Mainz. Das gab es noch nie: Sowohl der SV Gonsenheim als auch der TSV Schott Mainz sind nun in allen drei Altersklassen in der Junioren-Regionalliga vertreten. Auch die U16- und U15-Fußballer von Mainz 05 starten an diesem Wochenende mit dem Ligabetrieb.
Als Vorjahres-Dritter geht die U19 des TSV Schott Mainz nicht nur am Sonntag (13 Uhr) beim FSV Offenbach als Favorit ins Rennen. Allerdings hat das Glaswerk-Team ein neues Gesicht. „Im vergangenen Jahr waren wir physisch sehr stark, haben viel über Kampf und Aggressivität gemacht“, berichtet Trainer Christian Bolm, „dieses Jahr sind die Jungs spielerisch sehr stark. Die Einsatzbe reitschaft, die uns letztes Jahr ausgezeichnet hat, hat sich bislang noch nicht so stark entwickelt.“ Mit Jan Rintelmann und Benjamin Zecovic sind zwei Spieler von Mainz 05 gekommen, ansonsten baut der 32-Jährige neben Kevin Lenhardt (Horchheim) auf die Eigengewächse. „Wenn die Jungs lernen, noch mehr füreinander zu arbeiten, können wir wieder eine sehr gute Runde spielen“, hofft Bolm, dessen wichtigstes Ziel darin besteht, „so viele Spieler wie möglich bereit für den Oberliga-Kader zu machen.“
B-JuniorenEine „tolle Mentalität“ nimmt Trainer Sascha Hildmann bei den U16-Fußballern des FSV Mainz 05 wahr. Der jüngere B-Jugend-Jahrgang wird sich erneut gegen eine Vielzahl Älterer behaupten müssen. „Neben dem athletischen wird die Jungs auch im taktischen Bereich viel Neuland erwarten“, blickt der Trainer vor dem Start gegen Eisbachtal (Sa., 15 Uhr) voraus. Die Vorbereitungsergebnisse lassen einiges erwarten, auch das einwöchige Trainingslager im Schwarzwald schweißte die Truppe zusammen. Wobei mit 16 aus der U15 übernommenen Spielern das Gros beisammen geblieben ist. Die Offensiven Dennis Owusu (Wieseck), Phinees Bonianga (Wehen), Tom Woiwod (Gießen), Mittelfeldmann Remi Jonathans (Saarbrücken) und Rechtsverteidiger Marvin Jung (JFC Frankfurt) komplettieren den 21er-Kader. „Mit nur zwei Spielern über 70 Kilogramm haben wir vor allem feine Fußballer im Team. Und alle wollen Gas geben, sind sehr hungrig“, lobt Hildmann.
C-JuniorenAls ungeschlagener Meister hängte der Vorgänger-Jahrgang des FSV Mainz 05 die Messlatte hoch, sodass die Favoritenrolle zum Start bei Eintracht Trier (Sa., 14.30 Uhr) klar zugeteilt ist. Doch Trainer Bartosch Gaul möchte „von Spiel zu Spiel gucken. Wenn wir unsere Ziele realisieren, wird das automatisch dahin führen, dass wir vorne landen.“ Und diese Ziele bestehen in der individuellen und gruppentaktischen Förderung der Spieler. „Ganz wichtig wird sein, die typische Mainzer Mentalität auf den Platz zu bringen“, sagt Gaul, der neun externe Neuzugänge zu integrieren hat: „Wir haben einen Cut gemacht, daher war es wichtig, dass die Jungs sich kennen lernen und wir die Grundlagen in Offensive und Defensive legen.“ Das geschah unter anderem im Trainingslager in Kassel, wobei die Vorbereitung insgesamt aufgrund der Ferien kürzer war als gewohnt. Die 7:5-Generalprobe gegen den SC Freiburg zeigte für Gaul gleichwohl, „dass wir jetzt genau am richtigen Punkt sind“.
Auch bei Schott blickt man auf eine erfolgreiche Saison zurück: Vier Spieler schafften den Sprung in Nachwuchsleistungszentren, Jan-Niklas König, Jonathan Schwarz und Gianni Auletta wurden direkt in die U17 hochgezogen. Mit acht Neuzugängen gilt es daher für Trainer Niklas Grimm erst einmal, eine homogene Mannschaft zu formen. „Die Vorbereitung lief schleppend. Bei einigen Spieler waren Defizite festzustellen, was die Arbeit gegen den Ball und die notwendige Härte angeht“, berichtet Grimm vor dem Auftakt in Elversberg (Sa., 14.30 Uhr), „wir brauchen noch ein bisschen Zeit.“ Die mit sieben Ex-05ern ausgestattete Mannschaft verfüge über weniger herausragende Individualisten, sei aber in der Breite stärker als in der Vorsaison und bringe zudem technisch einiges mit. „Der Verein hat den Klassenerhalt als Ziel vorgegeben, das sollten wir packen“, erklärt Grimm.
Zurück in der Spielklasse sind nach ihrem Abstieg 2013 die C-Junioren des SV Gonsenheim, die am Sonntag (16 Uhr) die Sportfreunde Eisbachtal empfangen – nach einer „katastrophalen Vorbereitung“, wie Aufstiegstrainer Sebastian Schmitt festhält. Der 23-jährige frühere 05-Jugendkeeper, der nun zu Basara Mainz gewechselt ist, setzt in Luca Moosler (Nieder-Olm), Nikola Djuricic (Oberliederbach) und Alexander Hofem (1817) – der erfolgreiche Leichtathlet hatte zuletzt pausiert – auf lediglich drei Neuverpflichtungen. Problematisch war nicht die Leistungsentwicklung seiner Spieler, sondern das späte Pokalfinale Mitte Juni, das eine adäquate Regenerierung unmöglich machte. Immerhin, die 1:1-Generalprobe gegen Hessen Kassel stimmte optimistisch. Mit Louis Gast und Bastian Kreidler baut Schmitt im Zentrum auf zwei „außergewöhnliche Talente“, und mit dem Ziel, lediglich die Klasse zu halten, will er sich nicht zufrieden geben. Mit seinem Schott-Kollegen Niklas Grimm verbindet Schmitt eine enge Freundschaft, die beiden scouten sogar füreinander die Gegner.
Die A-Junioren des SV Gonsenheim (gegen FC Speyer) sowie die B-Jugendlichen vom Wildpark (bei TuS Koblenz) und von Schott Mainz (gegen Eintracht Trier) greifen erst kommende Woche ins Regionalliga-Geschehen ein.