
Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den Londoner und Dresdner Medien. Der FC Arsenal soll Interesse an Markus Schubert haben. Über ihren ehemaligen Chefscout lernten die Gunners Schubert kennen – nun scheinen sie ihn nach der U21-ÉM nach England lotsen zu wollen.
Bundesliga – das Ziel von Markus Schubert war bei seinem Abgang konkret. Jedoch hatte scheinbar nur der Spieler Interesse an einem Vertrag in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Bundesligisten kauften nämlich bereits fleißig Torhüter ein – nur für „Schubi“ war in keinem Kader Platz. Es gab zwar bereits einige Gerüchte (FuPa berichtete), jedoch sollte sich keines bewahrheiten. Wenn man der britischen Zeitung „Independent“ nun aber Glauben schenkt, steht Schubert vor einem Transfer zum FC Arsenal.
„Europäisches Wunderkind“ vom „Diamantenauge“ entdeckt
Die „Independent“ sieht in Schubert einen der besten jungen Torhüter Europas – andere Zeitungen taten es ihr gleich. Das Standing des 20-Jährigen ist in England ziemlich gut. Doch wie kommt der FC Arsenal, der im Finale der Europa League stand, dazu, sich in der 2. Bundesliga umzuschauen? Sven Mislintat, der Sportdirektor der VfB Stuttgart, hatte vor einigen Monaten noch das Amt als Chefscout des FC Arsenal inne. In diesem Amt holte er auch Bernd Leno auf die Insel. Mislintat, der aufgrund seiner hervorragenden Scoutingarbeit den Spitznamen „Diamantenauge“ trägt, ist ein großer Fan von Markus Schubert und soll sich bereits zu seiner Amtszeit in England für einen Transfer stark gemacht haben. Nicht grundlos sind deshalb auch die Gerüchte, die „Schubi“ mit einem Wechsel nach Stuttgart in Verbindung bringen.
Was bringt Arsenal ein Schubert-Transfer?
Momentan stehen bei den Gunners fünf Torhüter unter Vertrag. Petr Chech beendet nun jedoch seine Karriere und zwei Keeper sind momentan in untere englische Ligen ausgeliehen. Ein ähnliches Schicksal könnte auch Schubert erwarten, wenn er wirklich nach London wechseln sollte. Er würde entweder von seinem Landsmann Bernd Leno im Training bei Arsenal als dritter Torwart lernen oder Spielpraxis in der EFL Championship, der zweiten englischen Liga, sammeln.
Wieso ist der Transfer noch nicht fix?
Schubert wird zweifelsohne Interesse an der Premier League haben. Wieso haben Club und Spieler dann noch nicht miteinander verhandelt? Markus Schubert ist momentan mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der EM in Italien und San Marino. Er wird sich dort nicht mit einem Transfer befassen. Ist das Turnier jedoch vorbei, ist sein Vertrag in Dresden endgültig ausgelaufen und Dynamo wird ihm keine Steine mehr in den Weg legen.
Ein großer Schritt
Die Premier League ist die wohl beste und modernste Liga der Welt. Viele Spieler schwärmen davon, einmal in England Fußball spielen zu können. Der letzte Dresdner, der sich diesen Traum erfüllte, war Michael Hefele. Bei ihm ist der Schritt gelungen. Wagt Schubert ihn nun auch?