
Marienborn. Es lief schon die Nachspielzeit: Marienborn warf alles nach vorne und tatsächlich flog ein letztes Mal ein langer Ball in den Speyrer Strafraum. Dort wartete TuS-Kapitän Frank Berninger, ehe er vom herauseilenden Gästekeeper niedergestreckt wurde. ,,Ich habe nur auf den Ball geschaut und hatte auf einmal ein Knie im Kreuz. Ein klares Foulspiel", so Berninger nach Spielende. Und tatsächlich ertönte die Pfeife des Schiedsrichters. Doch zum Entsetzen der TuS-Anhänger entschied der auf Stürmerfoul. Beim Stand von 1:2 wäre der eigentlich fällige Elfmeter die große Chance für den Tabellenvierzehnten gewesen, im Spiel gegen den Tabellenführer doch einen überraschenden Punkt mitzunehmen.
So aber blieb es bei der knappen Niederlage für die TuS, wofür laut Trainer Guido Ritz vor allem die erste Halbzeit verantwortlich war: ,,Da hat uns etwas das Selbstvertrauen und die Durchschlagskraft gefehlt."
Und tatsächlich: Vor allem Torwart Ruben Ragg war es zu verdanken, dass Marienborn zum Pausenpfiff nur 0:1 hinten lag. In der 20. Spielminute hatte er beim Kopfball des Speyerers Steffen Burnikel jedoch keine Chance.
Zwar konnte der Gast unmittelbar nach Wiederanpfiff durch einen erneuten Burnikel-Treffer auf 2:0 erhöhen (47.), doch fortan zeigte sich Marienborn mindestens ebenbürtig. ,,Das haben meine Jungs dann gut gemacht", zeigte sich Ritz mit der Reaktion seiner Elf zufrieden. Mehr als der Anschlusstreffer von Frank Berninger (53.) wollte für Marienborn, das nach einer Gelb-Roten Karte gegen Marco Ritz (86.) das Spiel in Unterzahl beenden musste, aber nicht herausspringen. ,,Am Ende hatten wir in der ein oder anderen Situation leider etwas Pech", so Trainer Ritz. Vor allem in der Nachspielzeit, als der Schiedsrichter auf Stürmerfoul, statt auf Elfmeter, entschied.
TuS Marienborn: Ragg - Fickinger, M. Ritz, Klüber (83. Weiner), Galinski - Hellmann - Filtzinger (77. Laier), Trapp (71. Onyejekwe), Portmann - D. Ritz, Berninger