Tragischer Todesfall schockiert alle Fußballkameraden
Gedenkminute auf allen Plätzen als Zeichen des Mitgefühls. SV Schöneberg trauert um 23-jährigen Stürmer
Besim Miroci, Trainer des SV Schöneberg, sagte mit zitternder Stimme: „Wir haben einen Mitspieler und Freund verloren. Fußball ist für uns im Moment nicht wichtig. Wir trauern um unseren Kameraden“. Mehr könne er dazu gar nicht sagen, meinte Miroci erschüttert.
Der SV Schöneberg hat nach dem Bekanntwerden des tragischen Todesfalls um eine Absage des Spiels am Sonntag gegen Aufsteiger Blonhofen gebeten und der für die Kreisklasse Allgäu 2 zuständige Spielgruppenleiter Benjamin Adelwarth (Bedernau) hat diesem Wunsch sofort entsprochen: „Wir sind traurig und geschockt und können nach so einem Schicksalsschlag nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagte Adelwarth. In einem Schreiben an alle Fußballvereine forderte Adelwarth die Sportler im gesamten Unterallgäu dazu auf, ihre Betroffenheit und Trauer auch öffentlich zu zeigen: „Ich bitte alle Mannschaften zum Zeichen des Mitgefühls gegenüber der Familie, den Angehörigen und den Kameraden des SV Schöneberg, eine Gedenkminute unmittelbar vor dem Spiel auf dem Platz einzulegen.“ Das Spiel wird nicht nachgeholt und wird daher vom Sportgericht gewertet.
Der gesamte Spieltag war somit vom tragischen Tod des 23-jährigen Schönebergers überschattet, der nach einer Fete an einem Weiher zunächst vermisst und am Donnerstag tot im Wasser entdeckt wurde. Der junge Mann ist laut Polizei offenbar ertrunken. Eine Obduktion soll Aufschluss über die genaue Todesursache des 1990 geborenen Sportlers geben, der seit seiner Kindheit seine sportliche Heimat beim SV Schöneberg hatte. Ein Ergebnis der Obduktion war von der Polizei noch nicht zu erfahren.