
Wir haben uns getraut. Ab sofort erscheinen in regelmäßigen Abständen Saisonvorschauen im FuPa Baden Gebiet, in denen wir unsere (subjektive) Meinung zur kommenden Runde samt Platzierungstipps der einzelnen Teams abgeben.
Also bitte nicht alles auf die Goldwaage legen, schließlich heißt das auch, dass wir einige Klubs auf Abstiegsplätze tippen. Seht es einfach als zusätzliche Motivation und gebt euer Bestes, unsere Einschätzungen ins Gegenteil zu kehren.
Heute ist die Mannheimer Kreisliga im Fokus.
VfB Gartenstadt
Nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr war das dann doch eine eher enttäuschende Saison für den ehemaligen Verbandsligameister. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen konnte man nicht an die Vorsaison anknüpfen. Bleibt der Kader in dieser Saison jedoch von solchen Szenarien verschont, zählen die gelben Bären auch aufgrund von ein, zwei namhaften Verpflichtungen sicher zu den Titelaspiranten.
VfR Mannheim II
Das war sicher eine herausragende Saison für die Reserve der Rasenspieler. Als spielstarkes Team mit einer konstant geschlossenen Mannschaftsleistung erreichte man am letzten Spieltag sogar noch Platz drei. Mit dem Oberligaaufstieg der ersten Mannschaft wird sich das Niveau im gesamten Verein sicherlich weiter heben, sodass man als einer der Favoriten ins Rennen geht.
MFC Lindenhof
Zum zweiten Mal in Folge spielten die Lindenhöfer bis kurz vor Schluss um den Aufstieg in die Landesliga mit. Die Entwicklung der Kaderqualität und der fußballerischen Klasse in den letzten Jahren lassen wieder auf eine starke Runde vermuten. Um allerdings ganz oben angreifen und den Sprung eine Liga höher tatsächlich schaffen zu können, muss man die Heimschwäche des Saisonendes dringend ablegen.
TSG Lützelsachsen
Nach dem Landesligaabstieg hatte man in Lützelsachsen einige Zeit gebraucht, um wieder in die Spur zu kommen. Ob der Trainerwechsel von Hutter auf Schüssler sofort gelingt, wird man sehen. Doch als beste Mannschaft in 2023 und mit einem kaum veränderten Kader wird man wieder eine favorisierte Rolle einnehmen.
SpVgg Wallstadt
Seit jeher zählen die Wallstädter zu den starken Teams der Kreisliga, was man nicht zuletzt durch den Pokalsieg gegen Meister Rheinau unter Beweis stellte. Allerdings gab es diesen Sommer einen größeren Umbruch im Kader. Ob man direkt wieder zu den absoluten Spitzenteams zählen kann, darf bei der Qualität der Abgänge hinterfragt werden.
SpVgg Ilvesheim
Die Insulaner haben sich für die kommende Runde definitiv verstärkt. Das Team von Marco Annese steht für Disziplin und Geschlossenheit. Ilvesheim ist für jeden Gegner unbequem und besitzt das Potenzial sich diese Saison auch tabellarisch zu verbessern.
SC Käfertal
Souveräner kann man kaum Meister werden und aufsteigen. Käfertal war das Maß aller Dinge in der Kreisklasse A2 und hat zudem den Kader ausgezeichnet verstärkt. Bedenken können höchstens bei einem Blick auf die Fairnesstabelle entstehen. Noch einmal ein letzter Platz in diesem Bereich könnten eine Liga höher wertvolle Punkte kosten. Ansonsten hat die Mannschaft die Qualität auch in der Kreisliga eine sehr gute Rolle zu spielen.
FV Brühl II
Lange Zeit spielte der Aufsteiger eine herausragende Runde. Erst im Laufe der Rückserie rutschte man nach und nach ins Mittelfeld der Tabelle. Mit den Abgängen der beiden Cammilleri-Brüder wird das ohnehin schwere zweite Jahr sicher nicht einfacher. Dennoch kann man in Brühl von einer sorgenfreien Saison ausgehen.
FV Leutershausen
Eine Saison zum Vergessen war das in 2022/23 für die „Heisemer“. Zumindest als es darauf ankam, war man am Saisonende zur Stelle und konnte die Klasse dann doch mit einigen Punkten Vorsprung halten. Man zog seine Konsequenzen, der Kader wurde vergrößert, mit Marius Schmid ein Torgarant geholt und an der Seitenlinie erleichtert Guimaraes den Spielertrainern Matthes und Meier-Küster die Arbeit. Alles zusammen lässt vermuten, dass die kommende Spielzeit erfolgreicher abgeschlossen werden kann.
TSG Eintracht Plankstadt
Nach einer Saison im Niemandsland der Kreisliga will die Hanbas-Elf wieder an die positive Vorsaison anknüpfen. Die ersten Ergebnisse im Verbandspokal lassen dies zumindest hoffen. Für mehr als den Kampf um einen einstelligen Tabellenplatz wird es vermutlich jedoch nicht reichen. Für mehr hätte es vermutlich einer erhöhten Aktivität auf dem Transfermarkt bedurft.
SKV Sandhofen
Nach dem zweiten Trainerwechsel in 2023 und einigen Veränderungen im Kader wird es erstmal darum gehen, sich einzuspielen und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Gelingt dies zeitnah, ist den Sandhöfern auch wieder eine unbeschwerte Runde zuzutrauen.
SC Pfingstberg-Hochstätt
Auch Pfingstberg-Hochstätt stieg am Ende mit acht Punkten Vorsprung ungefährdet als Meister der Kreisklasse A1 auf. Ein Pfund im Kampf gegen den Abstieg könnte die enorme Heimstärke sein, konnte man doch 13 von 14 Partien gewinnen. Am Kader scheint es wenig Änderungen zu geben, was dafür spricht, dass Eingespieltheit und Aufstiegseuphorie gerade den wichtigen Saisonbeginn erleichtern. Am Ende könnte es durchaus für ein weiteres Jahr Kreisliga reichen.
TSV Neckarau
Der TSV verliert wichtige Spieler in der Offensive, die letzte Saison sicher das Prunkstück war. Es könnte schwierig werden diese Spieler zu ersetzen und gleichzeitig die hohe Anzahl an Gegentoren zu verringern. Da wartet viel Arbeit, will man die Performance vom Rundenende bestätigen.
FV 03 Ladenburg
Mit den Römerstädtern kehrt ein alter Bekannter in die Kreisliga zurück. Die Spannung des Sieges im Elfmeterschießen des Relegationsspiels hätte man sich aufgrund der später erhöhten Aufsteigerzahl zwar sparen können, die Euphorie daraus nimmt man dennoch sicher gerne mit. Die wird es auch brauchen, um sich dieses Mal in der Kreisliga halten zu können. Zudem gilt es den Trainerwechsel von Höpfner auf Bonset erfolgreich zu meistern.
SC Olympia Neulußheim
Trotz Niederlage im Relegationsspiel durfte die Olympia in die Kreisliga aufsteigen. Mit Spielertrainer Pelzl und Bertollini steht ein 54-Tore Sturm parat, der seine Treffsicherheit nun eine Spielklasse weiter oben unter Beweis stellen darf. Dennoch bleibt Neulußheim als tabellarisch schwächster Aufsteiger ebenso wie Ladenburg ein potentieller Abstiegskandidat.
FC Hochstätt Türkspor
Da hat man nochmal Glück gehabt. Vor allem die eklatante Auswärtsschwäche bescherte selbst nach Rundenende noch ungewisse Zeiten, bis klar war, dass der Relegationsplatz zum Klassenerhalt reichen wird. Die spielerischen Ansätze sind durchaus vorhanden, um auch mehr Punkte zu holen. 124 Gegentore sprechen da allerdings eine andere Sprache. Es könnte eng werden in 2023/24, findet man nicht schnell einen Weg, gegen den Ball nicht mehr so anfällig zu sein.