
PFEDDERSHEIM. Im Hinspiel dauerte es gut eine Stunde, ehe die Tore für die TSG Pfeddersheim fielen. Im Rückspiel gegen die SG Mülheim-Kärlich war der Drops nach 60 Minuten bereits gelutscht. 3:0 führte die Mannschaft von Trainer Daniel Wilde im Topspiel der Oberliga-Abstiegsrunde gegen die Rheinländer zu diesem Zeitpunkt bereits. Da von den Gästen bis zum Schlusspfiff aber kaum noch etwas kam, konnten die Wormser ein paar Gänge zurückschalten.
„Das kam uns entgegen und wir konnten ein paar Wechsel machen, um Kräfte zu schonen”, sagt Wilde zufrieden. Dass die Partie allerdings nach wenigen Minuten in eine völlig andere Richtung hätte laufen können, soll nicht unerwähnt bleiben. Als nämlich die TSG im Aufbau der SG den Ball in den Fuß spielte, schaltete die gefährlich um. Der Abschluss des Flügelstürmers verfehlte das lange Eck nur knapp (4. Minute). Ähnlich bescheiden ging es weiter für die Hausherren, weil kurz darauf Rouven Amos mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel runter musste.
Burkert wird früh eingewechselt und bereitet vor
Der eingewechselte Elias Burkert bereitete dann aber nur einige Minuten später die TSG-Führung vor. In der Anfangsviertelstunde spielte fast nur die TSG. Mülheim-Kärlich zog sich bis in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Umschaltmomente, die sich aber nur boten, wenn die Wilde-Elf ungeduldig wurde und unvorbereitet den Weg nach vorne suchte. „Wir haben eigentlich überhaupt keinen Druck bekommen, haben aber etwas gebraucht, bis wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und mehr Bewegung im Spiel war”, so der 33-Jährige. Die Geduld der Pfeddersheimer wurde dann Mitte der ersten Halbzeit belohnt. Die Hereingabe von Burkert, nach Pass von Vincent Haber, fand Vllaznim Dautaj, der per Kopf zur Führung traf. Keine zehn Minuten später stellte auch Waaris Bhatti einmal mehr seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis – wiederum per Kopf. „Wir haben noch in der Kabine gewitzelt, was passiert, wenn er wieder ein Kopfballtor macht”, ist Wilde begeistert von den neuen Qualitäten des 1,70 Meter großen Flügelspielers.
Die Pausenführung der TSG, absolut verdient und an den Spielanteilen gemessen sogar leicht schmeichelhaft für unterlegene und spielerisch limitierte Mülheimer. Die dürften sich in der Halbzeitpause sicher nochmal einiges vorgenommen haben, bekamen aber schnell wieder vor Augen geführt, dass die nun seit zehn Spielen ungeschlagene TSG mindestens eine Nummer zu groß war. Das Eigentor von Niklas Ternes, der einer scharfen Hereingabe von der Grundlinie aus nicht mehr ausweichen konnte, besiegelte schon früh die verdiente Niederlage (52.). Die gute Stimmung bei den Hausherren wurde lediglich von der Verletzung von Tobias Bräuner getrübt, der nach einem Foul umknickte. „Dem ersten Eindruck nach, ist es zum Glück nichts Schlimmeres”, atmen Wilde und Co. auf und blicken optimistisch auf das nächste Heimspiel am Mittwoch gegen Eisbachtal (20 Uhr).
TSG: Stofleth - Amos (6. Burkert), Tillschneider, Bräuner (80. Oruc), Schmidt (75. Mörschel) - Lieberknecht, Haber, Huth - Bhatti, Dautaj (68. Schünke), Chahloul.