
Wie zufrieden seid Ihr mit der abgelaufenen Halbserie?
Müller: Wir sind natürlich unzufrieden mit der Punktausbeute. Bei mageren sieben Punkten und einem Abstiegsplatz zur Winterpause kann man auch nicht zufrieden sein.
Entspricht der erreichte Tabellenplatz tatsächlich Euren Leistungen oder wäre Deiner Meinung nach ein besseres / schlechteres Abschneiden gerechtfertigt?
Müller: Das ist natürlich für die eigene Mannschaft immer schwierig, eine realistische Einschätzung abzugeben. Aus meiner Sicht ist in dieser Saison vieles suboptimal verlaufen. Große Personalnot zum Saisonstart, aber auch im Laufe der Saison stand selten der gesamte Kader zur Verfügung. Viele Gegentore zu ungünstigen Zeitpunkten, oft sehr früh im Spiel, aber auch sehr häufig direkt vor der Halbzeit. Dazu eine schwache Chancenverwertung und gefühlt wurde jeder kleine Fehler von uns maximal bestraft. Zusammenfassend glaube ich, dass ein besseres Abschneiden durchaus möglich gewesen wäre, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass wir in der zweiten Halbserie besser abschneiden werden.
Wie bewertest du die Entwicklung der Mannschaft / der einzelnen Spieler?
Müller: Insgesamt haben wir uns als Mannschaft über die Jahre stetig verbessert, das betrifft aber auch die einzelnen Spieler. Diese Saison ist es schwierig das abschließend zu bewerten. In den letzten Wochen haben wir unsere Defensivabläufe und die Formation verändert und verteidigen jetzt geschlossener. Wenn es uns in der Rückrunde gelingt das zu stabilisieren und eine klare Idee zu entwickeln, wie wir daraus unsere Umschaltsituationen effektiver ausspielen können, haben wir einen weiteren großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.
Wie ist euer Verletztenstand? Hattet ihr diesbezüglich Pech oder hattet ihr meistens voll Kaderstärke?
Müller: Wir hatten schon immer wieder mit kleinen Verletzungen zu kämpfen, wichtige Spieler waren teilweise mehrfach betroffen. Dazu kommt mit Malte Bennemann ein Spieler, der die komplette Hinrunde ausgefallen ist, nachdem er sich Ende letzter Saison verletzt hat.
Gibt es Veränderungen im Team?
Müller: Nach aktuellem Stand wird mit Andreas Schmidt ein "alter Haudegen" für den Defensivbereich dazukommen. Er hat bis dato bei den alten Herren vom BSV Heerren gespielt. Mit Lukas Kurz wird uns ein zentraler Spieler für die komplette Rückrunde nicht zu Verfügung stehen, da er im Ausland sein wird.
Wann startet die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte? Steht ein Testspiel-Highlight an?
Müller: Wir werden in Kalenderwoche drei mit der Vorbereitung starten, sodass wir auf fünf Wochen Vorbereitung kommen. Testspiele werden wir eher Wenige machen.
Wie lauten die Ziele bis zur Sommerpause?
Müller: Natürlich wollen wir nicht absteigen, trotzdem halte ich wenig davon das als Ziel auszugeben. Das Ziel kann nur sein, weiterhin als Mannschaft so stark zu sein wie bisher und die Rückschläge so gut wegzustecken. Und noch mehr als bisher an unseren Stärken und Schwächen zu arbeiten. Wir sind tatsächlich im wahrsten Sinne ein Team mit außergewöhnlich guten Charakteren. Das müssen wir noch stärker nutzen als in der Vergangenheit, indem wir absolut offen unsere Fehler identifizieren und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Was macht Euer Team oder Euren Verein einzigartig?
Müller: Das kann man kaum erklären, man muss es erlebt haben. Wir sind ein Dorfverein und wir lieben es. Wir haben die schlechteste Infrastruktur aller Vereine in Hamm, haben keine Duschen am Platz, einen Rasenplatz der eher eine Wiese ist, kein Flutlicht, Spieler, die unter der Woche studienbedingt über ganz NRW und darüber hinaus verteilt sind und vieles mehr. Bei uns bekommt tatsächlich kein Spieler Geld, das heißt auch kein Spritgeld oder Ähnliches. Ganz im Gegenteil: Unsere Spieler zahlen fleißig jedes Jahr ihren Beitrag, sind aus Überzeugung bei uns und in der Regel auch nicht wechselwillig. Die Worte "Mannschaft", "Team" und "Gemeinschaft" sind mehr als Floskeln, sie werden immer wieder mit Leben gefüllt. Zum Beispiel, wenn in Eigenleistung der Mannschaften das Vereinsheim renoviert wird oder mehr als 20 aktive Spieler zu regelmäßigen Platzpflegeaktionen da sind. Das betrifft ausdrücklich alle Mannschaften im Verein, Gemeinschaft eben.
Wie sieht ein typischer Mannschaftsabend bei Euch aus?
Müller: Das kann verstörende Dimensionen annehmen, die ich lieber nicht beschreiben möchte.
Wer ist die härteste Sau im Team und wer hat dagegen noch nicht gefoult?
Müller: Die Frage gefällt mir nicht. Natürlich hat jeder bei uns schon mal Foul gespielt, aber für uns steht Fairness an erster Stelle und jemanden dafür zu feiern, dass er regelmäßig austeilt, halte ich für sehr fragwürdig.
Amateurspieler der Saison im Ruhrgebiet: Alexander Schubert (TV Germania Flierich-Lenningsen)
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