2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Zügel sollen angezogen werden

GL FFM OST/WEST: +++ Restrundenbesprechung der Gruppenligen +++ Demnächst vor Spiel Händeschütteln +++ Fortsetzung am 28. Februar +++

von Usinger Anzeiger · 13.12.2015, 18:00 Uhr · 0 Leser

HOCHTAUNUS . Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. An diese Richtschnur hielt sich Harald Vorndran bei der Rückrundenbesprechung der Gruppenligen Frankfurt Ost und West am Samstagvormittag im Sportheim des SC Dortelweil. Nach genau 93 Minuten beendete der Klassenleiter die Sitzung, mit dem verschmitzten Kommentar, die drei Minuten mehr entsprächen der üblichen Nachspielzeit.

Vorndran begrüßte die Vereinsvertreter von 33 anwesenden Vereinen, einzig die SG Büdingen fehlte unentschuldigt. Sein Rückblick auf die bisher absolvierten Spiele fiel positiv aus. ,,Der Wettergott spielte großteils mit, nur zwei Spiele der Ostgruppe stehen noch aus." Es handelt sich dabei um die Partien FC Hochstadt gegen FC Hanau 93 und SV Somborn gegen TSG Neu-Isenburg. Beide wurden auf Sonntag, 21. Februar, 14.30 Uhr, neu angesetzt.

Bei den Platzverweisen hielten sich beide Gruppen fast die Waage. In der Ostgruppe zückten die Schiedsrichter 32 Mal die Rote Karte, in der Westgruppe 33 Mal. Eine weiße Weste besitzen in der Ostgruppe noch Viktoria Nidda und die TGM/SV Jügesheim, in der Westgruppe die SG Bornheim/GW und der FV Bad Vilbel II.

Scharfe Kritik übte Vorndran dagegen beim Thema ,,fehlende Pässe". ,,Wir haben diesbezüglich die Vereine an der langen Leine geführt, das war wohl ein Fehler", kündigte er eine schärfere Gangart an. In der Westgruppe landeten sieben Vergehen vor dem Regionalsportgericht, in der Ostgruppe waren es doppelt so viele. Eine Steigerung, die nach den Worten Vorndrans auf einen neuen Rekord schließen lässt. Auch die Schiedsrichter sparte Vorndran nicht aus. Besonders die Berichterstattung der Unparteiischen nahm er kritisch unter die Lupe. In diesem Zusammenhang erinnerte er die Vereinsvertreter nochmals daran, dass Einwechselkarten Pflicht sind.

Rolf Heller griff die Zahlen Vorndrans auf. Von den 21 Verfahren, die vor dem Sportgericht landeten, seien nur vier schwierige Fälle gewesen, relativierte der Vorsitzende des Regionalsportgerichts und frühere Vorsitzende der Frankfurter Eintracht die Zahlen. Auch er betonte, dass man besonders in der Ostgruppe bislang großzügig vorgegangen sei, nach der Winterpause werde man die Zügel wieder anziehen.

Abschließend mahnte er die Vereinsvertreter an, auf ihre Trainer einzuwirken, einen besseren Umgang mit den Schiedsrichtern zu pflegen. Wobei er aus dem Plenum auch Gegenwind bekam. Einige Vereinsvertreter mokierten sich über allzu selbstherrlich auftretende Referees. Ein Punkt, den Matthias Kristek aufgriff. Der Regionalbeauftragte der Schiedsrichter räumte zwar einige Ausreißer ein, zeigte sich aber im Großen und Ganzen mit den Leistungen der Unparteiischen zufrieden. Die Vorgabe, binnen 24 Stunden einen Sonderbericht zu erstellen, bezeichnete Kristek als realitätsfremd. ,,Bis spätestens Dienstag muss der Bericht allerdings beim Klassenleiter vorliegen", stellte er fest.

Nur drei Absteiger?

Die Runde wird in beiden Ligen - bis auf die beiden Nachholspiele - am 28. Februar 2016 fortgesetzt. Letzter Spieltag ist Samstag, der 28. Mai. Die beiden Meister steigen in die Verbandsliga Süd auf, die beiden Vizemeister gehen in die Aufstiegsrunde mit dem Zweiten der Gruppenliga Darmstadt. Die Aufstiegsrunde beginnt am Sonntag, 5. Juni, 15 Uhr, mit dem Spiel Vertreter Gruppenliga West gegen Gruppenliga Ost. In jeder Gruppe steigen maximal fünf Vereine ab, im günstigsten Fall sind es nur drei. Auf Nachfrage aus dem Plenum bestätigte ein Vertreter des SSV Lindheim, dass das abgeschlagene Schlusslicht der Ost-Gruppe die Runde zu Ende spielen wird.

Vorndran informierte anschließend über den Rahmenterminplan des Hessischen Fußball-Verbands für die Saison 2016/17. Analog zur Verbandsliga Süd beschlossen die Vereinsvertreter, erst am 7. August in die neue Runde zu starten. Der ursprünglich für den 31. Juli geplante erste Spieltag wurde auf Donnerstag, 18. August, verlegt.

Die Vereinsvertreter stimmten danach einem Antrag des 1. FC-TSG Königstein zu, analog zur Bundesliga ein Spiel mit Händeschütteln der Spieler zu beginnen. Ein Vorschlag der SG Bornheim/GW und des FC Neu-Anspach, zum Abbau von Aggressionen gemeinsame Trainingseinheiten von Vereinen vorzusehen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen. Vorndran versprach, dieses Thema auf die Tagesordnung der Vorrundenbesprechung im Juli zu nehmen. Die Sitzung findet am Dienstag, 12. Juli, um 19 Uhr statt. Entweder erneut in Dortelweil oder in Enkheim. Ein Antrag, die Versammlung abwechselnd bei einem Ost- oder Westgruppen-Vertreter auszutragen, wurde abgelehnt. Die Mehrheit entschied sich für einen zentralen Versammlungsort.

Erster Spieltag der Gruppenliga West nach der Winterpause - Sonntag, 28. Februar, 14.30 Uhr: TSG Nieder-Erlenbach - FV Bad Vilbel II, FC-TSG Königstein - Eintracht Oberursel, TuS Merzhauusen - SV FC Sandzak Frankfurt, FC Neu-Anspach - Germania Enkheim, FG Seckbach - Usinger TSG, FC Olympia Fauerbach - Spvgg Griesheim, Türk Gücü Friedberg - SV Gronau; 15 Uhr: SG Bornheim/GW Frankfurt - SC Dortelweil.