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Wörrstadt: VG-Turnier feiert erfolgreiche Wiedergeburt

Nach elfjähriger Pause entpuppt sich das Fußball-Fest in Saulheim als Top-Event +++ FSV gewinnt erste Neuauflage

von Claus Rosenberg · 11.07.2022, 12:00 Uhr · 0 Leser
Zwei Torschützen im direkten Duell: Links Nils Themann vom TSV Armsheim, der Jannis Neumann verfolgt. Neumann war im Endspiel Saulheims Matchwinner.	Foto: pakalski-press/Axel Schmitz
Zwei Torschützen im direkten Duell: Links Nils Themann vom TSV Armsheim, der Jannis Neumann verfolgt. Neumann war im Endspiel Saulheims Matchwinner. Foto: pakalski-press/Axel Schmitz

Saulheim. Eins ist sicher: Das Turnier der VG Wörrstadt wird angenommen. Viele Zuschauer sahen nicht nur, wie der FSV Saulheim das Finale gegen den TSV Armsheim gewann. Die gesamte Turnierwoche über erfreuten sich die Partien guten Besuchs.

Elf Jahre lang hatte die Veranstaltung pausiert. Verbandsbürgermeister Markus Conrad konnte sich noch gut erinnern, warum das Turnier seinerzeit einschlief: „Wir fanden keinen Ausrichter mehr. Und die Mannschaften schmolzen weg. Die Trainer meinten damals, das Turnier passe nicht in ihre Saisonvorbereitung.“

"Turnier ist gut, um Kraft aufzubauen"

So ändern sich die Zeiten. Heute freuen sich die Coaches, dass es ein solches Saisonvorbereitungsturnier gibt: „Testspiele im Wettkampfmodus, das ist richtig gut“, kommentierte Eduard Panhof, der Trainer der sehr jungen Armsheimer Mannschaft. Ähnlich äußerte sich Saulheims Cotrainer Kai Rausch, der beim FSV Manuel Helmlinger vertrat: „Das Turnier ist gut, um Kraft aufzubauen“.

Das Stadion an der Mühlbachaue bot allerdings auch Voraussetzungen, die allenthalben als „traumhaft“ bezeichnet wurden. Ein höchst gepflegter Rasenplatz mit einer Tribüne, dazu jede Menge Platz auf den Anhöhen. Wäre dieses Grün unter Wasser gesetzt worden, keine 60 Meter weiter wäre ein schmucker Kunstrasen als Ausweichplatz gewesen.

Klasse Orga des FSV

Von daher urteilten viele Fußballer genauso wie ihre Trainer, dass das VG-Turnier in den nächsten Jahren immer gerne beim FSV Saulheim ausgetragen werden könne. Zumal der rührige Klub, der sich seit Jahren in einem spürbaren Aufschwung befindet, eine von allen Seiten gelobte Organisation lieferte.

Seitens der Vereine wurde der Restart gut angenommen. 13 Ortsgemeinden hat die VG Wörrstadt. Sieben hatten ihre Mannschaften geschickt, Saulheim zwei. Neben dem etablierten FSV bestand der Türkische SV seine Feuertaufe.

Conrad: "Geld investieren wir gerne"

Wiederbelebt wurde das Turnier aus Anlass des 50. Geburtstags der VG Wörrstadt. Verbandsbürgermeister Markus Conrad meinte, bei einer solchen Feierlichkeit müsse auch der Sport vertreten sein. Ein Fußball-Turnier sei angemessen. Kaum war die Ausschreibung draußen, habe es sofort positive Rückmeldungen gegeben, berichtete Edgar Heeb, bei der VG für solche Veranstaltungen zuständig. Sofern sich ein Ausrichter finde, kündigte Conrad an, werde das VG-Turnier im nächsten Jahr wiederholt. „Das Geld investieren wir gerne“, sagte der VG-Bürgermeister. Silberne Pokale und Prämien für die Sieger geben dem Turnier nicht nur Reiz, sondern auch Flair.

Vom FSV Saulheim gab es bereits dezente Signale, dass er vielleicht erneut für dieses Fußballfest das Stadion herrichten könnte. Ändern könnte sich allerdings der Termin. Allgemein hieß es, ein oder zwei Wochen später wäre besser. Dann seien die Mannschaften einfach schon einen Schritt weiter in der Vorbereitung.


Die Finals

Der FSV Saulheim schlug im Endspiel den TSV Armsheim mit 3:2 (1:2)- Matchwinner beim Bezirksligisten war Jannis Neumann, der mit einem Doppelschlag aus dem 1:2 das 3:2 machte. Der TSV Armsheim schlug sich tapfer, führte sogar zweimal. Das 1:0 besorgte Yannick Mitterdorfer, das 2:1 Niels Themann. Das zwischenzeitliche 1:1 ging auf das Konto von Jonas Haas.

Kai Rausch, der neue Cotrainer beim FSV Saulheim, kommentierte nach der unterhaltsamen Partie: „In der Gesamtsicht auf das Turnier haben wir verdient gewonnen. Man muss der Mannschaft auch hoch anrechnen, dass sie das Finale nach zweimaligem Rückstand gedreht hat. das ist gut für die Moral.“

Eduard Panhof bedauerte, dass es für seine Mannschaft nicht zum Elfer-Schießen reichte: „Das hätte ich gerne gesehen. Ein Remis nach 90 Minuten in diesem Endspiel wäre das gerechtere Ergebnis gewesen“.

Dritter wurde die SG Schornsheim/Undenheim, die für das kleine Finale nur die zweite Mannschaft schickte. Sie besiegte den TV Sulzheim 8:6 nach Elferschießen. Nach turbulenten 90 Minuten stand es 4:4.