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Thomas Eckmüller: „Was in Belek passiert, bleibt in Belek“

Der sechsfache Wert einer normalen Woche

von Erdinger Anzeiger / Dieter Priglmeir · 08.03.2019, 09:19 Uhr · 0 Leser
Dereit für den Bezirksliga-Endspurt sind die Fußballer des FC Finsing, die sich auch über neue Trikots freuen dürfen, spendiert vom Eicherloher Gasthof Faltermaier.  Alle wussten, dass am nächsten Tag wieder zwei intensive Trainingseinheiten warten.So etwas regelt den Alkoholkonsum von selbst.Thomas Eckmüller über ein Trainingslager in einer All-inclusive-Hotelanlage FC Finsing
Dereit für den Bezirksliga-Endspurt sind die Fußballer des FC Finsing, die sich auch über neue Trikots freuen dürfen, spendiert vom Eicherloher Gasthof Faltermaier.  Alle wussten, dass am nächsten Tag wieder zwei intensive Trainingseinheiten warten.So etwas regelt den Alkoholkonsum von selbst.Thomas Eckmüller über ein Trainingslager in einer All-inclusive-Hotelanlage FC Finsing
Für eine Woche war Belek rot – finsingrot. Die drei Fußball-Herrenmannschaften des FC weilten an der türkischen Riviera zum Trainingslager.

Über die Erfolge der Übungseinheiten und die Versuchungen eines All-inclusive-Clubs sprachen wir mit Thomas Eckmüller, Spielertrainer des Bezirksliga-Teams.

Herr Eckmüller, welche Erkenntnisse und Fortschritte hat das Trainingslager in Beleg gebracht?

Sehr, sehr viele. Eine Woche Trainingslager ist halt so viel wert wie fünf, sechs Wochen zuhause.

So groß ist der Unterschied?

Naja, daheim trainierst du zweimal die Woche. In Belek hatten wir zwölf Einheiten. Da kannst du schon sehr viel machen.

Was waren die Schwerpunkte?

Wir Trainer haben sehr viel Wert auf den spielerischen Bereich gelegt. Wir haben insgesamt am Passspiel gearbeitet und ganz konkret daran, wie die Viererkette die Bälle von hinten rausspielt. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass durch so ein Trainingslager der Zusammenhalt gefördert wird. Man muss sich das mal vorstellen. Es waren 40 Spieler dabei.

Kann man da überhaupt noch vernünftig trainieren?

Es waren ja auch die Trainer der Zweiten und Dritten dabei. Sie haben gemeinsam trainiert. Und ich hatte meine 16 Feldspieler und meine beiden Torhüter, mit denen wir gearbeitet haben. Zeitweise hatte ich dann aber doch nur zwölf Spieler zur Verfügung.

Weil es so viele Verletzte gab?

Die Woche war so intensiv, dass der eine oder andere Spieler mal eine Pause gebraucht hat. Außerdem muss Leo Hölzl nach seinem Bänderriss die Sache noch etwas langsamer angehen. Kilian Schmitt hat noch Probleme mit seiner Patellasehne. Und Valentin Bachmeier hat sich während der Woche einen Grippe-Virus eingefangen, so dass er vorzeitig zurückfliegen musste.

Gab es denn auch Aussetzer aus anderen Gründen? Trainingslager bei Amateurfußballern – da werden ja nicht nur isotonische Getränke gereicht.

Natürlich wird da auch ein bisserl was getrunken – zumal wir ja in einem All-inclusive-Hotel waren. Da kannst du gerade die jungen Spieler nicht immer zurückhalten. Aber alle wussten, dass am nächsten Tag wieder zwei intensive Trainingseinheiten warten. So etwas regelt dann den Alkoholkonsum von selbst.

Erzählen Sie doch eine nette Anekdote aus dem Trainingscamp?

Keine Chance. Was in Belek passiert, bleibt in Belek.

Aber leicht ist dieser Spagat zwischen Mannschaftsausflug und konzentrierter Saisonvorbereitung nicht, oder?

Natürlich ist das prinzipiell schwierig. Du hockst 24 Stunden am Tag aufeinander, willst gut arbeiten, aber auch deinen Spaß haben. Wir haben das sehr gut hinbekommen. Wir hatten einen Schafkopfabend, ein Watt-Turnier, und am letzten Tag gab es dann einen Poolabend, bei dem das eine oder andere getrunken wurde. Aber nochmal: Das hat sich alles in Grenzen gehalten.

Gibt es Gewinner des Trainingslagers? Hat sich jemand besonders positiv entwickelt?

Wir haben beschlossen, dass Florian Keller und Maxi Eberharter aus der Zweiten ab sofort in die Bezirksliga aufrücken. Sie sollen ihre Chance bekommen. Aber die ganze Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Ich will da keinen groß hervorheben. Mit unseren beiden Testspielen war ich auch zufrieden.

Gegen den 1. FC Kalchreuth gab es eine 1:3-Niederlage und ein 4:0.

Das ist ein Bezirksligist aus dem Nürnberger Raum, der unbedingt in die Landesliga aufsteigen will. Im ersten Spiel haben wir auch schon sehr gut mitgehalten, aber einfach unsere Chancen nicht verwertet. Der zweite Test ging dann nur über zweimal 35 Minuten. Und da haben wir dann vier Tore geschossen.

Der FC Finsing ist also bereit für den 16. März, wenn es zum SV Dornach geht?

Naja, wenn die Bezirksliga eine Woche später beginnen würde, wäre mir das schon sehr recht. Wie schon erwähnt, haben wir einige Angeschlagene. Aber das passt schon: Wir sind bereit für den Endspurt in der Bezirksliga.