
Kreis Groß-Gerau. Nicht verhindern konnte der SKV Büttelborn die Meisterschaft des 1. FC Arheilgen Darmstadt in der Gruppenliga.
Mit 1:3 unterlag die Elf von SKV-Trainer Francisco Ortega im letzten Saisonspiel trotz einer über weite Strecken guten Leistung und einer 1:0 Halbzeitführung. Durch das 3:3 von Tabellenführer RW Walldorf konnte die Darmstädter Legionärstruppe am Ende die Meisterschaft feiern.
Dabei begann die Partie vielversprechend für die Büttelborner. Befreit spielte die SKV gegen den hohen Favoriten auf und sehr gut mit, während sich Darmstadt der prekären Situation gewinnen zu müssen bewusst zu sein schien. In der 22. Minute konnte die SKV jubeln, nachdem der früh eingewechselte Eldin Alomerovic eine sich bietende Chance ausnutzte. Doch auch den Darmstädtern gelang es, einen Ball hinter Stefano Francioso im Kasten zu platzieren, und so stand es nach einem Treffer nur zwei Minuten später zur Pause 1:1. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber zunehmend besser. Durch Manfredini fiel schnell das 2:1, anschließend hatte der FCA mitunter Glück, nicht noch den Ausgleich zu kassieren. In der 80. Minute machten die Gastgeber den Sack zu. Für Büttelborn ist Platz 7 in der Endabrechnung ein zufriedenstellendes Ergebnis. Verabschiedet wurden mit Tim Lorenz und Fynn Schek zwei Leistungsträger, die der Mannschaft sicher in der kommenden Saison fehlen werden.
SKV: Francioso (85. Sultan) – Dilling (73. Bender), Krieg (59. Wiesenäcker), Laghouali, Ashibuogwu (69. Heinz), Jung, Schek, Alomovic, Lorenz (85. Torunoglu), Mulatu, Grossmann. Tore: 0:1 Alomerovic (22.), 1:1 Weinhardt (24.), 2:1 Manfredini (52.), 3:1 Weinhardt (80.).
Sie machten aus einem 0:2-Rückstand binnen elf Minuten eine 3:2-Führung, hielten die Meisterschaft schon in beiden Händen. Nur um in der Nachspielzeit doch noch das Tor zum 3:3-Endstand gegen den VfR Groß-Gerau zuzulassen. Also wurden die gastgebenden Gruppenliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Walldorf II, die als Spitzenreiter in den finalen Spieltag gegangen waren, im Fernduell noch vom 1. FCA Darmstadt überholt. Der Walldorfer U23 bleibt die Chance, über die Relegationsrunde in die Verbandsliga aufzusteigen: Los geht es am kommenden Donnerstag (8.) mit dem Halbfinale beim Verbandsliga-Vierzehnten FV Bad Vilbel. Das Rückspiel folgt am Sonntag (11.). Das Finale auf neutralem Platz ist für 14. Juni terminiert. Die Anstoßzeiten werden am Montag in einer Telefonkonferenz der beteiligten Vereine mit Klassenleiter Hartmut Schwöbel festgelegt.
Zwei Abwehrpatzer kosteten die Rot-Weißen den Derbysieg gegen Groß-Gerau. Nach einem Abschlag von VfR-Torhüter Mihret Piskavica profitierte Torschütze Noah Lorenz von einem bösen Stellungsfehler. Der Ball dotzte über die RWW-Innenverteidigung zum einschussbereiten Gästestürmer – 0:2 (64.). Als sich die Walldorfer Abwehr kurz vor Schluss von einem Einwurf aushebeln ließ, Christoph Haddad die Rot-Weißen mit seinem Kopfball zum 3:3 schockte, war dies der eine individuelle Fehler zu viel.
„Ich mache den Jungs keinen Vorwurf“, betonte RWW-Trainer Ercan Dursun. Er lobte die Seinen für die Moral, sich nach dem 0:2 nicht etwa aufgegeben, sondern eine furiose Aufholjagd geschafft zu haben. Erst spitzelte Can Karakas den Ball ins Ziel (73.). Dann wirbelte die Heimelf die VfR-Defensive mit flotten Kombinationen durcheinander. Eine Konfusion, die Ilias Benazza (82.) und Kian Rebner (84.) zum Doppelschlag nutzten. Nach diesem Sturmlauf, der viel Kraft gekostet habe, „hat am Ende vielleicht die Konzentration gefehlt“, so Dursun: „Wir waren über 90 Minuten ganz klar die bessere Mannschaft.“
VfR-Trainer Gaetano Bauso bedauerte, dass sein Team in der zweiten Halbzeit die spielerische Linie verlor. „Wir sind nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gegangen, wir haben auch keine zweiten Bälle mehr geholt“, sagte Bauso: „Und da wird es gegen eine Mannschaft wie Walldorf natürlich schwer.“
Im ersten Durchgang indes hätten die Seinen viel mutiger gespielt. In der Tat zwang der VfR seinen Gastgeber früh in Zweikämpfe. Der Tabellenvierte tat alles, um dem Spitzenreiter das Spielen zu erschweren: „Wir standen ein bisschen tiefer als sonst“, erklärte Bauso.
Obwohl die Dursun-Elf so wenig Raum hatte, sorgte sie in der ersten Halbzeit für einige brenzlige Situationen im Groß-Gerauer Strafraum. In der 24. Minute stoppte der aus seinem Tor eilende Piskavica den RWW-Stürmer Fabio Lombardi. Beide prallten zusammen. Ein elfmeterwüdiges Vergehen des VfR-Torhüters? Oder ein Stürmerfoul? Schiedsrichter Sebastian Wiesner entschied sich für Letzteres. Auf der Gegenseite zog Uwe Hesse auf 25 Metern ab, und wie an der Schnur gezogen rauschte der Ball ins Walldorfer Tor – 0:1 (43.). Für die Rot-Weißen war es ein erster Pikser, Haddads spätes 3:3 indes ein Stich, der richtig wehtat.
SV Rot-Weiß Walldorf II: Treber – Gürbüz, Bancheri, Karakas (90+3. Geisler), Rebner, Lombardi (46. Nakamura), Zariouh (51. Moenke), Benazza (88. Kremer), Spamer, Kohnhäuser, Chougourou.
VfR Groß-Gerau: Piskavica – Mathes, Wicht, Schroeter (46. Fiandaca), Hesse (83. Krasniqi), Milutinovic, Herth (73. Kerstan), Carbone, Lorenz, Alves Ribeiro, Haddad.
Tore: 0:1 Hesse (43.), 0:2 Lorenz (64.), 1:2 Karakas (73.), 2:2 Benazza (82.), 3:2 Rebner (84.), 3:3 Haddad (90+1.). Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (Frankfurt). Zuschauer: 200.
Im letzten Saisonspiel verdiente sich Geinsheim das Unentschieden. In den ersten 45 Minuten war der SV 07 die bessere Mannschaft und führte verdient, verpasste es aber eine höhe Führung zu erzielen. Bereits im ersten Angriff nach dem Anstoß scheiterte Niclas Krumb am Bensheimer Schlußmann Dominik Kurz. Die Geinsheimer zeigten in der Defensive eine gute Grundordnung und ließen die Gastgeber viel laufen. Ginkel bemängelte lediglich, dass sich die Anzahl von guten Torchancen in Grenzen hielt. Nach der Pause kamen die Bensheimer besser ins Spiel, zudem zeigten sich Geinsheim nicht so konzentriert. Nach zwei Gegentreffern in drei Minuten konnte Geinsheim immerhin noch den Ausgleichstreffer erzielen, der auch verdient war. Ein Sonderlob verteilte Spielertrainer Kim Ginkel an Schiedsrichter Lennart Steppe (Frankfurt), der zusammen mit seinen Assistenten eine überragende Leistung bot.
SV 07 Geinsheim: Liberati - Sorge (80. Sorge), Maier, Keller, Martinez (87. Steinmetz), Melchior, Hahn, Ngo, Engel, Krumb, Finger. Tore: 0:1 Finger (40.), 1:1 Budimir (68.), 1:2 Blüm (71.), 2:2 Engel (77.). Schiedsrichter: Lennart Steppe (Frankfurt), Zuschauer: 100.