
München - Türkgücü München absolvierte am Wochenende einen Testspieldoppelpack in Österreich. Setzte es gegen den Champions League-Teilnehmer und Serienmeister Red Bull Salzburg noch eine deutliche 0:3 Niederlage, holte man gegen den vom Ex-Löwen Daniel Bierofka trainierten FC Wacker Innsbruck ein 1:1 Unentschieden. Überschattet wurde die Partie allerdings von einigen Türkgücü-Fans, die es mit den Corona-Regeln nicht allzu eng sahen.
Im Gegensatz zu Deutschland sind in Österreich nämlich Zuschauer bei Fußballspielen schon wieder erlaubt, so versammelten sich rund 300 Fans beim Freundschaftsspiel in Tirol. Die Türkgücü-Fans sahen, wie sich ihre Mannschaft beachtlich aus der Affäre zog und dem österreichischen Zweitligisten ein Remis abringen konnte. Für den Drittliga-Aufsteiger traf Neuzugang Alexander Laukart .
Das Geschehen auf dem Platz rückte dann aber schnell in den Hintergrund. Ein Teil der mitgereisten Türkgücü-Anhänger wollte sich partout nicht an die in Corona-Zeiten üblichen Abstandsregeln halten. Darüber hinaus wurde auch Pyrotechnik gezündet. Die Situation eskalierte so weit, dass die Polizei eingreifen und die Übeltäter des Stadions verweisen musste.
Türkgücü München meldete sich postwendend auf Social Media zu Wort und distanzierte sich vom Verhalten der sogenannten Fans. „Jegliche Form von Gewalt und despektierlichen Verhalten sind nicht die Werte, die Türkgücü München vertritt“, schreibt der Verein auf seinem Instagram-Account. Der Drittliga-Neuling kündigt zudem eine detaillierte Untersuchung der Geschehnisse an.
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Das Projekt Türkgücü München polarisiert ohnehin schon und spaltet vielerorts die Fußballfans. Nach den jüngsten Vorkommnissen wird es wohl nicht ruhiger werden um das Team von Trainer Alexander Schmidt, das sich aktuell auf das Auftaktderby der 3. Liga gegen den FC Bayern II vorbereitet. Inwiefern der Verein respektive die negativ aufgefallenen Fans mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, ist bisher unklar. (Jonas Grundmann)