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Ligabericht

Walhalla will oben mitmischen

Wie in der Vorsaison will die SG oben mitspielen +++ Der Traum lautet Bezirksliga

von Von Markus Schmautz · 12.08.2019, 15:00 Uhr · 0 Leser
Marcel Steiger (l.) ist der Top-Scorer der SG Walhalla Regensburg. Foto: Schmautz
Marcel Steiger (l.) ist der Top-Scorer der SG Walhalla Regensburg. Foto: Schmautz

Nach neun Jahren in der Kreisklasse 2 hat die SG Walhalla im Sommer 2018 als Meister endlich die lang ersehnte Kreisliga-Rückkehr geschafft. Vater des Erfolgs war Martin Kocyba. Gemeinsam mit Gerald Adler führt er eigentlich die Abteilung. Nachdem Nedzad Mandzukic entlassen wurde, sprang Kocyba für die Restrückrunde als Interimstrainer ein. Er machte seine Sache so gut, dass er noch eine weitere Spielrunde am Ruder blieb. Vor einem Jahr holte er sich allerdings mit Blazej Majewski und Markus Rösch zwei spielende Co-Trainer hinzu. Beide haben unter anderem für den FC Tegernheim in der Landesliga gespielt.

Gleich in der Kreisliga-Premierensaison hat die SG für Furore gesorgt. Mit 51 Punkten wurde die Mannschaft Dritter, verpasste den Durchmarsch in die Bezirksliga nur knapp. Vor wenigen Wochen zog sich Erfolgscoach Kocyba zurück, fungiert nun als sportlicher Leiter. Das Amt des Cheftrainers übertrug der Verein Blazej Majewski, weiter als Co-Trainer fungiert Markus Rösch. Er ist Lehrer und wusste bis vor wenigen Tagen nicht, wo genau er eingesetzt wird. „Nun ist alles gut. Markus kann sein Amt weiter ausführen. Wir ergänzen uns hervorragend“, sagt Majewski, der vor kurzem die Eignungsprüfung für die B-Trainer-Lizenz bestanden hat. „Heuer sind alle Kurse ausgebucht, aber nächstes Jahr greife ich an.“

Rösch ist Majewskis verlängerter Arm auf dem Spielfeld. „Markus spielt regelmäßig. Ich coache von der Linie aus laufe nur im Notfall selbst auf“, sagt Majewski. „In der Urlaubszeit kann das durchaus nötig sein.“ So wie am Samstag beim 1:1 beim SC Regensburg. „Wir hatten viele Ausfälle zu kompensieren. Mir blieb nichts anderes übrig.“

Zufrieden mit der Vorsaison
Mit der letzten Saison war die SG Walhalla sehr zufrieden: „Als Aufsteiger bis zum vorletzten Spieltag um die Aufstiegsplätze mitzumischen, kann sich sehen lassen. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat, aber wir fühlen uns auch in der Kreisliga 1 sehr wohl. Hier gibt es viele interessante Stadtderbys zu bestreiten“, sagt Majewski. Das diesjährige Ziel lautet: „So weit oben wie möglich mitspielen. Viele schrieben uns die Rolle des Top-Favoriten zu. Das sehe ich anders. Vor allem Obertraubling, Sarching und der Sportclub sind als sehr stark einzuschätzen“,sagt der Trainer. Zudem sei das zweite Jahr in einer Liga oft schwieriger als das erste, in dem noch Aufstiegseuphorie vorherrsche.

Der Saisonstart war durchwachsen. Am ersten Spieltag reichte es durch ein Last-Minute-Tor zwar zu einem 4:3-Sieg beim BSC, dann aber setzte es eine 1:3-Pleite gegen Sünching. „Das war bitter. In dem Spiel hat meine Mannschaft lernen müssen, dass es nicht zu Punkten reicht, wenn die Einstellung nicht stimmt“, analysiert Majewski. Es folgten ein 0:0 in Wiesent und ein 1:1 beim Sportclub. Zum Ausgleich traf Higor Tonet per Elfmeter in der Nachspielzeit. „Damit sind wir gegen einen starken Gegner zufrieden“, resümiert Majewski, der sein Team als jung und entwicklungsfähig beschreibt.

Leistungsträger Marcel Steiger
Einer der Leistungsträger ist Marcel Steiger, der in der Landesliga bereits für Fortuna und Bach, sowie in der Bezirksliga für Langquaid, Burgweinting und Oberndorf gespielt hat. In seiner ersten Saison bei der SG Walhalla steuerte er 14 Tore und 17 Assists bei. „Beruflich bedingt kann ich den Trainingsaufwand nicht mehr betreiben, um auf Bezirks- oder Landesebene zu spielen. Über meinen Freund Markus Rösch bin ich zur SG gekommen. Dort fühle ich mich wohl, bin gerne ein weiteres Jahr geblieben“, erklärt der 28-jährige Offensivspieler. Trainieren kann er nur, wenn es sein beruflich straffer Zeitplan ermöglicht. „Walhalla ist ein familiär geführter Verein, wir unternehmen auch in der Freizeit viel mit der Mannschaft. Das ist ähnlich wie in Oberndorf. Und dort hatten wir ja auch großen Erfolg.“ Mittelfristig schielt man bei der SG schon in Richtung Bezirksliga. „Das Ziel jedes Sportlers ist der größtmögliche Erfolg, das bestmögliche Ergebnis“, weiß auch Leistungsträger Steiger.