
+++ Rahn schlägt dreimal zu +++ Cosic verstärkt Reutlingen +++ Freiberg gegen Villingen torlos +++ Kickers U23 mit erstem Heimsieg +++ Dietterle mit Comeback bei Dorfmerkingen +++ Schanz hat bei Young Boys bis Weihnachten das Sagen +++ NSU gegen RW Weiler mit 0:3 gewertet +++ Bei der TSG Backnang bleibt man auf dem Boden +++ Weilheim mit „perfektem Spiel“ gegen Heiningen +++ Bonlanden verliert Derby gegen Echterdingen klar +++ Adrion sieht Niederlage der U19 im Südschlager +++
"Unser Mann am Ball" - die regelmäßig wiederkehrende Rubrik mit Splittern aus der Region. Jürgen Frey von den Stuttgarter Nachrichten ist ganz nah dran an der Szene und berichtet, was auf und neben den Plätzen in der Region passiert. Wenn Ihr News, Termine oder Wissenswertes für ihn habt, einfach eine Mail an stuttgart@fupa.net.
Von 2007 bis 2009 spielte Johannes Rahn (28) für den VfB Stuttgart II. In 59 Drittligaspielen waren ihm elf Treffer gelungen. Nun schlug der Stürmer in einem Spiel gleich dreimal zu: Beim 3:0 von Fortuna Köln gegen Energie Cottbus erzielte er seine Saisontreffer fünf, sechs und sieben.
Oberligist SSV Reutlingen verstärkt sich bis Saisonende mit Ivan Cosic (25). Der Abwehrspieler war zuletzt in Israel bei Maccabi Netanya am Ball, davor spielte er für den FC Bayern München II und Eintracht Frankfurt II. In der Jugend hießen Cosics Stationen SSV Reutlingen, VfB Stuttgart und Stuttgarter Kickers.
Trotz drückender Überlegenheit reichte es dem SGV Freiberg gegen den FC Villingen nur zu einem 0:0. „Villingen wollte gar nicht Fußball spielen, sondern nur verteidigen“, sagte SGV-Trainer Ramon Gehrmann. „Wir hatten uns darauf eingestellt, doch es half nichts.“
Oberligist Stuttgarter Kickers II ist mit dem 1:0 gegen den Freiburger FC der erste Heimsieg gelungen. Das Tor des Tages erzielte Innenverteidiger Abdullah Sener (38.). Torwart Mark Redl sah nach einer Notbremse (55.) im Strafraum Rot. Den fälligen Elfmeter schoss Freiburgs Michael Respondek übers Tor. „Danach haben wir sehr gut verteidigt“, sagte Kickers-Trainer Jürgen Hartmann.
Nach der Landesliga-Meisterschaft mit dem TSV Essingen hatte sich Helmut Dietterle (63) aus dem Trainergeschäft zurückgezogen. Jetzt feierte der Ex-VfB-Profi im Spiel beim TSV Bad Boll (3:0) ein erfolgreiches Comeback bei Landesligist SF Dorfmerkingen. Dort war Heiko Wick zurückgetreten. Schon von 1994 bis 1999 war Dietterle auf dem Härtsfeld als Trainer tätig. „Ich habe aus dem Bauch heraus zugesagt. Ich bin nun mal kein Neinsager“, sagte Dietterle mit einem Lächeln.
Bei Landesligist TSG Young Boys Reutlingen wird Interimstrainer Steven Schanz zumindest bis Weihnachten das Sagen haben. Der Verein hatte sich nach vier Spieltagen von Erol Türkoglu getrennt.
Das WFV-Sportgericht hat die Verbandsliga-Partie Neckarsulmer Sport-Union gegen Rot-Weiß Weiler (4:0) mit 0:3 gewertet. Grund: Der in der 84. Minute eingewechselte NSU-Spieler Engin Olgun war zwar spielberechtigt, da er einen gültigen Pass besitzt, Olgun stand aber nicht auf dem Spielberichtsbogen. Neckarsulm hat eine Woche Zeit, in Berufung zu gehen. „Wir werden uns intensiv Gedanken darüber machen“, sagte Sportdirektor Marco Merz. Dem Club geht es auch um die Gleichsetzung im Strafmaß, egal ob ein Spieler fälschlicherweise mit oder ohne gültigen Pass eingesetzt wird.
Trotz des 6:1 gegen die SF Schwäbisch Hall bleibt bei Verbandsligist TSG Backnang jeder auf dem Boden: „Wir müssen aufpassen, da bis zu fünf Teams absteigen können“, sagt Trainer Markus Lang.
650 Zuschauer wollten das Landesliga-Spitzenspiel der Nachbarn TSV Weilheim und FC Heiningen sehen. Die Weilheimer gewannen 3:0 – und Trainer Alexander Hübbe schwärmte: „Meine Mannschaft hat fast fehlerfrei gespielt.“ Kollege Tobias Flitsch war sauer auf Schiedsrichter Lukas Wahl (Bad Wurzach): „Mehrere spielentscheidende Situationen wurden zugunsten von Weilheim gepfiffen.“
Landesliga-Derby (II): Noch frustrierter war Klaus Fischer, der Coach des SV Bonlanden, nach dem 1:3 beim TV Echterdingen. „Vier, fünf Spieler bei uns geben immer Vollgas, andere kriegen den Hintern nicht hoch. Wir müssen uns steigern, unser Anspruch ist höher“, sagte Fischer.
Rainer Adrion begleitete diesmal nicht die Drittligaelf des VfB Stuttgart, sondern die Bundesliga-A-Junioren. Zu sehen bekam der sportliche Leiter ein 0:4 beim FC Bayern München, das in Sinan Kurt den überragenden Spieler hatte. „Da war nichts zu machen an diesem Tag“, sagte Adrion. Obwohl auch die VfB-B-Junioren vor kurzem beim FCB mit 1:6 verloren hatten, wollte Adrion daraus keinen Trend ableiten: „Wir müssen über die Leistungen nachdenken, aber man kann nicht sagen, dass die Bayern in der Nachwuchsarbeit an uns vorbeigezogen sind.“