2025-12-03T05:51:34.672Z

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Wir wollen als Mannschaft weiter zusammenwachsen

Alexander Thost, Trainer des FSV Zwönitz, im Hinrunden-Check von FuPa Sachsen

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Ein Neustart nach Abstieg ist nie einfach, sagt Alexander Thost. Nach dem sich die Truppe aber wieder sortiert habe, sieht der Trainer des FSV Zwönitz mehr Potenzial in seinem Team, als es der derzeitige Tabellenplatz in der Kreisliga West im Erzgebirge aussagt. Im Hinrunden-Check von FuPa Sachsen lässt er die bisherige Saison noch einmal Revue passieren.


Wie beurteilst du Eure Hinrunde insgesamt? Bist du zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden?

Alexander Thost: Das erste Jahr nach einem Abstieg ist nie so einfach. Uns haben dadurch auch noch zusätzlich zwei Spieler verlassen, um weiter Kreisoberliga zu spielen. Deswegen sind wir das erste Jahr ohne Druck angegangen. Zudem mussten wir personell bedingt unsere zweite Mannschaft auflösen und da war es auch unsere Aufgabe diese Spieler mit in die Erste Mannschaft zu integrieren. Ich denke, dass uns dies auch gut gelungen ist. Mit dem 9. Tabellenplatz kann ich persönlich aber nicht leben, da in dieser Mannschaft enormes Potential steckt oben mitzuspielen. Da bin ich auch zu ehrgeizig um mich damit zu begnügen. Wenn ich betrachte welche großartigen Leistungen die Mannschaft gegen Neustädtel und Affalter gezeigt hat, sehe ich uns schon unter den ersten drei Mannschaften. Dazu zählt es aber jedes Spiel mit der notwendigen Einstellung anzugehen und das war unser Problem der Hinrunde. Gegen Gegner wie Eibenstock, Raschau oder Schneeberg dachten viele Spieler das ginge mit Links. Aber in dieser sehr starken Staffel musst du in jedem Spiel an deine Grenzen gehen um die gewünschten Punkte einzufahren. Das ist uns leider zu oft passiert und deswegen müssen wir auch mit den nicht gewünschten 5 Niederlagen leben. Aber wir werden auch aus unseren Niederlagen lernen, dafür sind diese ja auch da, um in der Rückrunde gestärkt anzugreifen. In den letzten Spielen, ausgenommen Bockau, konnten wir auch unsere Defensive stärken und dies ist auch ein wichtiger Grundstein für die Rückrunde.

Wo lagen Eure Stärken und wo Eure Defizite in der bisherigen Saison?

Alexander Thost: Ich denke unsere größte Stärke ist, dass wir nach vier schweren Jahren im Abstiegskampf der Kreisoberliga innerhalb eines halben Jahres als Mannschaft wieder enger zusammengerückt sind. Das war nicht so einfach aber die Jungs haben das super gemacht. Gerade gegen Ende der Hinrunde war das richtig spürbar auf den Platz, wo nach und nach jeder für den anderen gekämpft und gespielt hat.
Als Defizit betrachte ich, dass nicht zu jedem Spiel, wie bereits erwähnt, die nötige Einstellung an den Tag gelegt wurde. Da muss ich in Zukunft auch besser das richtige Stellrad finden um unnötige Punktverluste zu vermeiden.

Gibt es einen Moment der Hinrunde, der Dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Alexander Thost: Einerseits natürlich der Derby-Sieg in Affalter. Und selbstverständlich der völlig verdiente Dreier zu Hause gegen den unangefochtenen Tabellenführer Neustädtel. Auf den kleinen Platz in Affalter musste die Mannschaft über den Kampf und die Leidenschaft kommen. Und das haben die Jungs die gesamten 90 Minuten durchgezogen. Ich merkte damals schon in der Besprechung, dass wir dieses Ding ziehen werden. Da war eine Atmosphäre, ein enormer Wille bei den Spielern, so wie es sich jeder Trainer wünscht. Jeder Spieler war bis in die Haarspitzen motiviert und hat dies auch auf den Platz umgesetzt.
Der Sieg gegen Neustädtel bleibt auch in sehr positiver Erinnerung. Das Spiel der Neustädtler gefällt mir persönlich sehr, über Kurzpasstationen zum Erfolg. Das ist auch das, was ich gern von meiner Mannschaft sehe und auch weiter festigen möchte. Da sahen die Zuschauer ein Spiel für die Kreisliga auf enorm hohen Niveau und wir konnten uns den wichtigen Sieg auch verdient sichern.

Winterzeit = Hallenzeit. Nehmt ihr an Hallenturnieren teil? Und wenn ja, an welchen?

Alexander Thost: Wir absolvieren zwei Hallenturniere. Am 13.01. nehmen wir am Eurofoam-Cup in Burkhardtsdorf teil. Eine Woche später sind wir selbst Ausrichter beim Turnier um den Pokal des Bürgermeisters der Stadt Zwönitz. Dort haben wir hochkarätige Mannschaften wie Burkhardtsdorf, Affalter, Geyer und Gornsdorf eingeladen und freuen uns darauf.

Plant Ihr, in der Winterpause personelle Veränderungen vorzunehmen?

Alexander Thost: Da wir mit den beiden schweren Verletzungen von Robin Thiermann und Marcel Kutz zwei herbe Verluste in der Hinrunde verkraften mussten, sind wir auch hier aktiv geworden. Franz Rehropp kommt von der Spielgemeinschaft Auerbach/Hormersdorf und Dominik Masek aus Zschopautal. Beide Spieler konnten wir von dem zukunftsträchtigen Konzept Zwönitz überzeugen und freuen uns das wir ab der Rückrunde den Weg gemeinsam gehen werden. Zudem wollen wir weiterhin junge Spieler aus der A-Jugend nach und nach integrieren. Mit dem Trainergespann der A-Junioren Andreas Unger, Steffen Schreiber und Tino Schreiter haben wir dort richtig gute Leute, die die Spieler sehr gut ausbilden und somit hervorragend für den Männerbereich vorbereiten.

Was plant ihr für die Rückrunde, welche Erwartungen hast du?

Alexander Thost: Als Mannschaft weiter zusammenwachsen. Die jungen Spieler der A-Junioren integrieren und natürlich attraktiven erfolgreichen Fussball spielen. Danach schauen wir dann wo wir stehen.

Aufrufe: 05.1.2018, 15:51 Uhr
FuPa SachsenAutor