
Der Fußball-Bezirksligist ASV Dachau hat beim angriffsstarken SV Nord Lerchenau ein 0:0 erreicht.
Wer im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Nord viele Tore erwartet hatte, wurde enttäuscht: Denn die Gäste vom ASV Dachau und die Torfabrik des SV Nord Lerchenau trennten sich am Dienstagabend 0:0. Die Dachauer Siegesserie riss zwar, die Elf von Trainer Matthias Koston blieb aber auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen.
Das Duell lebte vor allem von den starken Defensivreihen beider Mannschaften, die kaum klare Chancen zuließen. Das war so nicht unbedingt zu erwarten – und wenn überhaupt, dann von den Dachauern, die im Saisonverlauf mit kontrolliertem Fußball überzeugt hatten. Auf der anderen Seite hatte das Team von Trainer Peter Zeussel und seinem spielenden Co-Trainer Karl-Heinz Lappe in den ersten vier Saisonspielen mit 17 Treffern die torhungrigste Offensive der Liga gestellt.
Gegen Dachau bissen sich die Münchner aber die Zähne aus. Der ASV präsentierte sich kompakt, zweikampfstark und ließ kaum Raum für die gefürchteten Angreifer der Lerchenauer – darunter Dominik Besel, der an den ersten vier Spieltagen allein neunmal getroffen hatte. Doch dieses Mal blieb Besel blass. „Wir haben uns gegenseitig sehr neutralisiert. Es war ein chancenarmes Spiel“, bilanzierte ASV-Trainer Matthias Koston.
Lerchenau kam in 90 Minuten auf zwei nennenswerte Möglichkeiten, die Dachauer selbst auf eine. Die größte Chance für die Gäste hatte Kilian Knöferl, der aus 16 Metern abzog und den Außenpfosten traf. Auf der anderen Seite prüfte Martin Angermeir ASV-Kepper-Keeper Stefan Fängewisch aus spitzem Winkel, und nach einer Flanke stieg Edin Smajlovic hoch, setzte den Kopfball jedoch über das Tor.
„Beide Mannschaften haben sehr ordentlich verteidigt und wenig zugelassen. Am Ende ist es eine gerechte Punkteteilung“, resümierte Koston.
Der ASV-Coach nahm mit, dass seine Mannschaft ihre Stabilität gefunden hat. Die Defensive stand, und selbst unter Druck blieb die Mannschaft diszipliniert. Im Offensivspiel blitzte die Qualität in Momenten auf, doch der letzte Pass fand zu selten sein Ziel. Dasselbe galt für den Gegner, dessen Torgefahr an diesem Abend weitgehend verpuffte.
Eine Punkteteilung im Spitzenspiel – die Dachauer haben ihr Minimalziel erreicht. Der ASV bleibt seit dem Auftaktspiel ungeschlagen und weiß nun, dass die Defensive den besten Offensivreihen der Liga standhält.