
MSV Düsseldorf - ASV Mettmann. Der Tabellenfünfte beim Spitzenreiter der Bezirksliga, Gruppe 1, zu Gast. Vor drei Wochen hätte die Partie – Sonntag 15.30 Uhr, Sportplatz Heidelberger Straße in Eller – noch die Bezeichnung „Top-Spiel“ verdient gehabt. Aus Sicht des Gastgebers sowieso, denn der führt recht souverän das Tableau an. Aber auch der ASV durfte sich, bei fünf Punkten Rückstand auf Relegationsplatz zwei, Hoffnungen auf den Aufstieg machen.
Nach den zwei 1:3-Heimpleiten gegen Uedesheim und Bayer Dormagen hat sich die Situation jedoch grundlegend verändert. Der Abstand zum aktuellen Zweiten, TSV Eller 04, beträgt bereits neun Zähler. Khalid Channig, der schon einmal die A-Junioren des MSV trainierte, ließ die durch drei eigene „Geschenke“ zustande gekommene Niederlage gegen den TSV Bayer im Rahmen der Dienstagabend-Trainingseinheit mit seinen Jungs noch einmal Revue passieren: „Bei uns denkt niemand daran, dass die Saison schon gelaufen sein könnte. Wir werden weiter seriös arbeiten und sonntags die bestmögliche Leistung auf den Platz bringen. Mal sehen, was der Gegner nach seiner 0:1-Niederlage im Spitzenspiel gegen Sparta Bilk anzubieten hat.“
Der Mettmanner Coach ergänzt: „Natürlich treffen wir auf ein personell topbesetztes Team mit viel fußballerischer Qualität. Trainerkollege Goran Tomic wird bestimmt das Hinspiel ansprechen, das trotz numerischer Überzahl, Ampelkarte für Umut Demir nach 33 Minuten, nur knapp mit 2:1 gewonnen wurde.“
Beim ASV stehen Rotsünder Halil Günes und Johannes Erkens (Knieprobleme) nicht zur Verfügung. Der Gegner indes wird hoch motiviert sein. Es droht unverhofft der Abzug von sechs Punkten, da mit Vedin Kulovic zweimal ein Zugang auflief, über dessen Spielberechtigung das Bezirkssportgericht im Nachhinein noch entscheiden muss.
Imad Omairat, der Sportliche Leiter des ASV, betont: „Wir sehen das Spiel gegen den MSV völlig separat, unabhängig vom Tabellenplatz und der letzten Resultate. Unsere Jungs sollen den Beweis antreten, dass sie mit den Klubs von ganz oben mithalten können. Das ist doch Motivation genug.“