– Foto: Stefan Ritzinger

Steinach im Abstiegskampf: Heiß zieht die Reißleine

A-Lizenz-Inhaber beendet nach nur fünf Monaten sein Engagement beim kriselnden Straubinger Kreisligisten +++ Co-Spielertrainer Daniel Färber übernimmt vorerst

Der ASV Steinach zählt in dieser Spielzeit zu den Negativüberraschungen der Kreisliga Straubing. Die vor der Saison durchaus als Aufstiegsmitfavorit eingeschätzten Straubinger Vorstädter belegen nach elf Spieltagen allerdings lediglich Rang elf, der am Ende den Gang in die Abstiegsrelegation zur Folge hätte. Nun hat der erst vor der Saison installierte Übungsleiter Markus Heiß (38) nach nur knapp fünf Monaten seinen Rücktritt beim ehemaligen Bezirksoberligisten erklärt. Damit zieht der A-Lizenz-Inhaber die Konsequenzen aus dem bislang enttäuschenden Saisonverlauf, in dem Dietl, Bosl, Rohrmüller und Co. erst zwei Siege einfahren konnten. Tiefpunkt war die blamable 0:3-Niederlage bei Schlusslicht SV Perkam am vergangenen Sonntag - bereits das sechste Match in Serie ohne Sieg.

"Durch die negativen Ergebnisse der letzten Wochen habe ich mich dazu entschlossen, mein Amt als Trainer zur Verfügung zu stellen. Leider hat uns durch die vielen Verletzungen ein wenig die Cleverness und Abgebrühtheit vor dem gegnerischen Tor gefehlt. Durch die vielen Unentschieden haben wir viel zu viele Punkte leichtfertig liegen gelassen. Ich wünsche dem Verein und vor allem der Mannschaft alles Gute und hoffe, dass sie schnellstmöglich da unten wieder rauskommt", erklärt der langjährige Leiter des BFV-Stützpunkts Straubing, der zuletzt als Co-Trainer beim FC Dingolfing tätig war und zuvor den SV Sallach und den DJK-SV Leiblfing coachte.


Daniel: »Ich hoffe, dass dieser Weckruf von Markus den letzten im kompletten Verein aufgeweckt hat und jeder erkennt, in welch einer gefährlichen Situation wir uns befinden.«


Der ASV Steinach muss sich nun also schon wieder um einen neuen Trainer umsehen. "Hinter jeder Trainerverpflichtung steht auch immer etwas Strategisches mit mittel- bzw. langfristiger Planung. Mit Markus wussten wir, was wir menschlich und fachlich bekommen und waren der festen Überzeugung, dass er der Richtige ist für unseren Umbruch. Wir bedauern seinen Rücktritt sehr, da wir bis zum Schluss hinter ihm standen und wir der Meinung waren, dass wir mit ihm den negativen Trend stoppen könnten. Trotzdem hoffe ich nun, dass dieser Weckruf von Markus den letzten im kompletten Verein aufgeweckt hat und jeder erkennt, in welch einer gefährlichen Situation wir uns befinden und innerhalb der Mannschaft eine "Jetzt erst Recht"-Reaktion - auch aus Respekt Markus gegenüber - stattfindet. Der gesamte Verein wünscht Markus und seiner Familie für die Zukunft alles Gute und sagt herzlichen Dank für sein Engagement", gibt der sportliche Leiter Matthias Daniel zu Protokoll.


Bei der Nachfolge vertraut der Verein vorübergehend auf eine interne Lösung: Co-Spielertrainer Daniel Färber übernimmt ab sofort das Zepter. "Um uns auf die sehr wichtige Suche der Trainernachfolge zu konzentrieren und uns etwas Zeit zu verschaffen, übernimmt Daniel vorerst den Posten des Cheftrainers der ersten Mannschaft", informiert Daniel.


Daniel Färber (links) fungiert ab sofort interimsmäßig als Chefcoach.
Daniel Färber (links) fungiert ab sofort interimsmäßig als Chefcoach. – Foto: Stefan Ritzinger


Am kommenden Sonntag erwarten die ASVler mit dem nur zwei Punkte schlechter postierten SV Prackenbach einen direkten Konkurrenten zum richtungsweisenden Kellerduell. "Spätestens jetzt sollte jeder verstanden haben, in welcher Situation wir sind. Wir müssen Tugenden zeigen, die man im Abstiegskampf braucht, um gegen Prackenbach punkten zu können", nimmt Matthias Daniel seine Mannschaft in die Pflicht.

Aufrufe: 06.10.2021, 11:47 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor

Verlinkte Inhalte