
28 Spiele - saisonübergreifend - war die SpVgg Trabitz (2./20) nicht mehr bezwungen worden. Nun "erwischte" es den Liganeuling beim Spitzenspiel in Auerbach das erste Mal wieder. Das 3:0 ließ die Maier-Schützlinge (1./22) nun nicht nur die Tabellenspitze erklimmen, sondern auch zum großen Gewinner des neunten Spieltags avancieren. Denn im Verfolgerduell zwischen der SV Grafenwöhr (4./17) und dem TSV Eslarn (3./17) gab es keinen Sieger, sodass der Vorsprung der Bergstädter zu diesen beiden Teams auf fünf Punkte angewachsen ist.
Wie im oberen Tabellendrittel, standen auch im Tabellenkeller zwei äußerst interessante Partien auf dem Programm, in denen lebenswichtiges Punktegut zu vergeben waren. Die beiden Sieger heißen FC Vorbach (9./11 - 3:1 im Derby gegen "Dumba") und SC Eschenbach (12./8 - 6:3 im ultimativen Abstiegsduell in Kohlberg), sie konnten sich damit etwas Luft verschaffen im Buhlen ums Dasein in der Liga. Über den beiden Verlierern bleiben die Wolken dagegen dunkel, vor allem für den SV Kohlberg (14./3) ist die Lage aktuell mehr als ernst.
Nach dem Desaster von Auerbach hatte man beim ASV auf eine Reaktion gehofft in dieser Partie, die die Gäste durch einen späten Treffer für sich entschieden. FuPa überlässt den beiden Übungsleitern die Zusammenfassung der insgesamt 92 Minuten, in der sie ausführlich beschreiben, warum sie unterschiedlicher Meinung sind bei der Bewertung des Spielverlaufs und des Ergebnisses:
"Eine absolut unnötige Niederlage heute. Auch wenn der Gästetrainer das anders sieht, aber da frage ich mich dann, warum. In Halbzeit 1 haben wir gemerkt, dass wir das neue System noch nicht verinnerlicht haben, spätestens nach dem Ausgleich waren wir klar das bessere Team. Davor - in Halbzeit 1 - klar, Kulmain stark, haben noch zwei, drei gute Chancen, wo wir noch mehr Gegentore fangen können, dann wäre der Ofen wahrscheinlich aus gewesen. Die machen aber die Dinger nicht, wir machen das 1:1 und haben danach gefühlt 70 Prozent Ballbesitz. Dabei fehlte allerdings dem finalen Ball die Genauigkeit und dann war uns heute einfach auch das Glück nicht hold. Die zwei Chancen des Gegners nach der Pause sind passiert, weil unsere Abwehr ausgerutscht ist, so fällt auch das 3:2, weil unser Innenverteidiger ausrutscht. Wenn das nicht passiert, dann geht´s 2:2 aus. Es sind halt einfach Kleinigkeiten, die die Spiele entscheiden. Es einfach extrem bitter für uns heute, dass wir uns für den betriebenden Aufwand nicht belohnen konnten. Wir haben sicher keine gute erste Hälfte gespielt, dabei muss ich meine Jungs aber dafür loben, dass sie sich nach dem Rückstand nicht haben hängen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das Spiel kontrolliert, waren die bessere Mannschaft und haben nach dem 2:2 auf den Siegtreffer gedrängt, die Jungs wollten unbedingt einen Dreier mitnehmen. Dass dann das 2:3 unglücklich fällt, tut weh, ist aber aktuell einfach typisch dafür, dass - wenn du aktuell eine solche Phase durchlebst - Fortuna nicht unbedingt auf deiner Seite ist. Ein Unentschieden wäre aus meiner Sicht das gerechte Ergebnis gewesen, weil nach der Pause von Kulmain nicht mehr viel kam. Wir müssen lernen, die Bälle sauberer zu spielen, auch cleverer zu sein, um den Punkt mitzunehmen. Wie in Grafenwöhr haben wir in der Schlußphase Zählbares verschenkt und das summiert sich halt dann. Für mich war wichtig, dass die Einstellung heute gestimmt hat und auch das neue Spielsystem nach der Pause verinnerlicht wurde. Aber - dafür muss ich mich halt auch belohnen. Deshalb eine absolut unnötige Niederlage", so ASV-Chefanweiser Michael Kaufmann.
"Ein mehr als hochverdienter Sieg für uns, auch wenn er natürlich glücklich aussieht, wenn der Siegtreffer erst in der 90. Minute fällt. Den Vorwurf, dass wir das Ding nicht schon zur Pause entschieden haben - wir laufen vier oder fünf Mal alleine auf den Torwart zu - muss sich meine Mannschaft gefallen lassen. Ein Tor war da einfach zu wenig, da müssen wir mit 4:1 führen und der Deckel muss drauf sein. Wir machen also die Tore nicht, kriegen dann nach einem Standard den Ausgleich, der Wirkung gezeigt hat. Dann liegen wir sogar zurück kurz nach dem Wechsel nach einem individuellen Fehler, wo wir bei 1 gegen 1 schlecht aussehen und der Torschütze das Ding ins kurze Eck reinhaut. In dieser Phase hatten wir zu kämpfen, hatten aber dennoch gute Chancen dabei. Wir machen endlich dann das 2:2 und kurz vor Schluß dann das 3:2. Ich sage auch deshalb ein verdienter Sieg, weil Haidenaab vielleicht drei Torschüsse hatte - davon waren zwei drin - und wir laufen sechs oder sieben Mal im ganzen Spiel alleine auf den Tormann zu und bringen die Kugel nicht rein. Ein Beweis dafür ist auch der FuPa-Liveticker, der diese Großchancen für uns alle aufgelistet und beschrieben hat. Die Probleme in der Chancenverwertung tun uns momentan tatsächlich ein wenig weh. Also ein hochverdienter Dreier für uns, nun müssen wir schauen, dass wir dranbleiben", so ein sehr zufriedener Gästetrainer Oliver Drechsler.
Tore: 0:1 Oleg Skydan (12.), 1:1 Pascal Steeger (41.), 2:1 Michael Lehner (48.), 2:2 Oleg Skydan (61.), 2:3 Julian Lautner (90.) - Schiedsrichter: Johannes Franz - Zuschauer: 250
Besser hätte der FC der Kirwastimmung einen zusätzlichen Schub nicht geben können, als mit dem dritten Dreier in Folge, der die Schäffler-Elf langsam aber sicher ins vordere Tabellendrittel hochhievt. Ein früher Führungstreffer - Christofer Neukam lochte assistiert von Sven Kopp nach einer Viertelstunde ein - und eine Rote Karte für die Gäste schienen die Zeichen schon frühzeitig auf Sieg zu stellen. Doch die Gäste wehrten sich nach Kräften und hatten vor allem nach dem Seitenwechsel den Ausgleich im Auge. Letztlich zog ihnen der vorentscheidende Treffer Sven Kopps nach etwas mehr als einer Stunde endgültig den Stecker. Den Schlußpunkt setzen durfte der nach 70 Minuten eingewechselte Kapitän Michael Diepold, der nach Vorarbeit Patrick Dittners sein zweites Saisontor markierte. Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Partien ist die Steinwaldelf nun erst einmal in die zweite Tabellenhälfte zurückgefallen.
"Der dritte Schäffler-Sieg in Folge und das zur Kirchweih - in Tremmersdorf kehrt wieder Optimismus ein. Das frühe 1:0 und der berechtigte Platzverweis brachten beim FCT zwar Sicherheit ins Spiel, die volle Spielkontrolle war dadurch jedoch noch nicht gegeben. Erbendorf konnte vor allem zu Beginn von Halbzeit 2 immer wieder Nadelstiche setzen. Erst das 2:0 durch Sven Kopp brach den Widerstand der Gäste aus Erbendorf. Letztlich war es am Ende ein verdienter Sieg, wodurch der FCT wieder einige Plätze in der Tabelle gutmachen konnte. Dem Erbendorfer Coach Benny Scheidler wünschen wir hinsichtlich seiner Verletzung infolge eines Pressschlags eine baldige Rückkehr auf den Platz", so der Vereinsvorsitzende des FC, Wolfgang Seitz.
"Heute ging einfach nichts zusammen, wir waren zwar immer wieder bemüht, aber im letzten Drittel sind wir aktuell einfach nicht zwingend genug. Wir müssen jetzt schnellstmöglich versuchen, den Schalter wieder umzulegen und zu unseren Stärken zurückfinden. Glückwunsch an Tremmersdorf, die das Spiel verdient gewonnen haben", sagte Gästespielercoach Benny Scheidler.
Tore: 1:0 Christofer Neukam (15.), 2:0 Sven Kopp (63.), 3:0 Michael Diepold (79.) - Schiedsrichter: Kilian Pfanzelt - Zuschauer: 250 - Platzverweis: Rot für Christian Häupl (29./Erbendorf).
Mit diesem Heimsieg im Spitzenspiel übernahmen die Bergstädter die Tabellenführung lösten ihren Gast auf dem "Platz an der Sonne" ab. Nach einer ersten Spielhälfte, in der das Motto "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste" großgeschrieben wurde - keiner wollte einen Fehler machen - nahm die Partie nach dem Pausentee an Fahrt auf. Zwei Kopfballtore von Matthias Förster sorgten für eine schon richtungsweisende 2:0-Führung für den SVA, der das Match fortan im Griff hatte, während sich die Gäste den ein oder anderen Fehler leisteten. Den Schlußpunkt setzte schließlich Cengiz Izmire, der zehn Minuten nach seiner Einwechslung auf ein deutliches 3:0 stellte.
"Der Sieg fühlt sich natürlich sehr sehr gut an. Die Mannschaft hat dafür auch sehr viel getan und hat alles reingehauen und hat sich den Dreier auch redlich verdient. Nach einer eher von gegenseitigem Abtasten geprägten ersten Hälfte haben wir uns nach der Pause gesteigert und - wie gesagt - verdient das Spiel gewonnen. Natürlich hatten wir anfangs ein wenig Respekt vor Trabitz - die standen ja nicht umsonst ganz oben - im Laufe des Spiels konnten wir das aber immer mehr ablegen. Wichtig war, dass wir das erste Tor machten, danach haben wir´s spielerisch auch sehr sehr gut gemacht und haben auch immer weniger zugelassen", so der Auerbacher Coach Daniel Maier.
"Obwohl wir in der ersten Hälfte mehr Spielanteile besaßen - der Gegner vereitelte dabei eine Großchance auf der Linie - gelang uns kein Tor. Nach der Pause brachte uns ein Freistoß in Rückstand, unglückliche Aktionen besiegelten danach das Endergebnis. Am Ende steht ein nicht unverdienter Sieg von Auerbach. Jetzt heißt es, Mund abwischen und weitermachen! Der Blick geht nach vorn", so Gästetrainer Thomas Baier.
Tore: 1:0 und 2:0 Matthias Förster (50./55.), 3:0 Cengiz Izmire (77.) - Schiedsrichter: Dominik Werner - Zuschauer: 300 - Platzverweis: Gelb-Rot für Florian Träger (86./Trabitz), Zeitstrafen für Dominik Zawal (90./Trabitz) und Matthias Förster (90./Auerbach).
Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis das Verfolgerduell so richtig an Fahrt aufnahm, sicherlich trug das erste Tor - die Gäste erzielten es nach einem Konterangriff - seinen Teil dazu bei. Die Heimelf antwortete sofort wütend und kam per Strafstoß nur wenig später dann auch zum Gleichstand. In Folge lag das Chancenplus auf Seiten der Bafra-Elf, wenngleich die Gäste von der Landesgrenze stets gefährlich blieben. Am Ende stand ein Unentschieden auf der Anzeigetafel, über das sich die Rackl-Crew sicherlich mehr freuen konnte, als die Heimelf.
"Eslarn hat sich dann den Punkt irgendwann mal verdient, denn sie haben diszipliniert verteidigt. Wir haben erneut aus unseren vielen Chancen zu wenig Kapital geschlagen. Wir hatten viel Ballbesitz, spielten aber dennoch viele unsaubere Bälle. Es ist schade, da wir mit einem Sieg den Anschluß an die Spitze hätten halten können. Aber es gibt solche Tage. Meinen Jungs muss ich den Vorwurf machen, im letzten Drittel nicht konsequent genug gewesen zu sein und nicht die Gier hatte, den Ball einfach ins Tor zu schiessen. Natürlich sind wir ein wenig enttäuscht, obwohl wir Eslarn dominiert haben, ist am Ende zu wenig dabei rübergekommen. Hoffen wir, dass wir in Reuth am kommenden Wochenende wieder einen Dreier holen können", so SVG-Übungsleiter Bobby Bafra.
"Unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden, so meine ich. In der ersten Hälfte hatte Grafenwöhr sicherlich die besseren Chancen. Doch unser Teamgeist und der kämpferische Wille haben dafür gesorgt, dass wir das Spiel stets auf Augenhöhe halten konnten. Auch wenn Grafenwöhr uns teilweise unter Druck gesetzt hat, konnten wir das stets gut lösen und Nadelstiche setzen. Schade, dass uns der Lucky Punch am Ende verwehrt blieb. Ein grosses Lob an meine Mannschaft, die über 90 Minuten für den Punktgewinn gefightet hat", so ein sehr zufriedener Gästespielertrainer Peter Rackl.
Tore: 0:1 Daniel Bäumler (30.), 1:1 Alexander Dobmann (37./Strafstoß) - Schiedsrichter: Matthias Ehlich - Zuschauer: 150 - Zeitstrafe für Timo Bachmeier (85./Grafenwöhr).
Fast eine Stunde lang setzte die neuformierte Heimelf die Akzente in dieser Partie und lag folgerichtig mit 2:0 in Front. Die Gäste taten sich lange schwer, bekamen erst gegen Mitte des zweiten Spielabschnitts Zugriff zu Spiel und Gegner, glichen dann aber durch einen Doppelschlag innerhalt weniger Minuten gleich aus. Ja, in Folge übernahm der TSV dann deutlich die Spielführung und schien nach dem Führungstreffer in der 73. Minute gar auf die Siegerstrasse eingebogen. Doch der VfB gab nicht auf, kam durch einen Strafstoß nach Handspiel noch zum 3:3 und belohnte sich zumindest mit einem Teilerfolg für die couragierte Vostellung bis hinein in die zweite Spielhälfte.
"In der ersten Halbzeit konnten wir uns einige gute Chancen erarbeiten und gingen verdient in Führung. Kurz vor dem Gegentor verloren wir jedoch unsere Ordnung und Konzentration, was Reuth konsequent mit drei Treffern ausnutzte und damit das Spiel vollständig drehte. Die Punkteteilung geht insgesamt in Ordnung, und beide Mannschaften können mit dem Ergebnis zufrieden sein", so VfB-Spielertrainer Manuel Funk.
"Rothenstadt war uns in der ersten Halbzeit in Leidenschaft und Aggressivität eine Nase voraus. Wir konnten keine Ruhe ins Spiel bringen. Die erste klare Torchancen hatten wir, als Dani Weigl frei gespielt worden war und alleine halbrechts vor dem Tor stand. Danach verflachte unserer Spiel und wir haben immer mehr wichtige Zweikämpfe verloren. Nach einer Standardsituation gerieten wir dann in Rückstand. Nach der Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen, aber es kam erstmal anders. Im Aufbauspiel leisteten wir uns einen krassen Fehlpass, postwendend lief der Konter und wir waren 0:2 im Rückstand. Wir haben dann unser System umgestellt und offensiver argiert. Dies zahlte sich schnell aus, der Anschlusstreffer und der Ausgleich fielen innerhalb fünf Minuten. Dann waren wir die bessere Mannschaft und sind sogar noch in Führung gegangen. Durch einen Handelfmeter glich Rothenstadt noch aus", so die Zusammenfassung von Gästespielercoach Tom Wildenauer.
Tore: 1:0 Eduard Lenz (25.), 2:0 Julian Rost (51.), 2:1 Justus Bader (59.), 2:2 Yannick Schieder (62.), 2:3 Frank Eckl (73.), 3:3 Alexander Funk (77./Strafstoß) - Schiedsrichter: Leon Anzer - Zuschauer: 120
In einem Nachbarderby vor beeindruckender Zuschauerkulisse behielt die Heimelf verdient die Oberhand und holte wichtige Zähler, um sich in einer engen Kreisliga etwas Luft zu verschaffen. Per Flugkopfball brachte Nico Lautner seine Farben nach einer halben Stunde in Front, ein Doppelschlag Lukas Barthelmann kurz vor und kurz nach dem Seitenwechsel stellten die Zeichen für den FC schon auf Sieg. Die Gäste bliesen nach dem Anschlußtreffer in der Schlußphase in Überzahl zur Schlußoffensive, ohne jedoch dieses Nachbarduell noch einmal spannend machen zu können.
"Meiner Meinung nach auf jeden Fall ein verdienter Sieg von uns. Nur hinten raus, nach der Gelb-Roten Karte - es gab zudem Elfmeter, der das 3:1 zur Folge hatte - mussten wir kurz zittern. Kirchenthumbach hatte keine klaren Chancen aus dem Spiel heraus, die größte Gefahr ging von ihren Standards aus. Bei uns merkte man, dass einige Leistungsträger wieder dabei waren. Vor allem das Debüt von Christoph Fischer nach über einem Jahr war sehr wichtig für uns. Nicht nur kämpferisch, sondern auch fußballerisch war es eine gute Leistung von meiner Mannschaft. Erfreulich war auch, dass es ein faires Derby war, obwohl es für beide Mannschaften um viel ging. Trotzdem haben wir noch nichts erreicht. Nächste Woche in Eschenbach steht das nächste Derby vor der Tür und dort wollen wir natürlich wieder punkten", sagte Peter Schramm, der Coach des FCV.
"Wir machen uns durch individuelle Fehler vor den Gegentoren das Leben selbst schwer. Da die Vorbacher genau diese Fehler mit ihrem Spiel auch erzwungen haben, geht das Ergebnis schon in Ordnung. Nächste Woche greifen wir wieder an und werden den nächsten Versuch starten, den dritten Saisonsieg einzufahren“, so der Sportliche Leiter der Gäste, Marcel Lohner.
Tore: 1:0 Nico Lautner (30.), 2:0 und 3:0 (45.+1/56.), 3:1 Yannick Gutte (80.) - Schiedsrichter: Stefan Linß - Zuschauer: 320 - Platzverweis: Gelb-Rot für Lukas Barthelmann (80./Vorbach)
Neun Tore sahen die Fans in diesem Kellerduell, welches die Gäste nach einer verdienten 2:0-Pausenführung per Schlußspurt noch mit 6:3 für sich entschieden. Während der SCE ab der ersten Minute hochkonzentriert ans Werk ging und bis zum Seitenwechsel deutlich die Szenerie beherrschte, enttäuschte der Gastgeber zunächst doch stark. Aus der Kabine war der SVK dann allerdings stark verbessert zurückgekommen, markierte den Anschluß und steckte auch das fast im Gegenzug fallende 1:3 weg. Zwei Treffer des an diesem Tag drei Mal einlochenden Kapitäns Dominik Bredow führten tatsächlich zum Ausgleich, das Blatt schien sich nun zu wenden. Doch dann erlaubte sich die Heimelf in den finalen zehn Minuten eine Reihe verhängnisvoller Aussetzer, die die Rußweiherstädter humorlos zum so wichtigen Auswärtsdreier nutzten. SVK-Coach Lukas Emmerich lässt den Spielverlauf sehr emotional noch einmal Revue passieren:
"Dieses Spiel war für uns mehr, als das eines gewöhnlichen Spieltags. Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten endlich ein Zeichen setzen - für uns, für die Tabelle, für den Klassenerhalt. Doch was folgte, war ein herber Dämpfer. Dabei haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen. Wir fanden keinen Zugriff, kein Tempo, keine Struktur. Es war, als wären wir gar nicht richtig auf dem Platz - zu passiv, zu zaghaft. Dass es zur Pause „nur“ 0:2 stand, war fast schon schmeichelhaft. In der zweiten Halbzeit dann ein ganz anderes Gesicht: Mit einer Systemumstellung und zwei frischen Kräften auf dem Feld kamen wir zurück. Plötzlich war da Kampfgeist, Wille, Leidenschaft. Wir waren zu dem Zeitpunkt die klar bessere Mannschaft, belohnten uns mit dem verdienten Ausgleich zum 3:3. Es schien, als könnten wir das Spiel noch drehen. Doch dann passierten sie - drei schwere Fehler, die uns das Genick brachen. Missverständnisse, Unkonzentriertheiten, Abstimmungsprobleme zwischen Torhüter und Abwehr. Drei Gegentore, die uns den Stecker zogen und wir damit das Spiel endgültig aus der Hand gaben. Glückwunsch an den SC Eschenbach, der unsere Fehler gnadenlos bestrafte. Am Ende steht eine bittere, aber verdiente Niederlage. Wir stehen nun abgeschlagen auf dem letzten Tabellemplatz und müssen wohl oder übel dem drohenden Abstieg ins Gesicht schauen", so der Kohlberger Übungsleiter.
"In der ersten Halbzeit haben wir völlig verdient 2:0 geführt. In der zweiten Halbzeit haben wir Kohlberg völlig unnötig auf 3:3 ausgleichen lassen. Dann allerdings besaßen wir diesmal notwendige Spielglück, aber auch den Glauben an uns und konnten das Spiel noch auf unsere Seite drehen. Im Großen und Ganzen trotzdem ein verdienter und vor allem wichtiger Auswärtsdreier", so Gästetrainer Muhammet Dal.
Tore: 0:1 Manuel Bitterer (6.), 0:2 Julius Richter (8.), 1:2 Dominik Bredow (61.), 1:3 Valentin Schieder (62.), 2:3 Dominik Bredow (66./Strafstoß), 3:3 Dominik Bredow (74.), 3:4 Valentin Schieder (84.), 3:5 Hendrik Reindl (86.), 3:6 Timo Adler (90.+2) - Schiedsrichter: Christoph Spöth - Zuschauer: 100
