
So spannend war‘s schon lange nicht mehr in der Kreisliga 2 – oben wie unten in der Tabelle. Während der TSV Allershausen den gerade erst eingenommenen Platz an der Sonne behalten will, geht’s für den TSV Nandlstadt fast schon ums nackte Überleben.
TSV Allershausen – BC Attaching (Samstag, 15 Uhr). Und plötzlich grüßt eine Ampertaler Mannschaft von ganz oben: Während die Allershauser Fußballer seit Wochen konstant ihre Leistung abliefern, patzte der FC Finsing zuletzt mehrmals – und spülte den TSV so auf Platz eins. „Wir müssen das erst realisieren“, blickt Abteilungsleiter Philipp Jordan zurück aufs Wochenende. „Aber wir freuen uns natürlich.“ Was nicht heiße, dass die TSVler groß gefeiert hätten. Vielmehr gelte es nun, die Tabellenführung auch zu verteidigen.
Dass dies kein Spaziergang wird, dessen sind sich die Ampertaler bewusst. Zumal schon in einer Woche das direkte Duell mit Kranzberg wartet. Doch jetzt geht’s erst mal gegen die gut aufgelegten Attachinger. „Und wir wissen, dass die seit der Winterpause ungeschlagen sind“, warnt Jordan. Sowohl Finsing als auch Kranzberg konnte der BCA Punkte abknöpfen. „Das ist eine zweikampf- und abwehrstarke Mannschaft“, so Philipp Jordan. „Sie haben letztes Jahr in der Bezirksliga gespielt und wissen, wie es geht.“ Personell ist die Lage am Amperknie unverändert: Domenik Baller und Maciej Machi fehlen bis zum Saisonende, ansonsten hat Coach Michael Stiller alle Mann an Bord.
Anders als Attachings Coach Stephan Fürst, der vor dem Gastspiel beim Primus eventuell zum Experimentieren gezwungen sein wird. Zu viele Spieler fehlen oder sind angeschlagen. Abwehrchef Daniele Chezzi ist weiterhin gesperrt, ansonsten stehen hinter dem Einsatz von Jonas Sittenauer, Niko Franke und Thomas Vogl ganz dicke Fragezeichen.
Dennoch: Der Ansporn in der Vorstadt ist groß. Aber nicht unbedingt, um den Tabellenführer zu ärgern. „Wir wollen so lange ungeschlagen bleiben, wie’s geht“, gibt der Trainer vor. Seit der Winterpause haben die Rot-Schwarzen kein Spiel mehr verloren, was auch daran liegt, dass der BC Attaching aktuell nur wenig Gegentore zulässt. Dafür hat der Tabellenvierte mit nur 27 Treffern aber auch die wenigsten Tore aller Teams aus der oberen Tabellenhälfte geschossen. „Da müssen wir effektiver werden“, gesteht Stephan Fürst.
TSV Nandlstadt – FC Moosburg (Sonntag, 15 Uhr). Mit dem Rücken zur Wand stehen indes die Holledauer Kicker, die eigentlich gewinnen müssen, um überhaupt noch den Anschluss an die Relegationsränge zu wahren. „Da brauchen wir nicht lange rumreden“, sagt Abteilungsleiter Sebastian Löffler. „Ein Sieg ist Pflicht.“
Den direkten Klassenerhalt haben die Nandlstädter fast schon abgeschrieben. Das jüngste 3:3 gegen Wartenberg war beinahe schon symptomatisch, als der TSV bis zur letzten Sekunde führte, ehe Wartenberg noch zum Ausgleich traf. Was aktuell fehlt? Vorne sind die Nandlstädter eigentlich immer für ein Tor gut, „hinten müssen wir aber stabiler stehen“, so Löffler. Mit ausschlaggebend war sicher auch, dass Trainer Andreas Buchberger sieben Spiele wegen einer Sperre gefehlt hat. Seit letzter Woche ist er aber zurück. Dafür fehlt nun Tobias Betz in der Viererkette.
Und in Moosburg? Hoffen sie zum einen auf den ersten Auswärtssieg. Und zum anderen darauf, sich mit einem erneuten Dreier weiter abzusetzen. „Unser Ziel ist nach wie vor, die Klasse direkt zu halten“, gibt Spielertrainer Flo Bittner vor. Personell hat der Coach keine großen Ausfälle und kann seine Elf auf den Gegner ausrichten.