Der FC Weiden-Ost (in grün) hat nichts anderes im Sinn, als beim ASV Haidenaab (in weinrot-blau) drei Zähler ins Heimgepäck zu schnüren.
Der FC Weiden-Ost (in grün) hat nichts anderes im Sinn, als beim ASV Haidenaab (in weinrot-blau) drei Zähler ins Heimgepäck zu schnüren. – Foto: Dagmar Nachtigall

Ostler und Tremmersdorf wollen Ambitionen unterstreichen

Nachholspieltag in der Kreisliga Nord: Die Crews der beiden Coaches Peter Kämpf und Norbert Ferstl stehen vor Auswärtsaufgaben, in denen sie im Kampf um Platz 2 wichtige Punkte sammeln wollen, ja eigentlich müssen.

Bevor die Kreisliga Nord in den Ligapokal startet, wird versucht, durch zwei angesetzte Nachholspieltage die Tabelle geradezuziehen. Betroffen von dieser "Zusatzschicht" sind am kommenden Wochenende acht Teams, nachgeholt werden Spiele des 15., 16. und 18. Durchgangs.

Dabei sind zwei der heißesten Anwärter im Buhlen um den "Vizetitel" in der Fremde gefordert: Der FC Weiden-Ost (3./32) reist nach Oberfranken zum Aufsteiger ASV Haidenaab (10./21) und kann im Erfolgsfalle die auf Rang 2 rangierenden Plößberger aufgrund des besseren Torverhältnisses ablösen. Und der FC Tremmersdorf (5./29), "Senkrechtstarter" nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs, hat in Ebnath (12./13) nichts anderes im Sinn, als den vollen Ertrag mitzunehmen und bis auf drei Punkte an den Relegationsplatz heranzurücken.

Im "Fall SV Störnstein" hat das Sportgericht übrigens die Entscheidung getroffen, dass beim SVS, der ja drei Mal nicht angetreten war und danach aus der Wertung genommen wurde, der Paragraph 94 angewendet wird. Da die Störnsteiner nachweisen und belegen konnten, dass ihr Spielermangel pandemiebedingte Gründe hatte, entschied das Gericht, dass die Voraussetzungen für eine Anwendung dieses neu geschaffenen Paragraphen vorliegen. Das bedeutet, dass der Sportverein in der kommenden Spielzeit nicht in der untersten, sondern in der nächstniedrigeren Klasse - also Kreisklasse - an den Start gehen kann. Ob in einer Spielgemeinschaft oder als eigenständige Mannschaft wird man dann sehen.
ASV Haidenaab-Göppmannsbühl - FC Weiden-Ost (Sa., 16 Uhr)

Lange konnte die Elf von Klaus Schinner dem Favoriten aus Tremmersdorf am letzten Wochenende Paroli bieten, frühe Gegentore in beiden Spielhälften spielten dem Gast aber bestens in die Karten. Nun wartet gleich die nächste Herausforderung auf den Aufsteiger, denn der Tabellendritte aus der Max-Reger-Stadt gibt sich die Ehre. Dieser hat im spannenden Streit um das Ergattern von Platz 2 nichts zu verschenken und wird deshalb voll auf Sieg spielen. "Dagegenhalten" lautet deshalb die Devise beim ASV, der aufgrund des Punktabzugs (Störnstein) auch noch dringend Punkte braucht, um die Schäfchen in puncto Klassenerhalt vorzeitig ins Trockene zu bringen und den Abstand zum "Schleudersitz" zu halten.

Nach der Niederlage in Plößberg hatte die Elf von Peter Kämpf in Hirschau Reaktion gezeigt und mit einem Dreier wichtiges Punktegut in Sicherheit gebracht. Nach spielfreiem Wochenende führt der Weg der Ostler nun zum Liganeuling nach Haidenaab. Der schlägt sich in der neuen Umgebung bislang beachtlich und ist auf einem guten Weg, auch im nächsten Jahr der Kreisliga anzugehören. Keine leichte Aufgabe also für die Mannen um Kapitän Benedikt Sichert, da wird das Abrufen des gesamten Potenzials gefordert sein. Da man sich keinesfalls einen Punktverlust leisten will, geht der FC mit voller Konzentration an diese Auswärtsaufgabe heran, um den gewünschten Dreier mit in die Oberpfalz zurück zu nehmen.


DJK Ebnath - FC Tremmersdorf-Speinshart (So., 13.30 Uhr)

Bis acht Minuten vor dem Schlußpfiff schienen in Erbendorf "Big Points" für die Elf von Stefan Rogler greifbar nahe. Dass dann ein Eigentor das Ergattern von drei Punkten verhindert, zeigt wieder einmal deutlich, dass einer Mannschaft, die "hinten drin" steht, einfach auch oft das Glück fehlt. Der eine Zähler nun ist wohl gut für das Selbstwertgefühl, rechnerisch aber zu wenig. "Weiter, immer weiter" (frei nach Oliver Kahn) muss es nun heissen für die DJK, die am Sonntag vor einer hohen Hürde steht. Die Gäste gelten als "Mannschaft der Stunde" und haben sich mit zwölf Punkten in Folge zu einer Spitzenmannschaft gemausert. Da muß vor allem kämpferisch wieder alles ausgepackt werden, was sich im "Tank" befindet, um dem auf einer Erfolgswelle reitenden Gast das Leben schwer zu machen. Was dabei heraus kommt, wird man sehen.

Der Höhenflug des FC hält weiter an. Auch vom ASV Haidenaab haben sich die Männer des Trainerduos Ferstl/Ferstl nicht aufhalten lassen auf dem Weg in die vordersten Regionen des Klassements. Dass die Serie nun beim Drittletzten nicht reissen soll, ist klar, wohlwissend dass bei einem Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht, harte Arbeit gefordert sein wird. Doch wirkt der FC mittlerweile so gefestigt, dass er mit breiter Brust seine Qualitäten auf den Platz bringt und die auch in Zählbares umsetzt. Lange Rede, kurzer Sinn - ein Dreier steht auf der Agenda, sonst nichts.


SC Kirchenthumbach - TSV Erbendorf (So., 15 Uhr)

Nach dem verpatzten Heimauftritt gegen den VfB Mantel "dümpelt" der SC in einer Tabellenregion herum, die nicht seinen Ansprüchen genügt. So gilt es, schnellstens den ersten Dreier des Kalenderjahres auf die Habenseite zu bringen, um wieder in hellere Gefilde des Klassements vorzustossen. Ein Sieg gegen die über drei Punkte mehr verfügenden Gäste und man hätte die schon einmal überholt. Allerdings weiß man um die Stärken der Truppe um ihren Torjäger Sandro Hösl, dessen Kreise es wie immer einzuengen gilt. Die Zeichen in "Dumba" stehen also auf Sieg, alles andere könnte nach sich ziehen, auf Dauer in der "grauen Zone" verbleiben zu müssen.

Nach dem überzeugenden Auftritt in Mantel dürften die Mannen von Mo Dal mit dem Abschneiden gegen abstiegsgefährdete Ebnather natürlich nicht zufrieden gewesen sein. Fast wäre eine unbefriedigende Leistung vor allem nach der Pause bestraft worden, ein Eigentor verhinderte letztlich eine Blamage und rettete wenigstens einen Punkt. Nun geht die Reise zum Mittelfeldduell nach Kirchenthumbach, wo man auf einen Gastgeber trifft, der nach dem Re-Start noch nicht gewonnen hat. So erwartet man eine hochmotivierten Spielpartner, dem man so gut Paroli bieten will, um zumindest einen Zähler mit in den Steinwald nehmen zu können.


FC Luhe-Markt - FC Dießfurt (So., 15 Uhr)

Über eine Stunde hielt man beim Tabellenführer beachtlich dagegen, ehe das Unheil grausam über den FC hereinbrach und ihm geradezu ein Waterloo bescherte. Für Coach Krzystof Pianka wird dies in dieser Woche bedeutet haben, den Versuch zu unternehmen, im Training das ernüchternde 0:10 aus den Köpfen seiner Männer verschwinden zu lassen. Denn während man beim Ligaprimus ohnehin nichts Zählbares eingeplant hatte, steht nun eine Partie an, wo die Chancen, nicht leer auszugehen, sicher größer sind. So heißt es, am Sonntag ein weiteres Mal alle Kräfte zu bündeln, um endlich wieder zu punkten. Schon ein Dreier ließe die Aussichten schon wieder erheblich verbessern, vielleicht doch noch den Relegationsplatz zu erreichen.

Nur zwei Partien nach dem Re-Start, beide verloren, plötzlich findet sich der FC auf Rang 11 wieder, den Relegationsplatz im Angesicht. Sicher ist der Keil zu den Ebnathern sieben Punkte dick, doch auf die leichte Schulter sollte man die aktuelle Lage nicht nehmen. Darum ist es absolut vonnöten, mit einem Sieg beim Rangdreizehnten dieser unangenehmen Umgebung wieder "Adieu" zu sagen und sich nach oben zu orientieren. Alles andere, als einen Dreier wird Coach Eugenio Wild nicht akzeptieren und fordert deshalb vom Anpfiff weg "Vollgas" zu geben.
Aufrufe: 15.10.2020, 08:00 Uhr
Werner SchaupertAutor

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