
Durch einen späten Freistoß von Sven Weiß entgeht ASV Dachau II beim Tabellenletzten nur knapp einem Punktverlust in der A-Klasse 1.
Die Top-Drei der Münchner Fußball-A-Klasse 1 marschieren weiter punktgleich vorneweg. Während Vierkirchen und Kollbach ihre Hausaufgaben beeindruckend absolviert haben, musste der ASV Dachau II schwer kämpfen beim Tabellenletzten SC Inhauser Moos.
SC Inhauser Moos II – ASV Dachau II 1:2: Das wäre die Überraschung der Saison geworden, wenn der Tabellenletzte Inhauser Moos mit bislang nur einem Punkt auf dem Konto den Meisterschafts-Mitfavoriten in die Knie gezwungen hätte. In der ersten Hälfte hatte der ASV ein halbes Dutzend Großchancen, kassierte dann selbst das Tor. Ralf Wiegand traf (43.). Nach der Pause kämpfte der Gast gegen die Blamage an und kam durch Roberto Belviso zum Ausgleich (69.). Erst ganz spät rettete Sven Weiß den Sieg per Freistoß (90.+2). „Spitzenmannschaften gewinnen eben auch einmal so ihre Spiele“, sagte ASV-Trainer Patrick Belitz, „am Ende zählen nur die drei Punkte.“
SC Vierkirchen – SpVgg Hebertshausen 5:0: Diese erste Halbzeit war ein Statement: Vierkirchen war eine Klasse besser und eiskalt vor dem Tor. „Die Jungs setzen meinen Plan immer besser um“, freute sich Coach Tim Görlitz, „wir sind voll in der Spur.“ Man habe auch in der Höhe verdient gewonnen.
„Die haben auch gleich ihre ersten vier Chancen genutzt“, bedauerte Hebertshausens Fußball-Abteilungsleiter Markus Kreusel. Sein Team hatte einen gebrauchten Tag, kam nach der Pause etwas besser ins Match, aber Vierkirchen spielte den Sieg locker runter. Nach den Toren von Simon Pabst (7.), Michael Thieme (17., 27.) und Maximilian Dirlenbach (23.) folgte noch ein besonderer Höhepunkt: Der 17 Jahre junge Diego Jakob wurde erstmal bei den Herren eingewechselt und machte dann auch gleich sein Premierentor (82.).
SC Lerchenauer See – 1. FC Kollbach 1:4: „Das war das erwartet schwere Spiel“, sagte später der Kollbacher Coach Robert Friedrich. Constantin Stocker machte das 1:0 (12.), doch in der Folge ließen die Gäste Top-Chancen liegen. Der Schocker war kurz vor der Pause ein Lattentreffer der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel trafen die Kollbacher zu einer zwischenzeitlichen 4:0-Führung durch Robert Friedrich (58., 59.) und David Peschke. Letztlich geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Kollbach bleibt damit punktgleich mit Vierkirchen und dem ASV Dachau II vorne.
SpVgg Kammerberg II – TSV Eintracht Karlsfeld III 2:2: Die Kammerberger Zweite war diesmal ganz nah dran am ersten Saisonsieg. Und Trainer Harry Kramkowski war bedient, als er vom zwischenzeitlichen 1:0 von Inhauser Moos gegen den ASV las. Er musste befürchten, dass man nach dem dritten Remis der Runde auf den letzten Platz abfällt. Nach dem Last-Minute-Sieg des ASV hat er nun schon einmal zwei Punkte Abstand zum Abstiegsplatz.
Die Kammerberger führten 2:0 zur Pause mit den Toren von Daniel Meier (19.) und Dominik Daubner (40.). Nach dem Seitenwechsel schlugen die Karlsfelder maximal spät zu durch Göksel Mete (84.) und Lukas Nuetzmann (90.+5). „Wir haben mit viel Herz gekämpft und völlig verdient geführt“, sagte Kramkowski. Bitter war, dass das 2:1 – ein abgefälschter Freistoß – ein pures Glückstor war.
TSV Allach II – SV Riedmoos II 4:3: Die Gäste aus Riedmoos machten an sich kein schlechtes Spiel und führten zweimal durch Fabian Hirschvogel (7.) und Lokas Kohl. Das 2:2 nach 45 Minuten war dann durchaus leistungsgerecht. Nach dem Seitenwechsel machte Riedmoos defensiv zu viele Fehler, kam aber noch zum 3:3-Anschluss von Patrick Bach (62.).
„Wir machen uns selbst das Leben schwer, wenn wir uns nicht gegenseitig helfen“, sagte SVR-Coach Niklas Sedlmeier nach dem 3:4 (77.) und einer frustrierenden, weil unterm Strich unnötigen Niederlage. Für Allach trafen Cedrik Schaft, Manuel Dolzer (2) und Felix Parhofer.