
Der Führungstreffer des SV Blau-Weiß Bennewitz, immerhin Sechster der Fußball-Kreisoberliga, war wohl nur ein Stich ins Wespennest. Danach hatte der SV Aufbau Waldheim das Spiel jederzeit im Griff und feierte einen in dieser Höhe nicht erwarteten 7:2-Erfolg.
Mit diesem Sieg haben die Waldheimer ihr Konto auf 32 Zähler aufgestockt. Mit elf Punkten Vorsprung bei noch vier Spielen auf den ersten Abstiegsplatz sollte da nichts mehr anbrennen in Sachen Klassenerhalt. Spielertrainer Stephan Leimner, der sich aufgrund einer Gelbsperre auf das Traineramt beschränken durfte, will den Ball dennoch flach halten. „Sicher, 32 Punkte haben bisher meist zum Klassenerhalt gereicht. Da wir aber nicht wissen, ob es auch bei nur zwei Absteigern bleibt, wollen wir schon noch ein paar Punkte holen“, so Leimner. Mit der gegen Bennewitz gezeigten Leistung sei das kein Problem. „Wir haben uns vom Rückstand nicht beirren lassen und haben die Tore auch mit spielerischen Mitteln erzielt“, freute sich der Spielertrainer. Philipp Niederberger hatte die Gäste nach 18 Minuten in Führung gebracht. Die Freude darüber währte aber nur zwei Minuten. Sven Vandereike nutzte die Vorarbeit von Tom Seydel und glich aus. Christoph Claus besorgte noch vor der Pause den Führungstreffer für die Waldheimer. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gastgeber die Fehler der dicht an der Mittellinie agierenden Abwehrkette des SV Blau-Weiß konsequent aus. Tom Seydel gleich nach Wiederanpfiff und Martin Leimner mit einem direkt verwandelten Freistoß sorgten praktisch für die Entscheidung. Danach war die Moral der Gäste gebrochen, auch wenn Niederberger noch einen zweiten Treffer erzielte. Für Aufbau trafen Ammar Shexmus, Michael Wolf und erneut Martin Leimner.
Der Roßweiner SV ist dagegen beim Spiel in Böhlen leer ausgegangen. Das Team von Trainer Gerd Hentzschel unterlag mit 0:2. Schon in der sechsten Minute zogen die Gastgeber mit einem von Toni Röder verwandelten Elfmeter in Führung. Der war aus Sicht von Gerd Hentzschel durchaus fragwürdig. Die Roßweiner bemühten sich um mehr Stabilität, vermochten aber im Angriffsspiel kaum Wirkung zu erzielen. Auch einen Strafstoß konnten sie nicht im Chemie-Tor unterbringen. Matthias Polefka scheiterte an Torhüter Michael Arndt. Kurz vor der Pause erzielten die Böhlener durch René Kuppert das 2:0.
Die Gäste bemühten sich um Resultatsverbesserung, blieben aber in der Angriffswirkung weiter schwach. „Wir hatten uns mehr vorgenommen, haben aber unser Potenzial nicht abrufen können. Die Böhlener haben verdient gewonnen“, sagte Trainer Gerd Hentzschel. Allerdings fehlten den Roßweinern auch eine ganze Reihe von Spielern. Hentzschel hofft, dass einige der Verletzten bis zum Pokalfinale wieder fit sind.