2026-04-16T10:11:10.190Z

Ligavorschau

Arzfelds große Lust, Wittlich zu ärgern

Rheinlandliga: Abstiegskandidat hat gegen Tabellendritten viel vor – Hochwälder sind in Mendig gefordert.

von VInzenz Anton / Alexander Krist · Heute, 17:53 Uhr · 0 Leser
Mann mit Biss: Johannes Morgens könnte nach auskurierter Fußverletzung wieder in den Kader zurückkehren
Mann mit Biss: Johannes Morgens könnte nach auskurierter Fußverletzung wieder in den Kader zurückkehren – Foto: Alfred Mehles

Verlinkte Inhalte

SV Eintracht Mendig – SG Hochwald (Samstag, 15 Uhr, Junglas-Bau­maschinen-Stadion Mendig)

Ausgangslage: Aus dem jüngsten 4:4 gegen die FV Hunsrückhöhe Morbach zieht die SG Hochwald trotz des verspielten Drei-Tore-Vorsprungs auch Energie, wie Trainer Fabian Mohsmann berichtet: „Das war fußballerisch von der Art und Weise her eines der besten Spiele der Saison. Da gibt es viele Dinge, an denen wir uns für das Mendig-Spiel hochziehen können.“ Mohsmann hebt die enorme Relevanz der kommenden Partie nochmals hervor und spricht von „Do-or die-Spiel“. Auch wenn im Anschluss noch 15 Punkte vergeben werden, sei das Match enorm richtungsweisend, da der Abstand zum ersten Abstiegsplatz, auf dem die Mendiger aktuell liegen, mit einem Sieg auf fünf Punkte ausgebaut werden könnte. „Wir werden uns dort nicht hinten reinstellen und möchten von Anfang an mutig und aktiv sein. Das Gute ist, dass wir alles noch in der eigenen Hand haben“, kündigt Mohsmann an.

Personal: Aufgrund anhaltender Personalprobleme wird Julian Barth, der zuletzt in der Zweitvertretung auflief, den Kader verstärken. Hinter zahlreichen Akteuren steht zudem aufgrund unterschiedlicher Verletzungen noch ein Fragezeichen. Hierzu zählen unter anderem Elias Stelker (Kieferprobleme), Johannes Bettendorf (Schienbein) und Louis Baldes (Leiste). Sicher fehlen wird dagegen Nils Hemmes (beruflich verhindert).

FC Bitburg – VfB Wissen (Samstag, 16 Uhr, Rasenplatz Stadion Ost)

Ausgangslage: Im Saisonendspurt haben sich die Bitburger den sechsten Tabellenplatz als neues Ziel gesetzt. Als Achter haben die Ewertz-Schützlinge sechs Spieltage vor Schluss nur drei Punkte Rückstand auf die zwei Ränge besser positionierten Andernacher. Im Heimspiel gegen Schlusslicht Wissen sollten die Hausherren früh für klare Verhältnisse sorgen können. Vor einem halben Jahr ließ Joshua Bierbrauer die Kreisstädter beim 3:1-Hinspielerfolg mit einem Hattrick jubeln. Zuletzt gab Wissen Rätsel auf: Auf die 2:11-Blamage bei der SG Schneifel folgte zuletzt ein beachtlicher Punktgewinn gegen Andernach (2:2). Fabian Ewertz analysiert: „Unser kommender Gegner ist schwer einzuschätzen. Sie haben eine rund dreistündige Busfahrt vor der Brust und werden versuchen, uns zu attackieren. Ich erwarte einen überzeugenden Sieg.“ Bitburg geht ausgeruht in die Partie, da Ewertz seinen Spielern nach dem 0:2 gegen Trier II zuletzt drei freie Tage gönnte.

Personal: Die Bierstädter müssen auf Benedikt Häb (muskuläre Probleme) verzichten. Hinter der Einsatzfähigkeit des erkrankten Felix Sterges steht ein Fragezeichen.

SG Schneifel – SG Andernach (Samstag, 18 Uhr, Rasenplatz Stadtkyll)

Ausgangslage: Schneifel-Trainer Stephan Simon findet lobende Worte für den kommenden Gegner: „Andernach hat sich als absolut beständiger Rheinlandligist etabliert. Sie sind tabellarisch immer in Regionen unterwegs, wo du auch eine gewisse Qualität benötigst. Zudem haben sie viele Spieler aus der eigenen Jugend auf dem Platz, was mir immer einen großen Respekt abnötigt.“ Trotzdem möchte die Sportgemeinschaft aus Auw, Stadtkyll, Feusdorf, Hallschlag, Ormont und Esch ihr Heimspiel erfolgreich gestalten und das „gewisse Flair entwickeln, das bei unseren Heimspielen oft entsteht“, wie Simon betont. Einen kleinen Vorteil erhofft sich die SGS auch durch das Geläuf in Stadtkyll, da Andernach eher „eine Kunstrasenmannschaft ist“.

Personal: Yannik Moitzheim wird den Schneifelern aufgrund muskulärer Probleme fehlen. Zurück im Kader ist dagegen Ben Kerner, der zuletzt aussetzen musste.

SG Arzfeld – SV Rot-Weiss Wittlich (Samstag, 18.30 Uhr, Kunstrasenplatz Arzfeld)

Ausgangslage: Für die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Wittlicher geht es in die Wochen der Wahrheit. Im Kampf um den zweiten Tabellenplatz zählen nur noch Erfolge. Das Restprogramm hat es in sich: Mit Ahrweiler, Mülheim-Kärlich und der SG Schneifel warten noch Schwergewichte auf die Akteure aus der Säubrenner­stadt. Nach dem 3:0 gegen Rübenach (16.) geht es gegen den nächsten akut abstiegsgefährdeten Aufsteiger. Der letzte Erfolg der SG Arzfeld (17.) liegt acht Wochen zurück: Nach dem 4:2 gegen Morbach keimte bei den Vereinigten aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen Hoffnung auf den Klassenverbleib auf. Woche für Woche betreiben die Arzfelder einen großen Aufwand, belohnen sich aber nicht. Ein Manko ist die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Gegen die drittplatzierten Gäste (defensivstärkstes Team der Liga) muss eine hohe Effizienz her. „Trotz der Niederlagenserie bleiben wir weiter positiv und haben Bock darauf, Wittlich zu ärgern. Es ist eine gewisse Rivalität da, weil wir uns aus Bezirksligazeiten schon kennen. Damals waren wir Erster und Wittlich Zweiter. Wir wollen spielerisch überzeugen und uns endlich in der Chancenverwertung steigern“, verrät Florian Moos, Torwart und Trainer der Arzfelder.

Wittlich-Trainer Yusuf Emre Kasal konstatiert: „Zu Wochenbeginn habe ich meinen Spielern die positive Energie nach dem Sieg angemerkt. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen und die bevorstehende Pflichtaufgabe souverän meistern. Steigern müssen wir uns nach wie vor in der Chancenverwertung. Ich hoffe, dass wir frühzeitig den Sack zu machen.“

Personal: Aufseiten der Hausherren ist Fynn Juchmes (Leistenprobleme) fraglich. Johannes Morgens könnte nach auskurierter Fußverletzung wieder in den Kader zurückkehren. Die Gäste hoffen auf den Einsatz von Yannick Lauer. Der Torjäger war zuletzt umgeknickt und musste ausgewechselt werden. Aktuell sind für den an den Bändern lädierten Lauer nur Laufeinheiten möglich.

FV Hunsrückhöhe Morbach – SV Eintracht Trier II (Sonntag, 15 Uhr, Alfons-Jakobs-Stadion Morbach, Kunstrasenplatz)

Ausgangslage: „Trier II ist eine sehr spielstarke Mannschaft und aktuell auch so etwas wie die Mannschaft der Stunde“, sagt Pascal Meschak, Trainer der Hunsrücker, vor dem Derby gegen die U23 des Regionalligisten. Gegen die „hungrige Truppe, die mit Erfahrung gespickt ist“, gehe es vor allem darum, dass die Morbacher Mannschaft bereit ist, die entsprechenden Wege zu gehen, wie zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen die SG Hochwald (4:4). Nach vorne wolle man dann versuchen, Nadelstiche zu setzen. Mit Torjäger Noah Lorenz und dem jungen Bastian Süß treffen zudem zwei Stammkräfte, die bei der Eintracht ausgebildet wurden, auf ihren ehemaligen Verein. „Bastian hat es zuletzt richtig gut gemacht. Die Jungs muss man für das Spiel nicht extra motivieren“, so Meschak.

Die Eintracht geht als in der Rückrunde ungeschlagenes Team in die Partie. Nach dem 2:0-Derbysieg gegen Bitburg möchte die Eintracht auch im zweiten regionalen Duell in Folge überzeugen. „Wir wollen in der Rückrunde weiter ungeschlagen bleiben und zeigen, dass wir eine Topmannschaft sind“, sagt Holger Lemke, Trainer der Trierer. Zudem haben die Gäste noch etwas „aus dem Hinspiel gutzumachen“, wie Lemke betont. Damals musste man sich der FVH zu Hause mit 1:2 geschlagen geben.

Personal: Mit Lukas Servatius (krank), Matthias Ruster (Wadenprobleme) und Martin Schultheis (Zehverletzung) sind drei Akteure der Morbacher für das Heimspiel fraglich. Beim SVE II ist der Einsatz von Daniel Yushkevich aufgrund einer Fußverletzung ungewiss. Ansonsten sind personell keine Änderungen zu erwarten.