Das aktuelle U15-Trainergespann teilt sich kommende Saison auf: Erich Hartl (li.) bleibt in der U15-Bayernliga, Tobias Schötz geht mit dem Jahrgang eine Stufe höher in die U16.
Das aktuelle U15-Trainergespann teilt sich kommende Saison auf: Erich Hartl (li.) bleibt in der U15-Bayernliga, Tobias Schötz geht mit dem Jahrgang eine Stufe höher in die U16.

NLZ Cham hat alle Cheftrainerstellen besetzt

Die Planungen für die kommende Saison sind bereits weit vorangeschritten.

Trotz der derzeitigen Zwangspause laufen am BFV-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) Cham die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Dabei hat NLZ-Leiter Gerhard Peintinger seine Hausaufgaben gemacht und alle Cheftrainerstellen besetzt.

Seniorenteams müssen sich in der Planung auf die kommende Saison in der Regel um ein bis zwei Trainerstellen kümmern. Am BFV-NLZ Cham müssen jährlich von der U11 bis zur U19 acht Cheftrainer für die jeweiligen Mannschaften gefunden werden. Zusätzlich besteht jeder Trainerstab aus einem bis zwei Co-Trainer sowie Individual- und Torwarttrainer. So gleicht es einer Herkulesaufgabe, Saison für Saison, um die 30 Verantwortlichen für die NLZ-Teams zu finden. Hinzukommend sollte jeder Trainer im Besitz einer Trainerlizenz sein sowie Erfahrung im Jugend- und Seniorenbereich vorweisen.

Die Besetzung der Trainerstellen ist eine riesige Herausforderung, die in der Öffentlichkeit oft als Selbstverständlichkeit betrachtet wird“, weiß Chams NLZ-Leiter Gerhard Peintinger, der wie sein Vorgänger Uwe Mißlinger wieder sehr früh die Schlüsselpositionen seiner Trainerteams besetzten konnte. „Aktuell haben wir für die kommende Saison alle Cheftrainerstellen ligaunabhängig besetzen können. Auch ein Großteil des dazugehörigen Funktionsstabs steht bereits“, freut sich Peintinger mit einem Zettel der kommenden NLZ-Trainer in der Hand. Dabei stand in den letzten Monaten das Telefon des 44-Jährigen kaum still und ein Trainermeeting jagte das Nächste.

Wir konnten uns in den vergangenen Jahren ein gutes Trainernetzwerk aufbauen. Zudem ist ein großer Reiz, auf hohem Leistungsniveau mit den talentiertesten Spielern im Umkreis unter professionellen Voraussetzungen zu arbeiten“, nennt Peintinger die Gründe, weshalb man es dennoch schafft, jede Saison alle Trainerstellen zu besetzen. „Außerdem können sich die Trainer am NLZ durch ihre Arbeit und die Fortbildungsmöglichkeiten ständig weiterentwickeln“, fügt er hinzu.

In der U19 bleibt Christian Groitl für die älteste Altersklasse verantwortlich. Der Elite-Jugend-Lizenzinhaber ist kommende Saison der lizenzhöchste Trainer am NLZ und verfügt über viel Erfahrung im Jugend- und Seniorenbereich. „Christian hatte heuer und letzte Saison sehr schwierige Aufgaben zu bewältigen, wo er sich in den Dienst des Vereins stellte und unglaublich gute Arbeit leistete“, lobt Peintinger den 36-Jährigen. Im zur Seite steht als Koordinator Uwe Mißlinger, der zu Landesliga-Zeiten in der Chamer Ersten bereits mit Groitl zusammenarbeitete und beide somit ein eingespieltes Team bilden.

Von der U14 bis zur U17 gehen die aktuellen Übungsleiter mit ihren Jahrgängen in die nächsthöhere Altersklasse weiter. „Uns war es heuer wichtig, dass die Jahrgänge mindestens zwei Jahre vom selben Trainer betreut werden und somit sich die Spieler nachhaltiger entwickeln können“, erklärt Chams NLZ-Leiter. Tommy Polster, der aktuell den Jahrgang 2004 in der U16 trainiert, rückt mit seinen Jungs eine Altersstufe höher in die U17. Ebenso bleibt Tobias Schötz, der aktuell Co-Trainer beim Jahrgang 2005 in der U15 ist, bei seiner Altersklasse und wird nächste Saison in der U16 Cheftrainer. Unterstützt werden die beiden Übungsleiter in der B-Jugend von Koordinator Andreas Klebl, der aufgrund seiner Tätigkeit bei der BFV-Regionalauswahl Ostbayern vermehrt administrative Aufgaben übernimmt.

Die ligenhöchste Mannschaft am NLZ in der U15-Bayernliga trainiert weiterhin Erich Hartl. Der 45-Jährige coachte in der Hinrunde den Jahrgang 2006 in der U14, musste aber für die Rückrunde in der U15 aushelfen. Dadurch konnte Hartl bereits Erfahrung in der Bayernliga sammeln, wovon kommende Saison der Jahrgang 2006 profitiert. In der U14-Mannschaft bleibt Michael Lamecker Übungsleiter des Jahrgang 2007, die er heuer in der U13 und am DFB-Stützpunkt Cham betreute.

Stefan Pongratz, der derzeit zusammen mit Lamecker für die U13 verantwortlich ist, bleibt in dieser Altersklasse und übernimmt parallel zum DFB-Stützpunkt den Jahrgang 2008. In der U12 wurde Lukas Perlinger zum Cheftrainer befördert. Nach dreijähriger Tätigkeit als Co-Trainer, zuletzt auch in der Altersklasse der U12, übernimmt das 19-jährige Trainertalent seine erste Cheftrainerstelle. Die U11 spielt kommende Saison als jüngster Jahrgang am NLZ wieder im D-Jugendbereich und wird von Wojtek Walenta betreut, der sich bereits in den vergangenen zwei Jahren für die D3 verantwortlich zeigte. Als Koordinator für die D- und C-Jugend bringt Lorenz Kowalski sein Fachwissen als DFB-Stützpunkttrainer und Leiter der Kindersportschule Cham in diese Altersstufen mit ein. Kowalski trainiert jahrelang die D-Jugendteams des Chamer NLZs und will nun seinen Wissensstand als Koordinator erweitern. „Aus seiner bisherigen Tätigkeit kennt Lolo alle Spieler und Eltern der jeweiligen Jahrgänge, weshalb er ideal in die Position des Koordinators passt“, ist sich Peintinger sicher.

In der aktuellen Zwangspause wurden alle ASV-Spieler mit altersgerechten Heimprogrammen versorgt, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. „Unsere Spieler können über eine Cloud auf unser neues Athletikprogramm mit Videos und Erklärungen zurückgreifen. Zudem wurden sie über unsere Trainer mit Laufplänen versorgt“, versucht Peintinger die fußballfreie Zeit zu überbrücken. „Die D-Jugend hat sich sogar ein Punktesystem mit verschiedenen Technik-Aufgaben überlegt. Die Jungs filmen sich dabei zu Hause und schicken die Videos an die Trainer zur Bewertung“, hebt Peintinger den Ideenreichtum seiner Trainer hervor. Der normale Sitzungsalltag wird per Videokonferenzen fortgeführt. So kann der Chamer NLZ-Leiter weiter mit seinen Trainern und Funktionären im Kontakt bleiben. Für die Zukunft bezieht der Zollfahndungsbeamte klar Stellung: „Die Gesundheit muss im Mittelpunkt stehen. Nicht, dass noch auf Biegen und Brechen eine Saison mit mehreren englischen Wochen zu Ende gespielt werden kann“, verdeutlicht Peintinger. „Deshalb wird ein Saisonabbruch das Sinnvollste sein, um sich auf wichtigere Dinge konzentrieren zu können. Alles andere wäre utopisch und nicht zielführend.

Aufrufe: 024.3.2020, 13:47 Uhr
cavAutor

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