
Denn auch der SV Dingelstädt geht das Abenteuer Landesklasse an. Wir werfen einen Blick auf die zurückliegende Sommervorbereitung beider Teams und haben auch bei den Trainern um eine Einschätzung der aktuellen Lage gebeten...
Da die Sommerpause nach Abschluss der Saison 24/25 in der KOL Eichsfeld-Unstrut-Hainich bereits Anfang Juni begann, hat sich der SV Dingelstädt durch 8 (!) Vorbereitungsspiele gearbeitet. Ein richtiger Marathon, den Trainer Rico Baumann mit seiner Mannschaft absolviert hat und positiv zurück blickt. "Zum Glück haben wir die Vorbereitung ohne größere Verletzungen überstanden und haben im Moment den vollen Kader zur Verfügung. Insgesamt verlief die Vorbeitung okay. Den Leistungsstand wird man erstmals am Samstag etwas einschätzen können, da wir bisher durch Urlaub und Arbeit nie die volle Mannschaft zu einem Testspiel hatten."
Zuletzt konnte man gegen Bischofferode (3:2) und Bernterode (7:0) noch zwei Siege einfahren, die natürlich Selbstvertrauen für den Saisonstart geben sollen. Baumann geht aber auch davon aus, dass es nicht jede Woche Grund zum Jubeln geben wird. "Wir haben eine junge Mannschaft, mit gerade einmal 2 Spielern über 30, wir werden sicher das ein oder andere Mal Lehrgeld bezahlen, aber auch nur so entwickeln wir uns weiter." geht der 37-Jährige recht bodenständig in die Premieren-Saison auf Landesebene.
Anders ist die Lage beim VfB Artern, der dieser Liga nur eine Saison den Rücken kehrte. Mit dem sofortigen Wiederaufstieg im Doppelpack mit dem Pokalsieg gegen Wacker Nordhausen II zeigte man eindrucksvoll, dass der Abstieg niemanden in Artern aus der Ruhe gebracht hat. Nun möchte man Einiges besser machen als in der Saison 23/24. Um die Wichtigkeit eines gelungenen Saisonstarts weiß auch Trainer Patrick Gonnermann. "Es ist sicherlich wichtig, dass wir nach 4 Spielen nicht wieder mit 0 Punkten da stehen. Denn dadurch hast du von Anfang an enormen Druck, vor allem mental. Wir müssen außerdem defensiv stabiler stehen und dürfen nicht so viele individuelle Fehler machen. Offensiv sind wir eigentlich fast immer in der Lage 2 oder 3 Tore zu erzielen. Das nützt dir aber nichts, wenn du oft 3 Gegentore bekommst." bringt er die Stärken und Schwächen seiner Mannschaft auf den Punkt. Die defensive Anfälligkeit zeigte sich zuletzt auch bei zwei hohen Testspielniederlagen gegen Eintracht Emseloh (0:6) und den VfB Apolda (1:11), die Gonnermann jedoch nicht überbewerten will. "Die Testspiele waren von den Ergebnissen her nicht so gut, aber welche Schlüsse wir daraus ziehen werden, sehen wir in den nächsten Monaten."
Ein weiterer Knackpunkt im Laufe der langen Saison könnte die Kaderbreite sein, mit der der 40-Jährige aktuell nicht glücklich scheint. "Unser Kader ist zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor zu klein und ist mit dem Weggang von Paul Wanski noch kleiner geworden. Das ist sicherlich nicht optimal für unsere kommenden Aufgaben. Aber die Spieler die wir haben, hängen sich alle rein und darauf wird es in der langen Saison auch ankommen."
Beide Trainer schätzen die Liga in diesem Jahr als sehr ausgeglichen ein und werden sich die Aufsteiger (Bad Tennstedt und Großrudestedt) der Vorsaison als Vorbild nehmen, welche beide am Ende den Klassenerhalt feierten. Mit dem FC Borntal Erfurt gibt es in diesem Jahr auch wieder einen weiteren "Rückkehrer", der sich auf Landesebene neu beweisen möchte.