Druckvoll nach vorne spielen – wie hier im Test gegen FC Ingolstadt 04 II – will der ASV Cham auch zum Saisonauftakt gegen den ATSV Erlangen.
Druckvoll nach vorne spielen – wie hier im Test gegen FC Ingolstadt 04 II – will der ASV Cham auch zum Saisonauftakt gegen den ATSV Erlangen. – Foto: Simon Tschannerl

Cham trifft gleich auf einen Favoriten

ASV-Trainer Christian Ranzinger kündigt ATSV Erlangen einen heißen Kampf an. Mit der Vorbereitung ist er zufrieden.

Über neun Monate ist es jetzt her, dass der ASV Cham vor eigenem Anhang zum letzten Mal einen Pflichtspielauftritt hatte. Genauer gesagt war es der 10. Oktober 2020, als der FC Viktoria Kahl in der Kreisstadt zu Gast war. Am heutigen Samstagnachmittag ist es nun wieder soweit. Der Saisonauftakt und das erste Bayernliga-Heimspiel steht für die Rot-Weißen wieder auf dem Programm. Mit dem ATSV Erlangen gibt dabei gleich am ersten Spieltag ein neben der DJK Vilzing heißer Anwärter auf die Meisterschaft, seine Visitenkarte im Kappenberger Sportzentrum ab (Anstoß 16 Uhr).

Insgesamt sieben Wochen Vorbereitung liegen nach der langen Corona-bedingten Pause schon wieder hinter dem ASV Cham, dessen Gesicht sich nach dem Aufstieg vor zwei Jahren schon etwas verändert hat. Auf der Kommandobrücke haben jetzt nicht mehr Andreas Lengsfeld oder Rüdiger Fuhrmann das Sagen, sondern die beiden neuen und gleichberechtigten Trainer Josef Holler und Christian Ranzinger. Den Posten des sogenannten Co-Trainers gibt es also beim ASV Cham in der neuen Saison nicht mehr. Insgesamt fünf Spieler haben die Rot-Weißen mittlerweile verlassen. Tobias Kordick und Mario Kufner haben sich dem Stadtrivalen aus Vilzing angeschlossen. Stefan Meyer hat beim TV Schierling als Spielertrainer angeheuert. Michal Hvezda folgte dem Ruf aus Bad Kötzting. Und Kamil Hein spielt nun beim Landesligaaufsteiger TSV Neutraubling.

Jürgen Kreipl, Chams neuer Sportlicher Leiter, konnte aber mit einigen hoffnungsvollen Neuzugängen sowie den vier aus der eigenen U19 nachrückenden Youngstern den Kader – zusammen mit dem Trainergespann – wieder konkurrenzfähig zusammenstellen. Vom TB 03 Roding schlossen sich mit Abwehrspieler Daniel Ettl und Angreifer Dustin Weikl zwei umworbene Landkreistalente an. Dennis Edenhofer (SpVgg Ruhmannsfelden) und Christof Ostermayr (ASV Burglengenfeld), beide Offensivkräfte, sind ebenfalls neu. Leon Reisinger, der Sohn von Willi Reisinger, sowie Kilian Bücherl, Benedikt Laumer und Jeremias Burkhardt heißen die vier Nachrücker aus der eigenen Heldenschmiede.

Um nach der langen Pause genügend Spielpraxis sammeln zu können, wurden insgesamt sechs Vorbereitungsspiele absolviert, in denen es nur gegen Landes-, Bayern- oder Regionalligisten ging. „Mit der Vorbereitung, in der es natürlich wie jedes Jahr Höhen und Tiefen zu sehen gab, waren wir grundsätzlich zufrieden. Wichtig war, das wir von Woche zu Woche Fortschritte sehen konnten und wir keine Schwerverletzten zu vermelden hatten. Dass der ATSV Erlangen aufgrund ihrer namhaften Neuzugänge hohe Qualität in seinen Reihen hat, ist unbestritten. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um den Erlangern einen heißen Kampf zu liefern“, so Chams Trainer Christian Ranzinger vor dem Match gegen die Mittelfranken.

Aufrufe: 023.7.2021, 15:30 Uhr
Martin KetterlAutor

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