
Mit Uwe Helmes wird am heutigen Donnerstag, den 28. Juni, eine der bekanntesten Fußballgrößen des Siegerlandes 60 Jahre alt. Im „Festtagsgespräch“ legte der Neu-Sechziger besonderen Wert darauf, dass er exakt am 28. Juni 1958 das Licht der großen Welt erblickt hat. Aus gutem Grund: „Der Kicker und das Bundesligalexikon präsentieren mit dem 27. Juni immer noch ein falsches Geburtsdatum. Die haben mich praktisch zur Frühgeburt gemacht“, scherzte Uwe Helmes im Gespräch mit FuPa Südwestfalen.
Der sportliche Werdegang des in Alchen geborenen Vaters von Nationalspieler Patrick Helmes dürfte in hiesigen Breiten ziemlich bekannt sein. Sowohl als Spieler wie auch als Trainer mit Fußballlehrerlizenz hat der stets bis in die Haarspitzen engagierte Fußballenthusiast insbesondere im Fußball-Westen seine Duftmarken gesetzt. Als Jugendspieler begann Helmes seine Laufbahn beim TuS Alchen, was in den Nachschlagewerken der Kickerszene oft unterschlagen wird, wie Uwe Helmes bedauert.
Klar, dass der Weg des talentierten Stürmers auch recht bald in die Jugendabteilung der Sportfreunde Siegen führte. Der Start in die SFS-Stammmannschaft, die damals in der Oberliga Westfalen spielte, verlief gleich recht erfolgreich. So erfolgreich jedenfalls, dass bereits im Jahr 1980 der damalige Zweitbundesligist Rot-Weiß Lüdenscheid auf den begnadeten Angreifer aufmerksam wurde und ihn in seinen Kader aufnahm. Bis zum Jahr 1981 erzielte Uwe Helmes in der 2. Bundesliga Nord in 40 Spielen für die Lüdenscheider 12 Tore. Nächste Station des „Stürmers mit eingebauter Torgarantie“ war der MSV Duisburg, mit dem Uwe Helmes von 1981 bis 1983 in 66 Spielen 18 Tore erzielte.
Beim Zweitbundesligisten SC Fortuna Köln, wo er von 1983 bis 1985 spielte (129 Spiele/35 Tore), ging die höherklassige Spielerlaufbahn von Uwe Helmes zu Ende. Sie fand allerdings bei den Siegener Sportfreunden noch einige Zeit ihre Fortsetzung. Nach Beendigung seiner Spielerlaufbahn erwarb Uwe Helmes in den Jahren 1994 bis 1996 zügig hintereinander die B-, A- und Fußballlehrerlizenz.
Seine Trainerstationen führten ihn sodann zunächst über die A-Junioren der Sportfreunde Siegen, wo er in der Saison 1996/97 parallel zu seinem Engagement im ältesten Juniorenjahrgang auch noch die D2-Jugend trainierte, zurück zu Rot-Weiß Lüdenscheid (Amateur-Oberliga), ehe es über den SV Langenau (Landesliga), TuS Erndtebrück (Verbandsliga) und SC Plettenberg (Landesliga) zurück zum frischgebackenen Zweitbundesligisten Sportfreunde Siegen ging. Den SC Plettenberg hatte Uwe Helmes zuvor übrigens in der Saison 2004/2005 als Meister der Bezirksliga in die Landesliga geführt.
In Siegen betreute Uwe Helmes im Anschluss an die Beurlaubung von Ján Kocian am 4. Februar 2006 die „Freunde“ als Interimscoach. Unter Cheftrainer Hannes Bongartz war Helmes „Co“ der Sportfreunde, ehe er ab dem 2. Mai 2006 wieder eigenverantwortlicher Trainer der SFS-Reservemannschaft wurde. Im Juni 2007 kündigte Uwe Helmes seinen Vertrag in Siegen und wechselte als Scout zum Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen, für den sein Sohn Patrick nach dem Wechsel vom 1. FC Köln stürmte.
Im Mai 2013 wurde Uwe Helmes schließlich als Sportlicher Leiter des damaligen Bezirksligisten VfL 08 Klafeld-Geisweid vorgestellt, dessen Weg in die unteren Ligengefilde er als verantwortlicher Funktionär aber auch nicht aufhalten konnte. Schließlich folgte nach einer längeren Pause wieder ein Trainer-Engagement beim Bezirksligisten TuS Plettenberg, das aber inzwischen wieder beendet wurde.
Auf das Alten- und Abstellgleis will sich Helmes gleichwohl als frischgebackener „Sechziger“ noch lange nicht begeben. Eine Trainertätigkeit im Junioren-Stützpunktbereich auf Bezirksebene ist das neue Ziel, das der ehemalige Bundesligaspieler anpeilt.