
In Rödermark ist man stolz über dieses Job-Angebot und so wollte man Wöll aufgrund dessen Verdienste für den Verein keine Steine in den Weg legen. "Natürlich bedauern wir den Abschied unseres Cheftrainers sehr. Doch wir können realistisch einschätzen, dass man so eine Chance nur sehr selten erhält. Deswegen akzeptieren wir diese Entscheidung und wünschen Jens alles Gute", sagt Viktoria-Präsidiumsmitglied Michael Krause.
Auch Wöll selbst freut sich über die kommende Zeit bei den Junglilien und verrät, wie der Kontakt zum SV98 zustande kam: "Patrick Kurt und ich kennen uns schon bestimmt seit 10 oder 15 Jahren. Als er mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, sein Team als Co-Trainer zu betreuen, war ich sehr geehrt und wollte diese Chance unbedingt nutzen", so der 36-Jährige. Als Ziel gibt der künftige 98er den Klassenerhalt in der B-Junioren-Bundesliga Südwest, sowie die Weiterentwicklung der zahlreichen Talente aus. Dies "stehe über allem".
Trotzdem blickt Wöll aber auch mit einem weinenden Auge auf seine Zeit in Urberach zurück. Besonders die mäßige Saisonentwicklung gepaart mit der aktuell unklaren Situation wurmen den früheren Torhüter: "Ich hatte bei der Viktoria wirklich eine schöne Zeit und durfte rund um den Verein nette Menschen kennenlernen. Wie das geschehen nun in der Verbandsliga Süd weiter geht, bleibt abzuwarten. Ich kann nur nochmal betonen, dass ich felsenfest davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt geschafft hätten."
Wer die Nachfolge des scheidenden Cheftrainers in Urberach antreten wird, ist bislang noch nicht bekannt.