
Sechs Spieler haben den Verein verlassen – im Fall der beiden langjährigen Leistungsträger Tobias und Fabian Eberle stand der Wechsel allerdings schon lange vor dem Abstieg fest. Gerade die Brüder hinterlassen eine große Lücke, die kaum durch einzelne Spieler geschlossen werden kann. Vielmehr ist der Mannschaftsverbund gefordert, und in dieser Hinsicht ist Christoph Zwahr sehr positiv gestimmt: „Jeder zieht mit! Es ist bislang eine homogene Truppe und es passt menschlich.“
Zwahr ist die eine Hälfte des neuen, gleichberechtigten Trainerduos der TSG. Der Torhüter teilt sich die Aufgabe mit Innenverteidiger Konstantin Bilinski. Beide haben die Nachfolge von Dominik Herrmann angetreten und haben als wichtige Aufgabe die Integration der acht Neuzugänge – unter anderem kam Torjäger Florian Bunz vom FC Nagelberg – vor sich. Sportlich trauen sie ihrem Team einiges zu und peilen die Plätze drei bis sechs an. Ganz bewusst geben die Altmühltaler keine höheren Ziele aus, „weil wir keinen unnötigen Druck auf die Mannschaft machen wollen“, wie Spielertrainer Zwahr sagt.Er und sein Kollege Konstantin Bilinski finden auf alle Fälle, dass die TSG Solnhofen trotz der Abgänge mehrerer Führungsspieler „in der Breite gut aufgestellt ist“. Insofern wollen sie sich auch durch die Klatsche zum Einstand nicht aus dem Konzept bringen lassen. Mit 0:10 verlor der Kreisligist sein erstes Testspiel beim Bezirksligisten TSV Wemding. Es war allerdings ein Match mit zweierlei Maß: Wemding stand kurz vor dem Saisonstart, Solnhofen mit nur einer Trainingseinheit am Beginn der Vorbereitung. „Das Spiel kam einfach zu früh“, befand Zwahr.
Beim Totopokal sah es zuletzt schon wieder ganz anders aus, und spätestens zum Saisonauftakt am 21. August bei der SG Forchheim/Sulzkirchen will die TSG topfit sein und zeigen, dass sie nach der schwarzen Serie der vergangenen Rückrunde und dem Abstieg wieder erfolgreich Fußball spielen kann. Bemerkenswert: Als Meistertipp hat Solnhofen den Nachbarverein SV Wettelsheim genannt.