit klar führen. Zweite Halbzeit kamen wir etwas besser zum Zug, da hatte Vorbach weniger Möglichkeiten, aber insgesamt steht ein hochverdientes 2:0 für unseren Gastgeber. Für uns war letztlich wichtig, dass die anderen Ergebnisse für uns positiv ausfielen und wir nun den Klassenerhalt sicher haben. Nun gilt es, sich für die neue Saison zu justieren und es besser zu gestalten, als in dieser Spielzeit. Zum Finale wollen wir das Heimspiel gegen Rothenstadt gewinnen, um die Saison mit einem positiven Erlebnis zu beenden und mit gutem Gefühl in die kommende Spielzeit zu gehen."

Tore: 1:0 Dominik Lang (70.), 2:0 Jonas Heindl (72.) - Schiedsrichter: Markus Zahn - Zuschauer: 250

Die mit dem letzten Aufgebot angetretenden Hausherren kassierten quasi mit dem Pausenpfiff das psychologisch ungünstige 0:1, kämpften nach Wiederbeginn aber weiter mit allem, was sie im Tank hatten, ehe die Kräfte der "elf Aufrechten" dann nach etwa einer Stunde doch sichtlich nachliessen. In der Schlußphase erhöhten die Gäste dann noch auf 3:0, was die Situation für den VfB bis zum kommenden letzten Spieltag - man reist zum SV Kulmain - sehr ernst bleiben lässt.

VfB-Coach Roland Lang:"Bei sommerlichen Temperaturen konnten meine elf Spieler plus unser Abteilungsleiter bis Mitte der zweiten Halbzeit ordentlich mithalten und hatten auch die ein oder andere Chance. Am verdienten Gäste Sieg gibt es aber nichts zu rütteln."

Gästetrainer Andreas Häupl: "Verdienter Sieg heute in Rothenstadt. War spielerisch sicher wieder kein Leckerbissen, aber wir haben uns ins Spiel reingekämpft, hatten dann zwei, drei gute Chancen, bis endlich das 1:0 gefallen ist. Nach der Pause merkte man das Nachlassen der Kräfte beim Gegner. wir bekamen mehr Räume und haben dann verdient noch zwei Tore erzielt."

Tore: 0:1 Josef Schönberger (45.+1), 0:2 Sandro Hösl (84.), 0:3 Niklas Blohmann (89.) - Schiedsrichter: Andy Jakesch - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Bubacarr Jallow (77./Rothenstadt)

Neun Tore sahen die Fans in diesem Derby, welches die Hausherren über weite Strecken klar dominierten. Vom abstiegsgefährdeten Gast hätte man sicherlich mehr Gegenwehr erwartet, doch anders, als in den letzen Partien, konnte der SCE seine Qualitäten eigentlich nie auf den Platz bringen. Am Ende stand ein deutlicher Heimsieg der Garnisonsstädter, für den SCE ist der Fokus nun auf das Endspiel am letzten Spieltag in der heimischen Rogers Arena gerichtet, wo Meister SV 08 Auerbach seine Aufwartung machen wird.

SVG-Coach Bobby Bafra: "Trotz eines Rückstands war unser letztes Heimspiel über die 90 Minuten gesehen eine klare Angelegenheit. Bis zur Pause gelang uns schon eine Art Vorentscheidung, nach der Pause schraubten wir das Ergebnis auf 6:1, ärgerlich dann die zwei Gegentore, die wir durch Leichtsinnigkeiten und ohne die noch nötige Spannung zuliessen. Am Ende steht eine ordentliche Saison, in der wir zum Finale am nächsten Wochenende in Erbendorf noch einmal punkten wollen. Mein Glückwunsch geht nach Auerbach, den Trabitzern wünsche ich alles Gute in der Relegation. Den Mannschaften im Abstiegskampf auch viel Glück in den Entscheidungsspielen. Wir durften mit meinem Co-Trainer Markus Kraus heute einen verdienten Spieler verabschieden, der seine Karriere beendet. Unser Blick geht nun nicht in den Rückspiegel, sondern nach vorne. Wie gesagt, in Erbendorf wollen wir mit einem positiven Erlebnis eine doch insgesamt turbulente Spielzeit beenden."

Gästespielercoach Benny Scheidler: "Es war heute ein absolut gebrauchter Tag für unsere Mannschaft. Von Beginn an fanden wir nicht richtig ins Spiel und liefen dem Gegner häufig nur hinterher. In den entscheidenden Momenten fehlte die nötige Konsequenz, sowohl in den Zweikämpfen, als auch vor dem Tor. Grafenwöhr präsentierte sich dagegen abgeklärt, zielstrebig und effektiv. Am Ende steht eine verdiente Niederlage, die es nun schnell abzuhaken gilt. Jetzt heißt es: Kopf hoch, analysieren und den Fokus wieder nach vorne richten. Herzlichen Glückwunsch an Auerbach zur verdienten Meisterschaft und einer starken Saisonleistung!"

Tore: 0:1 Valentin Schieder (7.), 1:1 Luca Reiß (18.), 2:1 Marcel Pfab (27.), 3:1 Jenan Kesetovic (44.), 4:1 Marcel Pfab (48.), 5:1 Markus Kraus (51./Strafstoß), 6:1 Timo Bachmeier (74.), 6:2 Manuel Bitterer (85.), 6:3 Timo Adler (90.) - Schiedsrichter: Matthias Rahn - Zuschauer: 220

"Es ist vollbracht!" Mit einem auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg gegen den noch um den Klassenerhalt buhlenden Gast sicherten sich die Männer um ihren Spielertrainer Daniel Maier die über die gesamte Saison verdiente Meisterschaft in der Kreisliga Nord, der sie hochhievt in die höchste Liga des Fußballbezirks Oberpfalz. Für die Gäste gilt es nun, alle noch vorhandenen Kräfte zu bündeln, um die Chance, im letzten Heimspiel gegen die bereits als Vizemeister feststehende SpVgg Trabitz noch den direkten Ligaerhalt zu sichern, beim Schopf zu packen.

SVA-Spielertrainer Dani Maier: "Wir haben über die ganzen 90 Minuten das Spiel dominiert. Es war zwar spielerisch nicht das beste Spiel von uns, aber hinten haben wir gar nichts zugelassen und vorne haben wir unsere Chancen ausgenutzt. Unterm Strich war es ein verdienter Sieg und auch eine verdiente Meisterschaft. Ich bin absolut stolz auf mein Team!"

Gästetrainer Andi Freiberger: "Wir wussten um die Schwere der Aufgabe, es ging ja für unseren Gastgeber um die Meisterschaft, die er sich durch diesen Sieg - und auch aufgrund einer herausragenden Saisonleistung - auch verdient sichern konnte. Für uns geht es nun gegen Trabitz um alles, wir wollen und müssen alles auf dem Platz lassen, um den Umweg Relegation noch abwenden zu können. Sollten wir dennoch in Entscheidungsspiele gehen müssen, wir haben da Erfahrung, doch wie gesagt - wir werden alles dafür tun, um den direkten Klassenerhalt noch zu schaffen."

Tore: 1:0 Matthias Förster (16.), 2:0 Tim Schmiedl (53.), 3:0 Nicolas Bauer (80.) - Schiedsrichter: Adrian Zwickert - Zuschauer: 216

Die Gäste aus Reuth wurden ihrer Rolle als "Zünglein an der Waage" gerecht und sollten nach dem Unentschieden in Grafenwöhr nun mit dem am Ende gerechten Remis beim Tabellenzweiten in Trabitz den Ausgang des Kampfes um die Aufstiegsplätze und auch die Meisterschaft tatsächlich beeinflussen. Eine kämpferisch überzeugende Vorstellung der Elf des Trainerduos Wildenauer/Bächer machte dem Favoriten das Leben schwer, in einer Druckphase zum Spielende hin sollte der SpVgg durch einen Freistoßtreffer von Miro Spirek zumindest noch der Gleichstand gelingen, der aber nicht mehr reichte, um die Beantwortung nach dem Meister bis zum letzten Spieltag offen zu halten.

SpVgg-Coach Thomas Baier: "Reuth hat sich durch ihr kämpferisches Engagement den Punkt verdient. Unser Team wollte den Sieg, speziell zum Schluss des Spiels hatten wir gute Einschussmöglichkeiten, aber der TSV-Torwart oder ein Reuther Abwehrspieler konnten bravourös klären. Glückwunsch an Auerbach zur Meisterschaft."

Gästespielertrainer Tom Wildenauer: "Zuerst einmal Glückwunsch an den SV 08 Auerbach zur Meisterschaft. Wir waren heute wieder der unangenehme Gegner und haben dem nächsten Spitzenteam Paroli geboten. Mit der heute gezeigten Leistung sind wir sehr zufrieden und können positiv in die letzte Woche starten."

Tore: 0:1 David Kreinhöfner (25.), 1:1 Dominik Zawal (28.), 1:2 Michael Sonnberger (57.), 2:2 Miroslav Spirek (81.) - Schiedsrichter: Sebastian Weber - Zuschauer: 128