
Aschbach. In der vergangenen Saison lieferten sich der TSV Aschbach und die FSG Bensheim ein packendes Duell um den Direktaufstieg in die Kreisoberliga Bergstraße. Die Aschbacher unterlagen knapp, haben aber nun die Chance, einen neuen Anlauf zu starten.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Anspruch und Wirklichkeit: Wer Zehnter wird, der braucht die folgende Saison nicht unbedingt oben mitzuspielen. Die Aschbacher aber taten es dennoch. Und gerade in der ersten Saisonhälfte übertraf die Wirklichkeit den Anspruch.
Was war gut? „Definitiv die Vorrunde, die wir als Tabellenführer beendet haben. Wir haben aus 15 Spielen 37 Punkte geholt und haben somit den Grundstein für eine sehr ordentliche Runde gelegt. Im Vergleich zu 2023/24 waren wir gerade zu Hause sehr gut unterwegs“, kann TSV-Trainer Thomas Baucsek auf viele positive Momente zurückblicken. Und lobenswert ist es sicherlich auch, dass es gelang, mit Maiko Oberle, Lars Fleischer und Joris Krämer drei Jugendspieler einzubauen.
Was geht besser? „Dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, haben wir uns selbst zuzuschreiben. In den vier Spielen gegen Heppenheim oder auch Bensheim haben wir lediglich einen Punkt geholt“, scheut sich Baucsek nicht, auch Kritik zu üben. Gerade in der Rückrunde fehlte gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel die Konstanz. Beispielsweise beim TV Lampertheim, bei dem die Aschbacher mit 0:1 verloren und damit die Tabellenführung an den späteren Meister Starkenburgia Heppenheim abgaben. Für die neue Saison wünscht er sich auch, dass sein TSV etwas schnörkelloser spielt: „Wir müssen die Reife erlangen, eine Begegnung auch mal trocken und ergebnisorientiert runterzuspielen.“
Wer kommt? Mit Frank Hirschhausen vom ISC Fürth „gewinnen wir Tempo und Erfahrung hinzu“, freut sich Baucsek. Mohammed Shabrak soll in der Offensive etwas bewegen. Defensivakteur Vincent Schulz hat zu Beginn der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen.
Wer geht? Mit Marvin Jöst, der dem Verein nur ein halbes Jahr angehörte, muss der TSV lediglich einen Abgang hinnehmen. Sicherlich nicht als Abgang zu werten ist, dass Ersatztorhüter Jan Wagner eine Pause einlegt, um seine Knieprobleme in den Griff zu bekommen.
Was geht? „Ich möchte mit einer Zielsetzung warten, bis wir in die Saison gestartet sind“, kann Baucsek nicht so recht einschätzen, ob die Aschbacher erneut oben mitspielen können. Verstecken aber bräuchte sich seine Elf nicht. „Ich habe schon klare Vorstellungen, wie wir auflaufen können und zu was wir imstande sind“, sagt er.
Zugänge: Frank Hirschhausen (ISC Fürth), Mohammed Shabrak (FC Ober-Abtsteinach), Vincent Schulz (VfR Bürstadt), Florian Wagner (zurück aus Australien), Kevin Großkinsky, Nils Fleischer, Maxim Ritsert (alle eigene Jugend).
Abgänge: Marvin Jöst (SV Fürth), Jan Wagner (tritt kürzer).
Trainer: Thomas Baucsek (dritte Saison). – Ziel: noch offen. – Favoriten: SG Brandau/Gadernheim, TV Lampertheim, TG Jahn Trösel.
Zweite Mannschaft (C-Liga): Hier findet ein Umbruch statt, denn verdiente Spieler wie Uli Haas, Sebastian Wiemer, Bastian Bihn und Benjamin Alter hängen die Fußballschuhe an den Nagel. Trainer: Franz-Josef Fleischmann (für Marco Schöpp). – Ziel: Mittelfeldplatz. – Favoriten: VfL Birkenau II, TSV Weiher.