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Warum der MTV Hammah die JSG plötzlich verlässt

von Tageblatt / Von Jan Bröhan · 01.07.2021, 18:10 Uhr · 0 Leser
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Die Jugendspielgemeinschaft Himmelpforten/Hammah ist Geschichte. Der MTV Hammah einigte sich mit dem MTV Himmelpforten kurzfristig und recht einvernehmlich auf die Auflösung zum 30. Juni. Ein langjähriger Trainer ist traurig.

Diesem schnellen Ende der jahrelangen Jugendspielgemeinschaft (JSG) ging aufseiten des MTV Himmelpforten allerdings die große, schockartige Überraschung voraus, dass der MTV Hammah plötzlich aussteigen will. "Davon wurden wir doch sehr überrascht", sagt Jugendobmann Hans-Jürgen Wertgen. Das schriftliche Kündigungsschreiben des MTV Hammah fiel mitten in die neue Saisonvorbereitung."Ich bin schon ein bisschen traurig", sagt Günter Buhrmester, der seit 13 Jahren bei der JSG Himmelpforten/Hammah als rühriger Trainer fungiert. Von der U8 bis zur kommenden U19 seien fast alle Fußballer durch sein Training gelaufen, wie Buhrmester sagt. Die Jugendspielgemeinschaft habe er immer als funktionierende Einheit der beiden Vereine wahrgenommen.

Die Verantwortlichen des MTV Himmelpforten haben sich aber nur kurz geschüttelt und beschlossen, dass der MTV Hammah schon vor der kommenden Saison aussteigen dürfe. Trotz der nicht eingehaltenen Frist. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass der MTV Himmelpforten "dominant" in der JSG war, wie es Jugendobmann Hans-Jürgen Wertgen ausdrückt. "Für uns wird sich nicht viel verändern", so Wertgen, die Lücken, die der Ausstieg des MTV Hammah gerissen habe, seien schon gefüllt - sprich, neue Trainer seien gefunden.

Weniger Kinder aus Hammah

Trainer Buhrmester konkretisiert, dass der MTV Himmelpforten eh immer rund 80 Prozent der Trainer gestellt habe und 90 Prozent der Kinder blieben auch beim MTV Himmelpforten. "In den jüngsten Jahrgängen trifft uns aber der JSG-Ausstieg", sagt Buhrmester.

Der Ausstieg des MTV Hammah hat viel mit den genannten Zahlen zu tun. "Wir haben immer weniger Kinder aus Hammah in der JSG gehabt und konnten auch immer weniger Trainer stellen", sagt Marcus Wendt, Erster Vorsitzender des MTV Hammah und Teammanager des ambitionierten Bezirksligisten. Eltern hätten sich in der Vergangenheit öfters über die Fahrtwege zum Training beschwert, viele Kinder aus Hammah hätten in der JSG aufgehört. "Der Gedanke über einen Ausstieg schwirrte schon länger herum und in den letzten acht Wochen wurde er dann konkret", sagt Wendt über die plötzliche Entscheidung.

Wendt möchte den Vereinsgedanken beim MTV Hammah stärken, der Anonymität entgegenwirken, wie er sagt. Eigene Trainer mit Hammaher Kinder auf eigenen Plätzen. "Den Leistungsgedanken können wir dabei ganz klar nicht bedienen", sagt Wendt. Sollte es Überflieger im Nachwuchsbereich geben, dann müsste der MTV Hammah diese ziehen lassen. In der Region gebe es aber genügend Jugendspielgemeinschaften und Jugendfördervereine. Der MTV Hammah beginnt klein. Gemeldet sind vorerst eine U6- und eine U7-Mannschaft, möglichst soll noch eine U8 hinzukommen.

Sehr gute Gespräche

Die Gespräche mit den Verantwortlichen des MTV Himmelpforten seien letztlich sehr gut gewesen, so Wendt. Die JSG könne auch weiterhin die Hammaher Plätze nutzen, sofern Bedarf bestehe. "Diese Option kam uns bei der kurzfristigen Umstrukturierung entgegen", sagt Wertgen.

Seit der Saison 2019/20 gibt es zudem die JSG Osteland, in der sich der FC Oste/Oldendorf dem MTV Himmelpforten und MTV Hammah angeschlossen hat. Diese Vergrößerung habe die Hammaher Austrittsgedanken noch einmal konkretisiert. In der JSG Osteland sind die Mannschaften ab dem Jahrgang U14 organisiert. Es wird nun überlegt, ob ab dem Jahrgang U12 die Mannschaften in der JSG Osteland spielen. Die Teams darunter treten als MTV Himmelpforten an. Die JSG mit Hammah ist ja Geschichte.

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