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Traditionsteam mit frischen Gesichtern

BUNTE LIGA GIEßEN +++ Internationales Team als Ursprung +++ Team im Umbruch +++ Zusammenhalt und Identifikation wichtig +++

von Christian Diebel · 18.03.2019, 13:40 Uhr · 0 Leser

Das aktuell zweitälteste Team der Bunten Liga Gießen sind die Hala Kampfkolosse. Seit der Sommersaison 2008 mischen die sogenannten AllBlacks mittlerweile die Bolzplätze Gießens auf. Hießen damals die Teams noch "Ruuds Resterampe oder "Roundhouse Kickers", trifft man heute auf den SSC Nazareth oder den #FCJuungss.

Der ehemalige Organisator Claudio schildert die Namensentstehung: "Der Name Kampfkoloss war inspiriert von einer South Park-Folge, in der der Begriff häufiger vorkam. Wir dachten dann, es würde gut zur Einstellung des Teams passen, in der eine kämpferische Einstellung im Vordergrund stehen sollte und der Gedanke, immer alles für das Team zu geben, auch wenn es aussichtslos aussieht." Der Begriff Hala stammt von "Hala Madrid" und wurde von einem Teamkollegen hinzugesteuert, der Real Madrid-Fan ist. ´Claudio fügt lachend hinzu: "Er ist der einzige Real-Fan. Wir haben es ihm zu liebe gemacht, nicht weil wir als Team eine Affinität für Real hätten. Wichtig !"

Der Hauptgedanke hinter diesem Namen war allerdings, etwas Eigenständiges zu haben, im Gegensatz zu anderen typischen Namen aus Hobbyligen.

Jetzt sind die Namensumstände bekannt, doch wie entstand überhaupt die Idee des Teams? Claudio dazu: "Wir waren eine Truppe fußballbegeisterter MFKW-Studenten (moderne Fremdsprachen Kultur und Wirtschaft), die sich alle im Wintersemester 2007 kennengelernt haben. Da in dem Studium Sprachen im Mittelpunkt stehen, gibt es eine hohe Anzahl von Leuten mit Wurzeln im Ausland, der von Anfang an für eine gute Mischung von verschiedenen Nationalitäten im Team sorgte." Für die Organisatoren war fußballerische Qualität zunächst komplette Nebensache. Die Identifikation mit dem Team stand im Vordergrund. Viele der Gründungsmitglieder waren ursprünglich Basketballer, die erst zu dieser Zeit mit dem aktiven Fußball begonnen haben. Mit der Zeit wuchs das Team und es kamen durch Kontakte immer mehr Leute dazu, die auch andere Fächer studierten oder auch gar keine Studenten waren.

Claudio, der Gießen mittlerweile verlassen hat, gab die Organisation an seine Mitspieler Michel und Baucho weiter. Michel wurde damals von seinem heutigen Orga-Kollegen ins Team geholt. Zur Zeit hat er die Organisation alleine übernommen, da Baucho durch einen Kreuzbandriss ausfällt

Michel sagt: "Claudio war so der Mittelpunkt des Teams. Jetzt, wo er weg ist, halten wir das Team am laufen." Den Halas geht es nicht rein um Ruhm und Ehre. Sie wollen mit Kumpels das machen, was ihnen Spaß macht, und das ist eben Fußball zu spielen.

Warum man sich für die Bunte Liga entschieden hat, beantwortet Michel so: "In der Bunten Liga kann man ohne Druck zusammenspielen. Keiner macht einem Vorschriften und man ist zeitlich nicht gebunden."

Das Team befindet sich zur Zeit im Umbruch. Für Michel zeigt sich gerade in dieser Zeit das Wichtigste an der Bunten Liga: "Jeder bringt seine Kumpels mit, jeder ist willkommen und man lernt Leute kennen, die man im normalen Leben vielleicht nicht getroffen hätte.

Eins ist gleich geblieben, egal, wer das Hala-Trikot trägt: Der Schlachtruf.

Das Team macht vor jedem Spiel den Kreis und feuert sich an mit: "Wer ist dein Boss ?" "Kampfkoloss". Auch hier sollen der Zusammenhalt und die Identifikation gezeigt werden.

Liga-Organisator Christian Diebel: Ich bin seit 2010 in der Bunten Liga und als ich den Schlachtruf zum ersten Mal gehört habe, war ich irgendwie irritiert. Mittlerweile muss ich sagen, gehört das Ganze zur Bunten Liga wie das Tor zum Fußball. Ohne die Halas und ihren Schlachtruf würde der Bunten Liga schon Einiges fehlen."