2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die TSG Solnhofen (schwarz) bastelt nach dem Abstieg am Neuanfang. F: Hannes Rupp
Die TSG Solnhofen (schwarz) bastelt nach dem Abstieg am Neuanfang. F: Hannes Rupp

TSG Solnhofen: "Kein unnötiger Druck"

Der Bezirksliga-Absteiger muss sich neu sortieren und setzt auf ein Spielertrainer-Duo

Ein Abstieg ist immer auch ein Stück weit eine Zäsur. So ist es auch nicht überraschend, dass die TSG Solnhofen nach vier Jah­ren in der Bezirksliga nun die größte Fluktuation aller Süd-Kreisligisten im Kader hatte.

Sechs Spieler haben den Verein ver­lassen – im Fall der beiden langjähri­gen Leistungsträger Tobias und Fa­bian Eberle stand der Wechsel aller­dings schon lange vor dem Abstieg fest. Gerade die Brüder hinterlassen eine große Lücke, die kaum durch ein­zelne Spieler geschlossen werden kann. Vielmehr ist der Mannschafts­verbund gefordert, und in dieser Hin­sicht ist Christoph Zwahr sehr positiv gestimmt: „Jeder zieht mit! Es ist bis­lang eine homogene Truppe und es passt menschlich.“

Zwahr ist die eine Hälfte des neuen, gleichberechtigten Trainerduos der TSG. Der Torhüter teilt sich die Auf­gabe mit Innenverteidiger Konstantin Bilinski. Beide haben die Nachfolge von Dominik Herrmann angetreten und haben als wichtige Aufgabe die Integration der acht Neuzugänge – unter anderem kam Torjäger Florian Bunz vom FC Nagelberg – vor sich. Sportlich trauen sie ihrem Team einiges zu und peilen die Plätze drei bis sechs an. Ganz bewusst geben die Altmühltaler keine höheren Ziele aus, „weil wir keinen unnötigen Druck auf die Mannschaft machen wollen“, wie Spielertrainer Zwahr sagt.

Er und sein Kollege Konstantin Bi­linski finden auf alle Fälle, dass die TSG Solnhofen trotz der Abgänge mehrerer Führungsspieler „in der Breite gut aufgestellt ist“. Insofern wollen sie sich auch durch die Klat­sche zum Einstand nicht aus dem Konzept bringen lassen. Mit 0:10 ver­lor der Kreisligist sein erstes Testspiel beim Bezirksligisten TSV Wemding. Es war allerdings ein Match mit zwei­erlei Maß: Wemding stand kurz vor dem Saisonstart, Solnhofen mit nur einer Trainingseinheit am Beginn der Vorbereitung. „Das Spiel kam einfach zu früh“, befand Zwahr.

Beim Totopokal sah es zuletzt schon wieder ganz anders aus, und spätes­tens zum Saisonauftakt am 21. August bei der SG Forchheim/Sulzkirchen will die TSG topfit sein und zeigen, dass sie nach der schwarzen Serie der vergangenen Rückrunde und dem Ab­stieg wieder erfolgreich Fußball spie­len kann. Bemerkenswert: Als Meis­tertipp hat Solnhofen den Nachbar­verein SV Wettelsheim genannt.

Aufrufe: 07.8.2016, 13:42 Uhr
Uwe Mühling (WT)Autor