2024-07-17T10:40:36.325Z

Allgemeines

Wenn die bedrückende Lage auch etwas Gutes hat

Durch den Umstand, dass der SC Broich-Peel aktuell mit seinen zehn Teams dem Hobby nicht nachgehen kann, erholt sich zumindest der Rasen, den der Klub gerne so schnell wie möglich gegen ein Kunstgrün tauschen würde

Wer hätte Anfang des Jahres, so kurz nach der Hallenstadtmeisterschaft und vor dem Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde, daran gedacht, dass die Runde zunächst bis zum 19. April nach nur wenigen Spieltagen ausgesetzt wird? Vermutlich erstmal keiner. So hat sich Corona zu etwas entwickelt, was uns dazu veranlasst, besondere Maßnahmen zu treffen.

Neben der Aussetzung der Spieltage schränken uns das Virus und seine Folgen im täglichen Leben nun extrem ein. Dennoch bringt Covid-19, so hart es auch klingt, etwas Gutes mit sich. Die Naturplätze, die über den Winter ohnehin gelitten und gerade an den ersten beiden Wochenenden mit viel Wasser von oben zu kämpfen hatten, haben nun Zeit, sich zu erholen, und das bei bestem Wetter. Neben den Vereinen mit Kunstrasen und den wenigen Vereinen, die zumindest noch auf einen Ascheplatz und Flutlicht zurückgreifen können, und so im Zweifelsfall Spiele unter der Woche nachholen können, hat der SC Broich Peel nur seinen Rasenplatz ohne Flutlicht zur Verfügung.

Alle zehn Mannschaften des Vereins sind in der aktuellen Situation folglich auf den Rasen angewiesen und haben auch unter der Woche keine Möglichkeit, alle Spiele eines Wochenendes auf anderen Anlagen nachzuholen, was im schlimmsten Fall zu Punktverlusten führen würde. Vorsorglich konnte der SC Broich-Peel einige Spiele zunächst verlegen oder gar das Heimrecht tauschen, auch mit Hinblick auf Spiele unter der Woche, bei denen schlicht und ergreifend das Licht fehlen würde. Trotzdem haben einige Spiele auf dem Platz stattfinden müssen, denn eine generelle Sperre der Sportanlagen gab es in dieser Zeit nicht. Folglich hat der Platz weiter gelitten. Die aktuelle Situation trägt nun dazu bei, dass sich der Rasen erholen kann und der weiche Boden trocknet.

Christian Spinnen, Vorstand und Spieler der Ersten Mannschaft, sagt dazu: "Wir geben aktuell unser Bestes und sind in Kontakt mit der MAGS (Anmerkung der Redaktion: Mönchengladbacher Abfall, Grün- und Straßenbetriebe), die den Platz teilweise mit pflegt. Gewalzt werden konnte er in der vorigen Woche seitens der MAGS, was zunächst die hügelige Struktur der gesamten Anlage wieder etwas ebener gemacht hat. Zwar stand kaum Wasser auf der Anlage, dennoch war der Boden an den ersten beiden Spieltagen des Jahres so aufgeweicht, dass mancher Spieler nicht nur mit den Unebenheiten zu kämpfen hatte, sondern auch mit dem Schuhwerk. Wir haben uns da natürlich schon Sorgen gemacht, wie der Platz dann im Sommer aussieht, auch wenn dann eine Regeneration stattfinden soll. Nach der Zeitumstellung nächste Woche sollten wir wieder in Broich trainieren, was ja nun untersagt ist. Es ist schade für die ganzen Jugendlichen wie auch Senioren, die Ihrem Hobby nicht gemeinsam nachgehen können. Und irgendwo fehlt uns hier im Dorf, gerade am Wochenende, etwas. Dennoch ist die Entscheidung, den Spielbetrieb zunächst einzustellen, vollkommen logisch und richtig sowie nachvollziehbar. Und gleichzeitig gibt es, nicht nur unserem, sondern auch anderen Naturplätzen die Möglichkeit, zu regenerieren bei diesem Wetter. Auch wenn die aktuelle Lage keinen Gemeinschaftssport zulässt, würde uns ein eigener Kunstrasenplatz samt Flutlichtanlage natürlich helfen. Gerade für die Zukunft.“

Hinweis Um aktiv an der Veränderung der Sportplatzsituation zu arbeiten, hat der SC Broich-Peel das "Projekt 20+" ins Leben gerufen, zu finden auf der Homepage des Vereins. „Neben den aktuellen Spenden, die auf der Spendentafel abgebildet sind, haben wir mit unseren Rücklagen schon ein gutes Stück des Kunstrasens zusammen.“

Aufrufe: 024.3.2020, 11:45 Uhr
FuPa / SC Broich-PeelAutor