Beim "Knaller" der Runde 21 empfängt der Dritte SV Plößberg (grünes Trikot) den Vierten aus Hirschau.
Beim "Knaller" der Runde 21 empfängt der Dritte SV Plößberg (grünes Trikot) den Vierten aus Hirschau. – Foto: Dagmar Nachtigall

Spitzenspiel im Stiftland: Plößberg prallt auf die Kaoliner

Zwei der mittlerweile vier heißesten Anwärter auf Platz 2 duellieren sich am Samstag. Dabei bietet sich dem gastgebenden Sportverein die Chance, einen Mitstreiter ein wenig abzuschütteln. Als erster Absteiger steht der SV Störnstein schon jetzt fest, er wurde aus der Wertung genommen.

Zu allererst die Information, dass der BFV den SV Störnstein nach dreimaligem Nichtantreten aus der Wertung genommen und diesen mit null Punkten auf den letzten Tabellenplatz gesetzt hat. Somit ist der SVS der erste Absteiger, in welcher Liga er im kommenden Jahr spielen wird, ist noch offen (FuPa berichtete). Alle bereits absolvierten Partien werden nicht gewertet, die Tabelle ist bei BFV und FuPa bereits korrigiert. Für den ein oder anderen Verein kann das bedeuten, dass ihm im schlimmsten Fall sechs Zähler abgezogen wurden. Insgesamt gesehen, bleibt das Tabellenbild aber unverändert, für nahezu kein Team ändert sich die Situation erheblich in negativer Hinsicht.

Schauen wir auf das kommende Wochenende, da hat Plößberg einen Großkampftag: In der den 21. Spieltag eröffnenden Spitzenpartie kreuzt der Sportverein (3./32) mit dem TuS/WE aus Hirschau (4./30) die Klingen. Bei einem Erfolg der Walbert-Männer könnten die zwischen sich und dem Gegner einen Keil von fünf Punkten schieben und sich einen Mitstreiter erst einmal ein wenig vom Leib halten. Die Gäste wollen dies natürlich verhindern, denn bei einem Spiel mehr als der Gastgeber hätten sie dann den Anschluß zunächst verloren.
SV Plößberg - TuS/WE Hirschau (Sa., 15.30 Uhr)

Nachdem die Partie in Dießfurt am vergangenen Wochenende wegen eines Corona-Verdachtsfalles in den eigenen Reihen abgesetzt wurde, hat die Elf von Harald Walbert nun ein Spitzenspiel gegen einen direkten Konkurrenten um "Großes" vor der Brust. Der bangt nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Partien darum, an dem anvisierten Platz 2 dran zu bleiben. So darf man mit einem hochengagierten Spielpartner rechnen, der alles dafür tun wird nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite wollen sich die Mannen um Kapitän Tobias Walter die Möglichkeit nicht entgehen lassen, einem "lästigen" Mitbewerber einen Dämpfer zu versetzen. Dementsprechend wird auch die Marschroute aussehen, die Harald Walbert seinem Team vorgeben wird.

Nichts wurde es mit dem erhofften Heimerfolg gegen den FC Weiden-Ost, die abgeklärte Truppe von Coach Peter Kämpf revanchierte sich auf der Löschenhöhe für die Heimniederlage in der Hinrunde. Eine ärgerliche Niederlage, aber dadurch wird man beim TuS/WE nun sicherlich nicht unruhig werden. Am Samstag geht die Reise nun nach Plößberg, wo man das letzte Punktspiel in diesem verrückten Jahr absolviert. Die Walbert-Truppe war spielfrei am vergangenen Wochenende und will durch einen Erfolg gegen die Kaoliner dranbleiben im Rennen um Platz 2 in der Kreisliga Nord. Wie schwer es in Plößberg werden wird für die Kaoliner unterstreicht der 1:0-Heimsieg des SVP zuletzt gegen Weiden-Ost. TuS/WE-Coach Tobias Heindl war mit der Einsatz- und Laufbereitschaft seiner jungen Truppe gegen die Ostler absolut zufrieden, die fehlende Cleverness und vor allem auch die verletzungsbedingten Wechsel im zweiten Durchgang waren die Ursache für die Heimniederlage. Man ist sich der Schwere der Auswärtsaufgabe voll und ganz bewusst, aber wie letztlich der Kader für Samstag aussieht, kann erst kurzfristig entschieden werden. Es gilt trotz allem nun nochmal die letzten Reserven zu mobilisieren, dann hat man auch in Plößberg eine Chance. (Quelle: Homepage TuS/WE Hirschau, Bericht Christian Gebhard vom 7.10.2020)


SC Kirchenthumbach - VfB Mantel (So., 14 Uhr)

Nach einem spielfreien Wochenende (Störnstein trat nicht an) geht der SC "ausgeruht" ins zweite Heimspiel nach dem Re-Start. Mittlerweile bis auf Platz 8 zurück gefallen, soll mit einem Dreier gegen den VfB Mantel wieder der "Aufzug nach oben" bestiegen werden, denn das Ziel bleibt weiterhin, in der Endabrechnung einen Platz im vorderen Tabellendrittel zu belegen. Dabei wird sich die Klempau-Crew auf heftige Gegenwehr einstellen können, denn zu was der VfB in der Fremde instande ist, hat er vor zwei Wochen in Vohenstrauß gezeigt. So heißt es, volle Konzentration walten zu lassen, um auf der Tabellenleiter wieder nach oben zu "kraxeln".

Nach dem überzeugenden Auftritt beim Spitzenreiter hatte sich der VfB den Verlauf der Heimpartie gegen Erbendorf sicher anders vorgestellt. Letztlich wurde man, wie viele andere zuvor, ein "Opfer" des Ausnahmestürmers Sandro Hösl, der drei Mal ins Schwarze traf. Nun, nachdem Ebnath ebenfalls verloren hat, beträgt der Abstand nach Korrektur der Tabelle acht Zähler zum Schleudersitz. Doch wollen Bernd Rast und sein Team diesen noch vor der Winterpause so weit vergrößern, dass man den restlichen Partien des neuen Jahres ohne den großen Druck entgegensehen kann. Deshalb ist das ausgegebene Ziel, mindestens einen Punkt ins Heimgepäck zu schnüren.


DJK Weiden - FC Dießfurt (So., 14 Uhr)

Nach zwei hohen Erfolgen gegen abstiegsgefährdete Teams setzte es für die Flutkanalelf in Tremmersdorf die erste Einbuße nach dem Re-Start. In einem Duell eines Mitstreiters um Platzierungen im "Niemandsland" des Klassements erwartet die DJK nun den FC Dießfurt, der schon zwei Spiele seit dem Wiederbeginn nicht austragen durfte. Ob dies nun negativ oder positiv ist, ist schwer zu beurteilen. So lautet die Devise, mit voller Konzentration an die Hausaufgabe heranzugehen, um das nächste Punktegut auf dem Weg zum vorzeitigen Klassenerhalt einzustreichen.

Bis auf Rang 10 bei nun 20 Punkten ist der FC nach der Korrektur der Tabelle abgerutscht. Zudem wurden zwei Mal seit dem 20. September Partien des FC abgesagt, da wird Eugenio Wild nur hoffen können, dass der fehlende Spielrhythmus keine Auswirkungen auf die Form seiner Mannen hat. Einen Beleg dafür wird nun die Partie in der Max-Reger-Stadt bieten, wo man auf ein Team trifft, dass den Ergebnissen nach in sehr guter Verfassung ist. Obwohl man nun aktuell nicht so richtig weiß, wo man leistungsmässig im Wettkampf steht, möchte man nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten.


ASV Haidenaab-Göppmannsbühl - FC Tremmersdorf-Speinshart (So., 14 Uhr)

"Aufgabe vorzüglich erledigt" konnte man beim ASV nach dem 4:0 in Luhe sagen, ein weiterer, doch großer Schritt in Richtung Klassenerhalt war damit getan. Nachdem dem ASV durch den Rückzug des SV Störnstein sechs Punkte abgezogen wurden, gilt es, bei nun "nur noch" neun Zählern Vorsprung vor den Ebnathern, weiter fleissig Zählbares einzusammeln. Nun hat man allerdings eine große Herausforderung vor der Brust: Denn mit dem Gast aus dem nur 15 Kilometer entfernt beheimateten FC Tremmersdorf kommt die "Mannschaft der Stunde" in den Landkreis Bayreuth. Der Gast hat alle drei Partien nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs erfolgreich gestaltet und ist mittlerweile zu einem der heißesten Anwärter auf Platz 2 mutiert. Eine hohe Mauer also, die sich vor dem ASV da aufbaut. Da kann die Devise nur lauten, kämpferisch an die Grenze zu gehen, um dem Favoriten Paroli zu bieten. Ein Punkt wäre für die Schinner-Elf sicher schon als Erfolg zu werten.

Seit Wiederbeginn "läuft´s" beim FC, drei Dreier in Folge, eine feine Sache. Nun will man die sich inzwischen erarbeitete Möglichkeit, im Buhlen um Platz 2 ein gewichtiges Wort mitsprechen zu können, weiter am Leben halten. Vonnöten ist dazu allerdings ein weiteres Erfolgserlebnis beim stärksten Liganeuling in Haidenaab. Dieser gilt auf heimischem Terrain als äußerst unbequem, hat er doch 13 seiner 21 Zähler vor eigenem Publikum holen können. Nur Hirschau und Vohenstrauß durften bislang drei Zähler aus Oberfranken mitnehmen, will heißen, da wartet eine knifflige Auswärtsaufgabe. Vertrauend auf die eigenen Stärken und das durch den Lauf erzeugte große Selbstbewußtsein will man aber dennoch in der Erfolgsspur bleiben.


SpVgg Vohenstrauß - FC Luhe-Markt (So., 14 Uhr)

Zufrieden war man bei der SpVgg Vohenstrauß nach dem klaren Auswärtssieg in Ebnath. Dennoch weiß man das Ergebnis auch einzuordnen. Ziel wird sein, an diesem Sonntag wiederum voll konzentriert zu Werke zu gehen. Coach Michael Rösch sagt dazu: "Die Mannschaft hat gegen Ebnath die geforderte Reaktion gezeigt. Wir haben, auch wenn der Gegner erheblich ersatzgeschwächt angetreten ist, dominiert und den ausgegebenen Plan über die gesamte Spielzeit durchgezogen. Nun wollen wir gegen Luhe-Markt natürlich unbedingt nochmal nachlegen. Für uns zählen im Heimspiel nur drei Punkte, wir müssen uns aber auch auf einen unbequemen, tief stehenden Gegner einstellen." Tempofußball soll dabei ein Schlüssel zum Erfolg sein.(mwr)

Ohne die Situation beim FC schlechter zu machen, als sie ist: So wie es aktuell aussieht, kann man beim Aufsteiger wohl schon damit beginnen, für eine kommende Kreisklassensaison zu planen. Große Personalprobleme nach dem Re-Start haben nicht zur erhofften Leistungssteigerung geführt, die für eine Aufholjagd notwendig ist. So gilt es, die restlichen Partien ordentlich zu absolvieren, sollte bei nur fünf Punkten Abstand zum Relegationsplatz dann doch noch etwas gehen, würde man natürlich zugreifen. Am Wochenende nun wartet die wohl "leichteste" Aufgabe auf die Pianka-Truppe, denn beim souveränen Spitzenreiter geht man als krasser Außenseiter an den Start, da wird wohl kaum jemand einer auf den FC setzen. So heißt es, sich mit allen zur Verfügung stehenden Kräften zu wehren, um das Ergebnis so erträglich wie möglich zu gestalten.


TSV Erbendorf - DJK Ebnath (So., 14 Uhr)

Nach dem 0:3 in Hirschau hat ein "ausgeruhter" TSV (das Spiel in Störnstein wurde ja abgesagt) in Mantel einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Mit dem 5:2 hat sich die Truppe von "Mo" Dal an die Gruppe der Anwärter auf Platz 2 herangepirscht und will sich mit einem weiteren Erfolgserlebnis dort sogar einreihen. Der Gegner scheint - gemessen am Tabellenplatz - für die Realisierung des Vorhabens geeignet, doch Achtung, mit dem Rücken zur Wand stehend kann man mit einem Spielpartner rechnen, der alles raushauen wird, um das rettende Ufer wieder in Reichweite zu bekommen.

Eine halbe Stunde hat sich eine ersatzgeschwächte Rogler-Elf tapfer gegen den Spitzenreiter gewehrt. Ja, sogar der Ausgleich gelang, allerdings zerplatzten die Träume von einer Überraschung dann noch vor der Pause wie eine Seifenblase. In Erbendorf nun soll der nächste Versuch unternommen werden, die Mißerfolgserie mit drei Niederlagen und 1:14-Toren endlich zu beenden, denn sonst muß man wohl mit der Gewißheit überwintern, dass das rettende Ufer schon vor den Spielen im neuen Jahr in eine unerreichbare Entfernung gerückt ist. Ein Punkt ist demnach das Mindestziel, deren drei wären jedoch eigentlich Pflicht, würden aber eine dicke Überraschung bedeuten.


FC Weiden-Ost ist spielfrei (Störnstein wurde aus der Wertung genommen)
Aufrufe: 8.10.2020, 08:12 Uhr
Werner SchaupertAutor

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