
Als Siebter der Abschlusstabelle konnten die Grün-Weißen mit dem Abschneiden am Ende mehr als zufrieden sein. Von Beginn an hatten der erfahrene Coach Neubauer und seine Truppe keinen Zweifel daran gelassen, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben würden. Wettelsheim erwies sich als homogene Mannschaft, die an guten Tagen auch den Spitzenteams der Liga Paroli bieten konnte. Genau darauf will der 30-jährige Tobias Grimm aufbauen. Als ehemaliger Akteur des ESV Treuchtlingen sind ihm die Verhältnisse beim Nachbarn und langjährigen Rivalen SVW bestens geläufig. Besonders angetan ist er von den Rahmenbedingungen am Hirschfeldweg: „Der Kader hat großes Potenzial, die Spieler sind ehrgeizig und auch das Umfeld passt.“ Diese Erkenntnisse bestätigten sich unter anderem in der Vorbereitungsphase. Mit rund 20 Teilnehmern pro Einheit lässt sich die Trainingsbeteiligung durchaus sehen. Wegen Urlaub, Studium, Beruf und privaten Verpflichtungen ist es nicht leicht, den Ablauf optimal zu organisieren.
Tobias Grimm ist ein positiv denkender Zeitgenosse. Er ist davon überzeugt, dass Spaß und Freude beim Fußball nicht zu kurz kommen dürfen. In seiner Trainingsmethodik ist deshalb Vielfalt angesagt. Neben den meist wenig populären Ausdauer-, Kraft- und Fitnessübungen will der SVW-Coach seine Jungs selbstverständlich mit spielerischen Elementen auf den Punktspielstart am Wochenende vorbereiten. Kein Wunder, dass Grimm und seine Mannen „hochmotiviert“ dem Kreisliga-Eröffnungsspiel bei der SG Ramsberg/St. Veit entgegenfiebern. Anpfiff ist um 17 Uhr.
Bis zur Sommerpause ist Tobias Grimm noch beim FC Nagelberg als Coach aktiv gewesen. Der Schritt zum SV Wettelsheim stellt für ihn eine große Herausforderung dar. Die neu zusammengesetzte Kreisliga NM/Jura Süd birgt allerdings auch einige offene Fragen. Stärken und Schwächen der hinzugekommenen Gegner können objektiv noch nicht bewertet werden. Insofern ist davon auszugehen, dass in den Duellen gegen bisher unbekannte Teams immer wieder flexibel reagiert werden muss.
Auch was diesen Umstand betrifft, ist Grimm guter Dinge: „Wir wollen mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen auflaufen und nach Möglichkeit immer unsere eigenen Qualitäten abrufen“. Die Saison 2016/17 kann für den SVW also beginnen. Mit Können, Mut und dem für Wettelsheim selbstverständlichen Teamgeist sollte das Kollektiv in der Lage sein, die vorgegebenen Ziele zu erreichen.