2026-05-15T09:36:57.455Z

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ASV Mettmann plant XXL-Umbruch mit Top-Transfers

„Erfahrung, Mentalität und Körperlichkeit“ – so lauten die Anforderungen an den Kader des Mettmanner Bezirksligisten. Zwei Neuzugänge sollen sofort Führungsrollen übernehmen.

von RP / Elmar Rump · Gestern, 22:00 Uhr · 0 Leser
Das Gesicht des ASV Mettmann wird sich verändern.
Das Gesicht des ASV Mettmann wird sich verändern. – Foto: Sascha Köppen

Der Sportliche Leiter Imad Omairat hatte es bereits angedeutet: Zur kommenden Bezirksligasaison steht beim ASV Mettmann ein XXL-Umbruch bevor. Vom derzeitigen Kader werden 14 Spieler nicht mehr dabei sein.

Nur neun Spieler bleiben

Nur mit neun Leuten aus dem aktuellen Kreis hat der Vorstand das Arbeitspapier verlängert. Mit den beiden Torleuten Semih Demirhat und Niklas Wurth sowie den Feldspielern Justus Erkens (Kapitän), Maximilian Eisenbach, Yusuf Kaya, Halil Günes, Umut Demir, Ahmet Tepebas und Toni Markovic. Die Zugänge Ebrahim „Ibo“ Omayrat (1. FC Wülfrath), Khalid El Bazaz (TuS Alsterlagen) und Adriano Campiniello (SSVg Velbert II) wurden bereits kommuniziert. Hinzu kommt Ardian Duraku, der nach zwei Saisons vom SC Rhenania Hochdahl zurückkehrt.

Omairat betont: „Wir werden uns für die nächste Spielzeit bestmöglich aufstellen. Unser Plan ist es, nicht nur das fußballerische Potenzial zu steigern, sondern im Hinblick auf Erfahrung, Mentalität und Körperlichkeit mehr Akzente zu setzen.“ Fußballerische Hochkaräter – dieser Ruf eilt zweifellos Merveil „Teka“ Tekadiomona und Joshua „Bilal“ Sumbunu voraus. Omairat: „Die von uns geforderten Eigenschaften verkörpern Teka und Joshua in besonderem Maße, sie sollten aufgrund ihrer individuellen Qualität zeitnah Führungsfunktion auf dem Platz übernehmen.“

Massive Oberliga-Erfahrung

Insbesondere Tekadiomona bringt viel Erfahrung aus der Oberliga mit, lief zuletzt für den VfL Jüchen-Garzweiler auf. Mit seiner Spielintelligenz, seiner Übersicht und Präsenz auf dem Platz soll der Neue dem ASV im Mittelfeld mehr Struktur und Kreativität verleihen. In der Vergangenheit lief der 29-Jährige für die Düsseldorfer Klubs TV Kalkum-Wittlaer, DSC 99 und SC West sowie später auch für den SC Velbert in der Oberliga auf. Von Herbst 2021 bis Juni 2025 hieß die nächste Station 1. FC Monheim. Beim Oberligisten arbeitete „Teka“ mit dem seinerzeit als Co-Trainer tätigen Khalid Channig zusammen – seinem neuen Chef. Um den besonderen Coup des ASV Mettmann zu unterstreichen: Beim Zugang aus Jüchen sind, Stand heute, 244 Oberliga-Einsätze (!) aufgelistet.

Joshua „Bilal“ Sumbunu blickt ebenfalls auf eine bewegte Fußballer-Karriere zurück. Der Wuppertaler SV, ETB SW Essen, der FC Pesch, MSV Düsseldorf und der SC Velbert standen unter anderem in der Fußball-Vita des Defensivspezialisten, der mit den künftigen Teamkollegen Khalid El Bazaz (beim FC Kosova) und zuvor schon in Velbert mit Maximilian Eisenbach eine gemeinsame Vergangenheit aufweist.

Auch mit seinem neuen Coach traf der 1,90 Meter große Abwehrhüne schon zusammen: In 2023/24 beim FC Kosova Düsseldorf sowie eine Saison danach beim FC Monheim. In der Hinrunde der auslaufenden Saison lief Sumbunu 13-mal für TuRU 80 Düsseldorf auf. Anschließend, nochmals bei Kosova, passte es aber nicht. „Joshua steht für Stabilität, Leidenschaft und Einsatzwille. Er soll unserer Defensive zusätzliche Sicherheit geben“, sagt Omairat.

Ein weiteres sportliches Standbein des 32-Jährigen ist der Indoor-Fußball. In der Halle zählt er zu den prominentesten Spielern in Deutschland. In dieser Kategorie absolvierte Sumbunu früher zeitaufwendige Gastspiele auf internationalem Parkett (unter anderem in England). Seit Kurzem stehen mehr Wettbewerbe in Deutschland an. In der Icon League für „FC Berlin City“ und in der Baller League für die „Käfigtiger“.

Ab Juli gilt der Fokus des Zugangs indes dem ASV. Dort wird der Linksfuß aufgrund seiner persönlichen Ausstrahlung, und seiner Körperlichkeit mit einigen Vorschusslorbeeren empfangen – wie auch der zweite Toptransfer Merveil Tekadiomona. Dazu stellt Imad Omairat noch einmal den Stellenwert des bereits seit acht Spielen (zwei Tore) für die Mettmanner aktiven Ahmet Tepebas (28) heraus: „Ahmet kannten wir ohnehin. Er kommt hier aus der Region und passt mit seiner Torgefährlichkeit, Kreativität und Qualität im letzten Drittel hervorragend in unser Team. Das bewies er schon bei seinen ersten Einsätzen.“ Der Offensivspieler bringt Landesliga-Erfahrung (zuletzt BG Überruhr) mit.