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Spielbericht

TSV Peißenberg: Mithilfe „Miners“-Fanclub und 800 Fans zur Aufholjagd?

TSV muss im Rückspiel gegen Pasing zwei Tore aufholen

von Oliver Rabuser · 02.06.2023, 16:45 Uhr · 0 Leser
Christian Kreutterer vom TSV Peißenberg (am Ball) im Hinspiel der Bezirksliga-Relegation bei der DJK Pasing am 31. Mai 2023.
Christian Kreutterer vom TSV Peißenberg (am Ball) im Hinspiel der Bezirksliga-Relegation bei der DJK Pasing am 31. Mai 2023. – Foto: Oliver Rabuser

Saisonende oder weiter im Rennen um den Bezirksliga-Aufstieg? Diese Frage wird diesen Samstag beantwortet, wenn der TSV Peißenberg die DJK Pasing erwartet. Die Ausgangslage für den TSV ist schwierig.

Peißenberg – Bleibt der TSV Peißenberg im Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga Süd oder geht es am Samstag (3. Juni) gegen 17 Uhr in die Sommerpause? Sollte es am Ende tatsächlich nicht für die Kicker von Michael Stoßberger reichen, dürfen sie sich mit einer starken Saison jenseits der Erwartungen trösten. Wollen sie aber nicht. Gegen die DJK Pasing-München gilt es nach dem 2:4, erstmal zwei Treffer aufzuholen – um überhaupt eine Chance zu haben.

Wir haben uns nicht die beste Ausgangsposition geschaffen.

Peißenbergs Spielertrainer Michael Stoßberger

„Wir haben uns nicht die beste Ausgangsposition geschaffen“, sagt der TSV-Coach. Mit Blick auf die Partie am vergangenen Mittwoch bedarf es einer gehörigen Verwandlung im Auftreten. Die Aufarbeitung am Donnerstag umfasste neben regenerativen Elementen auch Psychologie. Stoßberger begann mit einer Entschuldigung bei der Mannschaft. Es ging um ihn selbst, genauer: sein ungewohnt fehlerbehaftetes Auftreten. „Als Spielertrainer muss ich hervorstechen, aber ich habe eine total schlechte Leistung gebracht“, bedauert der 33-Jährige seinen Part am Misslingen.

TSV-Coach erwartet von seinem Team ein entschlosseneres Auftreten

Von seinen Schützlingen forderte Stoßberger ein entschlosseneres Auftreten ein. „Mehr Wille im Zweikampf“ sei ein absolut unerlässlicher Faktor. In Pasing agierte die TSV-Elf viel zu pomadig; so, als hätte sie Angst vor der eigenen Courage. „Dass Pasing vorne viel Qualität hat, da brauchen wir nicht drüber zu reden“, winkt Stoßberger ab. Gleichermaßen war die Anfälligkeit der DJK in der Defensive bei den TSV-Toren klar ersichtlich. Nur wurde diese Schwäche spätestens nach dem 2:3 nicht mehr bearbeitet.

Stoßberger rechnet mit bis zu 800 Zuschauern

Für das Rückspiel wird alles erdenkliche unternommen, um für Rückenwind zu sorgen: Einlaufkinder begleiten die Mannschaft aufs Feld, der Fanclub der „Miners“ hat sich mit Trommeln angesagt, im weiten Rund des Sportzentrums sollen Musikanlage und Publikum im Gleichklang außergewöhnliche Stimmung erzeugen. „Es werden viele Zuschauer kommen, das soll die Mannschaft beflügeln.“ Stoßberger erwartet bis zu 800 Augenzeugen. Am Rahmen wird es also nicht scheitern. „Alles nicht selbstverständlich“, bedankt sich Stoßberger vorab für den vielschichtigen Support. Jetzt liegt’s an den TSV-Kickern.

Peißenbergs Defensive im Hinspiel nach Standards anfällig

Gesprochen wurde auch über die wackelige Defensive, die sich bei den Gegentoren nach Standards anfängerhaft verhielt. „Unerklärlich, dass da zweimal einer völlig blank am zweiten Pfosten steht“, blickt Stoßberger zurück. Den maßgeblichen Unterschied zum Mittwoch soll Elefterios Caci ausmachen, dessen Knie einen Einsatz aller Voraussicht nach zulässt. Cacis Kopfballstärke soll zum Trumpf gegen Pasinger Flankenfreude werden.

Johannes Jungmann auf vorderster Linie - diesmal wohl nicht mehr

Bleibt noch das laue Lüfterl im Sturm. Johannes Jungmann auf vorderster Linie – das hat nicht funktioniert. „Hanni ist viel effektiver, wenn er das Spiel vor sich hat“, zeigt sich Stoßberger einsichtig. Die Frage ist nur, wer alternativ die Stelle hinreichend besetzen könnte. Geht es bei Caci tatsächlich, dürfte es wohl auf Stoßberger hinauslaufen. „Wir brauchen Wucht im Sturmzentrum, auch wenn wir diesen Spielertyp eigentlich nicht haben“, sagt der Coach. Er selbst hätte zumindest die Eignung, Jungmanns Ideen zu antizipieren.

Stoßberger: Ein frühes Tor könnte nicht schaden

Natürlich würde auch ein früher Führungstreffer dem Unterfangen nicht schaden. „Dazu sagt wohl kein Fußballer nein“, so Stoßberger lakonisch. Allerdings dürfe man keinesfalls die defensive Stabilität vernachlässigen. „Wenn wir eines kassieren, müssen wir schon drei schießen – und wir sind nicht die Mannschaft, die mal locker fünf Tore macht“, gibt der 33-Jährige zu bedenken. Vielleicht hilft ja letztlich auch eine sich immer propperer füllende Wechselbank. Die nämlich wird mit Andi Hett, Marcel Schned und Raphael Franz nochmals variabler.