
Bereits am Freitag spielten die Theaterstädter bei der zweiten Vertretung des FC Fahner Höhe ihr fälliges Nachholspiel und traten mit einem Punkt die Heimreise an. Trainer Krautwurst zeigte sich nach der hektischen Partie auch noch am Sonntag etwas unzufrieden, da die Chancenverwertung in der ersten Hälfte mangelhaft war, trotz der frühen Führung durch Brinschwitz. „Eigentlich müssen wir nach dreißig Minuten 3 oder 4 zu Null führen, so lassen wir zu viele Gelegenheiten liegen, bringen den Gegner ins Spiel zurück und kassieren kurz vor dem Ende den Ausgleich. Da müssen wir uns noch bei unserem Schlussmann Kallenbach bedanken, der im Anschluss zweimal stak den zweiten Treffer der Einheimischen verhindert. Insgesamt aber mit den ganzen Umständen (Bus stand bei der Anreise im Stau und dadurch verspäteter Spielbeginn) sind wir mit dem Punkt zufrieden“, so Krautwurst zum Duell am Freitagabend.
Im Heimspiel gegen die Fortuna aus Kaltennordheim drehte der VfL nach dem Wechsel mal für 20 Minuten die Schrauben an und baute seinen Vorsprung auf 4:0 aus, nachdem der Gastgeber im ersten Spielabschnitt bei sommerlichen Temperaturen noch zu viel Stückwerk lieferte. Der Gast aus der Rhön versuchte mitzuspielen, konnte aber kaum Kapital aus den Meininger Fehlern im Aufbauspiel schlagen. So entwickelte sich zwar ein ständiges Hin und Her auf dem Spielfeld, aber meist war am gegnerischen Strafraum das Kapitel zu Ende. Meiningens zweiter vernünftiger Angriff brachte die Führung durch Brinschwitz, der eine Hereingabe von Pyterke am zweiten Pfosten per Kopf nutzte. Auf der Gegenseite war es dann wieder der Meininger Torschütze, der den umgehenden Ausgleich gegen Schramm verhinderte. Sonst waren die Angriffsbemühungen der Gäste zwar spürbar, aber der Abschluss fand nicht den Weg zum Tor. Beim VfL war es der auffällige Daneyko, der immer wieder den Abschluss suchte, doch zunächst sein Fernschuss verfehlte den Kasten haarscharf, ehe kurz darauf sein Kopfball eine Beute von Gästekeeper Wolf wurde. Fast mit dem Pausenpfiff die beste Chance von Kaltennordheim, als völlig frei Schramm das Leder aus Nahdistanz in die Wolken jagte.
Mit dem Wiederanpfiff nahm der VfL-Express kurzzeitig Fahrt auf und schaffte innerhalb von sieben Minuten die Vorentscheidung. Erst legte der eingewechselte Förtsch für Franke auf, ehe der Torschütze aus 35 Metern selbst Maß nahm und die Kugel in den rechten oberen Torwinkel bugsierte. Für das 4:0 war dann der diesmal offensiver agierende Pyterke verantwortlich, der aus spitzem Winkel Wolf überwand. Kurz danach fast auch der zweite Treffer von Pyterke, doch diesmal scheiterte er am herauslaufenden Gästetorwart. Danach wollte der Gastgeber das Ergebnis verwalten, aber Kaltennordheim steckte nicht auf und Schramm setzte das erste Achtungszeichen für die Schlussphase, als sein Knaller am Pfosten landete. Trotzdem belohnen sich die Gäste selbst noch in einer fairen Partie und gestalteten das Ergebnis freundlicher. Erst traf Markert zum 1:4, ehe Schramm zum Endstand traf. Schiedsrichter Reise aus Eisfeld hatte mit der Spielleitung keinerlei Probleme an diesem Sonntagnachmittag.