
Racing, bei dem Patrick Grettnich Adrien Daniele nach der Erkrankung dessen Kindes auf der Trainerbank Platz ersetzte, hat auf internationaler Ebene einen nächsten Schritt getan. Nachdem man im Vorjahr nach dem historischen ersten Sieg gegen Sarajevo im zweiten Spiel gegen Benfica vor allem in der Schlussphase einbrach und unterging, so konnte man am Donnerstag ein solches Szenario vermeiden. Dass ein Klassenunterschied vorherrschen würde, stand dennoch außer Frage und wurde mit einer Statistik von 19-2 Torschüssen zu Gunsten der „Juve“ untermauert. So ging kurz vor dem 1-0 bereits ein Kopfball der Gastgeberinnen am Kasten vorbei. Ein hoher Ball Richtung linke Strafraumbegrenzung erreichte dann Rosucci, die Burtin aus spitzem Winkel erstmals überwinden konnte (1-0, 11.‘). Exakt zehn Minuten später köpfte Girelli eine Ecke von links ins lange Ecke zum 2-0 (21.‘). Burtin stand zwar bis zur Pause noch öfter im Mittelpunkt, doch Racing suchte ab und an sein Heil in der Offensive, ohne dabei aber gefährlich zu werden.
Es versteht sich fast von selbst, dass auch die zweite Halbzeit ein ähnliches Bild bot, in dem Juventus drückte und Racing viel Defensivarbeit zu verrichten hatte. Es ging für Torhüterin Burtin da weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte. Immerhin konnte Kohr nach 51 Minuten einen ersten Abschluss für Racing verzeichnen, dem aber wenig später das 3-0 der Gastgeberinnen folgte: ein von Carusuo getretener Freistoß aus rund achtzehn Metern flog unhaltbar in den rechten, oberen Torwinkel (3-0, 55.‘). Wieder nur kurz später wurde Nilden auf links schön freigespielt, bediente Bonfantini am langen Pfosten, die mit einer schönen Direktabnahme auf 4-0 erhöhen konnte (62.‘). Vom Anstoß weg tauchte Racing ein weiteres Mal vorne auf, Dos Santos scheiterte aber an Aprile. Mitte der zweiten Halbzeit ging es Schlag auf Schlag. Nach Foul von Thony an Girelli gab es Elfmeter, die Gefoulte trat selber an und schoss das Leder an die Latte (66.‘). Das Gebälk verhinderte in der Schlussphase ein weiteres mal das 5-0, so dass Racing mit Glück und Geschick eine höhere Niederlage verhindern konnte.
