
Trotz personeller Sorgen hat der ASV Dachau im Aufstiegsrennen der Bezirksliga Nord ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim FC Gerolfing gewann die Mannschaft von Trainer Matthias Koston am Samstag verdient mit 3:0 – und bleibt damit im Rennen um die Aufstiegsrelegation.
Die Voraussetzungen vor dem Anpfiff waren alles andere als ideal. Mit Sebastian Mack (krank) fehlte ein wichtiger Offensivspieler, dazu standen mehrere Akteure angeschlagen auf dem Platz. „In der Summe war das schon viel“, sagte Koston, der selbst mitspielte. Umso bemerkenswerter war der Auftritt seiner Mannschaft.
Die Dachauer starteten mutig und suchten früh den Weg nach vorne. Es entwickelte sich eine offene Partie, in der auch die Gastgeber immer wieder gefährlich vor das Tor kamen, doch der ASV verteidigte aufmerksam. „Wir waren in den entscheidenden Momenten wach und haben viele zweite Bälle gewonnen“, so Koston.
Torhüter Stefan Fängewisch musste dennoch mehrfach eingreifen und hielt seine Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. Auf der anderen Seite setzte Dachau Nadelstiche – und belohnte sich kurz vor der Pause: Nach einer Standardsituation traf Tobias Erl in der Nachspielzeit zur 1:0-Führung (45.+2).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Gerolfing stellte um und versuchte, über Spielertrainer Christian Träsch, mehr Kontrolle im Zentrum zu gewinnen. Der ehemalige Bundesligaprofi und zehnfache Nationalspieler rückte ins Mittelfeld, blieb jedoch ohne entscheidenden Einfluss.
Stattdessen schlug der ASV erneut zu. Nach einer Flanke köpfte Koston selbst zum 2:0 ein (49.). „Das war ein ganz wichtiger Moment, da haben wir sie ein Stück weit gebrochen“, sagte der 35-Jährige. Gerolfing bemühte sich in der Folge, blieb aber meist bei Distanzschüssen gefährlich. Einen Versuch lenkte Fängewisch an die Latte, ein weiteren parierte er stark. Ansonsten verteidigte der ASV konsequent.
In der Schlussphase boten sich dem ASV mehrere Konterchancen, die zunächst ungenutzt blieben. Erst in der 80. Minute sorgte Leo Di Pasquale mit dem Tor zum 3:0-Endstand für die Entscheidung.
„Über 90 Minuten war das ein verdienter Sieg“, bilanzierte Koston. „Wir haben das als Mannschaft gelöst, jeder hat Gas gegeben.“
Mit dem Erfolg festigt der ASV seine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits am Mittwoch wartet im Nachholspiel beim SVA Palzing die nächste Aufgabe.