
Nach neun Jahren in der Kreisklasse 2 hat die SG Walhalla im Sommer 2018 als Meister endlich die lang ersehnte Kreisliga-Rückkehr geschafft. Vater des Erfolgs war Martin Kocyba. Gemeinsam mit Gerald Adler führt er eigentlich die Abteilung. Nachdem Nedzad Mandzukic entlassen wurde, sprang Kocyba für die Restrückrunde als Interimstrainer ein. Er machte seine Sache so gut, dass er noch eine weitere Spielrunde am Ruder blieb. Vor einem Jahr holte er sich allerdings mit Blazej Majewski und Markus Rösch zwei spielende Co-Trainer hinzu. Beide haben unter anderem für den FC Tegernheim in der Landesliga gespielt.
Gleich in der Kreisliga-Premierensaison hat die SG für Furore gesorgt. Mit 51 Punkten wurde die Mannschaft Dritter, verpasste den Durchmarsch in die Bezirksliga nur knapp. Vor wenigen Wochen zog sich Erfolgscoach Kocyba zurück, fungiert nun als sportlicher Leiter. Das Amt des Cheftrainers übertrug der Verein Blazej Majewski, weiter als Co-Trainer fungiert Markus Rösch. Er ist Lehrer und wusste bis vor wenigen Tagen nicht, wo genau er eingesetzt wird. „Nun ist alles gut. Markus kann sein Amt weiter ausführen. Wir ergänzen uns hervorragend“, sagt Majewski, der vor kurzem die Eignungsprüfung für die B-Trainer-Lizenz bestanden hat. „Heuer sind alle Kurse ausgebucht, aber nächstes Jahr greife ich an.“
Rösch ist Majewskis verlängerter Arm auf dem Spielfeld. „Markus spielt regelmäßig. Ich coache von der Linie aus laufe nur im Notfall selbst auf“, sagt Majewski. „In der Urlaubszeit kann das durchaus nötig sein.“ So wie am Samstag beim 1:1 beim SC Regensburg. „Wir hatten viele Ausfälle zu kompensieren. Mir blieb nichts anderes übrig.“
Zufrieden mit der VorsaisonDer Saisonstart war durchwachsen. Am ersten Spieltag reichte es durch ein Last-Minute-Tor zwar zu einem 4:3-Sieg beim BSC, dann aber setzte es eine 1:3-Pleite gegen Sünching. „Das war bitter. In dem Spiel hat meine Mannschaft lernen müssen, dass es nicht zu Punkten reicht, wenn die Einstellung nicht stimmt“, analysiert Majewski. Es folgten ein 0:0 in Wiesent und ein 1:1 beim Sportclub. Zum Ausgleich traf Higor Tonet per Elfmeter in der Nachspielzeit. „Damit sind wir gegen einen starken Gegner zufrieden“, resümiert Majewski, der sein Team als jung und entwicklungsfähig beschreibt.
Leistungsträger Marcel Steiger