
Mainz. Gegen den Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken (Samstag, 14 Uhr) will, ja muss der FSV Mainz 05 II für den Regionalliga-Klassenerhalt punkten. Die 2:3-Hinrundenpleite „war eins unserer wirklich guten Spiele“, sagt Bartosch Gaul. „In unserer Situation haben wir nichts mehr zu verlieren“, setzt der Chefcoach auf eine Eroberungsmentalität bei seiner U23. Der Abstieg „wäre eine brutale Enttäuschung, aber ich glaube fest an die Rettung“, betont Torwart Finn Dahmen. Der Kapitän spricht über...
…das Ende der Sieglos-Serie: „Es war eine große Erleichterung zu spüren und gab der Mannschaft einen Schub. Die zweite Halbzeit gegen Dreieich, das FSV-Frankfurt-Spiel und die zweite Halbzeit gegen Freiburg waren gute Leistungen, aus denen wir Mut schöpfen. Das Selbstvertrauen kommt wieder, das merkt man jedem einzelnen an. Wir haben uns auf keinen Fall aufgegeben.“
…die Auswirkung der 18 sieglosen Spiele: „Man merkt allen Spielern an, dass das Selbstvertrauen fehlt. Viele hadern, auch die Trainingsqualität leidet – nicht weil die Spieler nicht wollen, aber man traut sich weniger ins Dribbling, will keine Fehler machen. Es war brutal schwer da rauszukommen. Jetzt merkt man einen deutlichen Unterschied, was das Selbstvertrauen angeht.“
…den Rückschlag durch das 1:2 in Freiburg: „Die erste Halbzeit war enttäuschend, die zweite mit das Stärkste von uns in dieser Saison. Wir haben gesehen, dass wir gegen jede Mannschaft punkten können.“
…das Drittliga-Team Großaspach mit dem Ex-Mainzer Rudi Baku (Bruder von Ridle Baku), durch deren Klassenerhalt der Regionalliga-14. drin bleiben würde: „Ich bin guter Dinge, dass Großaspach das schafft. Wir hatten vor einigen Wochen Kontakt. Jetzt konzentrieren wir uns beide auf unsere Situation. Er wird das schaffen.“
…das Restprogramm mit Steinbach (7.), Stadtallendorf (17.) und Mannheim (1.): „Bei uns ging es letzte Saison am Ende auch um nichts mehr, trotzdem hatten wir einen Lauf und haben Spiele gewonnen. Es gibt auch Beispiele, wo Mannschaften dann extrem nachlassen. Es hilft nichts, darauf zu hoffen, wir müssen unsere Leistung bringen.“
…den jungen Trainer Bartosch Gaul: „Er ist seinem Stil immer treu geblieben, hat eine sehr authentische Art, verstellt sich nicht. Ein Autoritätsproblem gab es gar nicht, auch die älteren Spieler schätzen ihn.“
…Verstärkungen von oben: „Die A-Jugendlichen, die schon Bundesliga gespielt haben, haben extreme Qualität und geben bei uns immer 100 Prozent. Burkardt war in Stuttgart (1:1) der gefährlichste Mann, Barreiro hat bei uns immer gut gespielt. Sie haben mit vielen in der U 19 zusammengespielt, beide sind total nette Typen, die in keinster Weise Starallüren haben.“
…den Grund für den Klassenerhalt: „Weil wir noch zwei Teams überholen werden.“