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Ligavorschau

Wenig Worte nötig

SVH-Coach Schäfer fordert Entschlossenheit in Altleiningen

von Lukas Gutzler · 24.11.2017, 11:30 Uhr · 0 Leser
Fehlt gegen Bodenheim: Zum Start in die Rückrunde muss die Wormatia-Zweite auf Fabio Nagy (links) verzichten.	Archivfoto: pa/Dirigo
Fehlt gegen Bodenheim: Zum Start in die Rückrunde muss die Wormatia-Zweite auf Fabio Nagy (links) verzichten. Archivfoto: pa/Dirigo

HORCHHEIM. Der Ärger bei Christian Schäfer über die 3:4-Niederlage beim FSV Offenbach ist immer noch nicht verraucht. Der Trainer des SV Horchheim rätselt nach wie vor, wie seine Schützlinge nach einer 3:1-Führung dermaßen einbrechen konnten. Seinen Jungs gegenüber zeigt er sich vor dem nächsten Auswärtsspiel in der Fußball-Landesliga beim TuS Altleiningen daher wortkarg.

„Es wurde genug geredet. Entscheidend ist es, das Gesagte auch umzusetzen“, betont Schäfer. „Drei, vier Sätze“, mehr wolle er seiner Elf zu dem Match in Offenbach nicht sagen. „Der Rest hat sich in der zweiten Halbzeit gezeigt, die Jungs wissen das selbst. Das wird man auch im Training spüren“, legt Schäfer nach. Den Grund für den Leistungseinbruch nach der Pause wisse nur jeder Spieler selbst, untermauert Schäfer: „Jeder muss in den Spiegel schauen und sich fragen, ob er alles gegeben hat. Wir hatten zur Halbzeit alle Trümpfe in der Hand.“

In Altleiningen fordert Schäfer eine „gewisse Wut“. Nur mit großer Entschlossenheit sei gegen den „absolut unangenehmen Gegner“ etwas zu erben. Der Tabellenfünfte ist gerade auf dem heimischen, sehr kleinen Spielfeld nur schwer zu bezwingen. Erschwert wird diese Mission durch eine dünne Personaldecke. Vor allem der drohende Ausfall von Kapitän Andreas Tillschneider (Adduktoren) träfe die Horchheimer hart. Der Abwehrchef ist einer der wenigen Akteure, die konstant ihre Leistung abrufen. Schäfer: „Wenn er ausfällt, wäre das schmerzhaft. Wir müssen sehen, dass wir die angeschlagenen Spieler wiederherstellen.“

Wormatia-Zweite erwartet Bodenheim

Bei Wormatia Worms II ist die Erleichterung groß, nachdem man am vergangenen Wochenende endlich wieder einen Sieg einfahren konnte, die TSG Bretzenheim hatte mit 2:4 das Nachsehen. Die Elf von Trainer Marco Stark orientiert sich damit in Richtung Tabellenmittelfeld. Dies steht jedoch bis zur Winterpause auf wackligen Füßen, denn das Restprogramm hat es in sich: Nach dem kommenden Heimspiel gegen den VfB Bodenheim geht es nach Rülzheim, bevor Viktoria Herxheim wartet. Stark müht sich, das Positive darin zu sehen: „Vielleicht ist es gut, diese Brocken vor der Winterpause zu haben. Wenn wir da etwas holen, können wir mit Selbstvertrauen in die Pause gehen.“

Die Gäste aus Bodenheim scheinen auf dem Papier am schlagbarsten, Stark warnt aber: „Das ist eine ausgebuffte Truppe, die schon lange in der Landesliga spielt. Sie werden uns den Schneid abkaufen wollen und wohl auch provozierend auf die Jungs zugehen. Ich werde sie so vorbereiten, dass dies an ihnen abprallt.“ Stark hofft, dass die angeschlagenen Andreas Happersberger (Rücken) und Ali Bülbül (Knie) auflaufen können. Fehlen wird der beruflich verhinderte Fabio Nagy. Unabhängig davon erhöht der Trainer den Druck auf sein Team: „Auch eine junge Mannschaft muss Konstanz in ihr Spiel bringen. Von der Qualität her gehören wir ins obere Drittel.“