
Die Hinserie der Ruller Eintracht verlief wenig erfolgreich, das Team rutschte gefährlich nahe an die Abstiegsplätze.
Die ersten drei Ligaspiele im neuen Jahr verliefen für das Team von Michael Wöstmann optimal - und waren immer ein Spektakel. In den Partien erzielte die Mannschaft 18 Tore, kassierte aber auch deren 10. Bei der Viktoria aus Georgsmarienhütte gewannen die Ruller mit 9:5, dann gab es einen Heimsieg gegen Rasensport Osnabrück mit 4:1 und dann ein 5:4-Erfolg beim OSC.
Trotz der vielen Gegentore will Wöstmann nicht den Stab über seine Mannschaft brechen: "Wir sind sehr offensiv ausgerichtet, da bleibt defensiv einiges auf der Strecke, immerhin haben wir immer gewonnen", sagt er. Verlassen kann sich der Trainer unter anderem auf Nick Claushallmann (11 Tore), Tommy Claushallmann (7 Tore) und Julian Hawighorst (5 Tore), der verletzungsbedingt allerdings erst sieben Spiele absolvieren konnte. Mit Julian Rossberg, Steffen Lackmann und Nils Bruning stehen weitere torgefährliche Spieler im Team der Ruller.
Allerdings sei, so Wöstmann, nicht nur die offensive Ausrichtung für die vielen Gegentore verantwortlich, seine Mannschaft sei häufig zu brav im Spiel gegen den Mann. "Ab und zu mal den Spielaufbau mit einem Foul zu unterbrechen ist nicht ihr Ding." Einerseits ist der Coach froh, dass seine Mannschaft sich sehr fair verhalte (bisher Platz zwei der Fairnesstabelle nach Bad Laer), andererseits bedeute das aber häufig auch Gegentore. Viel verändern will Wöstmann da nicht, letztendlich würden die Ergebnisse ja passen und der Stil der Mannschaft spreche am Ende für sich.