
Darmstadt. Seit dem Aus Ende 2021 beim VfL Michelstadt ist Ex-Lilie Daniel Leifermann nicht mehr als Senioren-Trainer aktiv. An der Seitenlinie steht der 41-jährige aber trotzdem noch: Aktuell coacht er die E-Jugend der TSG Steinbach, in der unter anderem sein Sohn kickt. Im Interview erzählt der Ex 98-er, wie er mit der freien Zeit umgeht und unter welchem Umständen er zurück ins Aktive Trainergeschäft einsteigen würde.
Coach bei der E-Jugend der TSG Steinbach
Nachdem sich die Wege in Michelstadt getrennt haben verbringt Daniel Leifermann viel Zeit mit Freunden und der Familie, doch auch auf dem Rasen ist er wieder beschäftigt. Zurzeit coacht er die E-Junioren der TSG Steinbach zusammen mit SG Bad König/Zell-Trainer Timo Sauer. Einerseits, da sein Junior bei der TSG spielt, anderseits aber auch um weiterhin an der Seitenlinie zu stehen. "Wir haben uns für die obere Kreisliga qualifiziert, wenn alle da sind können wir mit jedem mithalten. Trotzdem steht natürlich der Spaß der Kinder im Vordergrund", erzählt Leifermann. Generell genießt die Ex-Lilie die Auszeit vom Senioren-Geschäft und die Erfahrung Jugendfußball."Es macht halt Spaß, weil es einfach das krasse Gegenteil zu den Senioren ist. Da muss man keinen ins Training prügeln, da gibt es auch keine Ausreden, die Senioren gehen immer nur den bequemen Weg. Die Kids kommen alle gerne, das ist schon schön."
Aus in Michelstadt
In Darmstadt trainierte Leifermann schon den FV Mümling-Grumbach(vor 14/15), den TSV Lengfeld(14/15) und zuletzt den VfL aus Michelstadt(20/21). Auf seine Zeit als Senioren-Trainern blickt er mit gemischten Gefühlen zurück:" Lengfeld und Mümling-Grumbach sind super geführte Vereine, da haben mir viele geholfen, egal um was es ging, auch wenn es dann am Ende nicht langfristig gepasst hat. In Michelstadt fühlte sich Leifermann etwas im Stich gelassen: "Da warst du ein Alleinkämpfer, da ist schon ziemlich viel am Trainer hängengeblieben, das stelle ich mir halt nicht unter einer Trainerstation vor."
Mehr Hintergründe über das Leifermann-Aus beim VfL Michelstadt erfahrt Ihr im Artikel bei echo-online (plus-Artikel)
Auch weil er sich damals nicht komplett auf das sportliche konzentrieren konnte, zog er die Reißleine. "Ich weiß, dass ich im Amateurbereich unterwegs bin, aber so ein bisschen mehr Professionalität in der Vereinsführung hätte ich mir dann schon gewünscht. Ich habe es ja kennengelernt, in Lengfeld und Mümling-Grumbach funktioniert es ja auch." Trotzdem sieht Leifermann die Gründe nicht nur in Vereinsführung: "Natürlich war auch Corona ein riesen Einschnitt, man registriert es ja jetzt noch überall."
Comeback als Senioren-Coach ?
Im Moment plant Leifermann keine Rückkehr als Aktiven-Coach, aber natürlich hat auch er Ausnahmen: "Wenn Uli Hoeneß anruft geh ich natürlich hin." Ausschließen will er erstmal gar nichts: "Wenn mich ein Verein kontaktiert dann rede ich schon mit ihnen. Und wenn mich alles überzeugt und den Sportsgeist wieder weckt, dann bin ich sofort dabei was zu machen."
Einmal Lilie, immer Lilie
Als Ex-Lilien-Spieler verfolgt er den Zweitligist natürlich auch jetzt noch: "Es geht nicht ohne die Lilien. Ich war mit meinem Papa zu seinem 70.Geburtstag beim Spiel Darmstadt gegen HSV. Da haben wir uns einen schönen Abend gemacht, aber auch sonst, wenn es von der Übertragung passt schaue ich mir die Spiele an." Als langjähriges Mitglied des Vereins fiebert er bei jedem Spiel mit, das geht nicht mehr ohne, dafür war ich zu lange im Verein und habe zu viel erlebt. Es war einfach schon immer was besonderes, für die Lilien zu spielen. Egal ob Regional- oder Hessenliga, da waren immer Fans dabei, das ist einfach was ganz besonders."
Zur Serie: In dieser Reihe porträtieren wir ehemalige Trainer und Funktionäre, die derzeit nicht bei einem Team aus der Region an der Seitenlinie stehen. Ihr habt Vorschläge für einen Protagonisten, der Teil der Serie werden soll?
Dann mailt uns an fupa@vrm.de!
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